Kategorie-Archiv: Unabhängigkeit

Free your phone – Freiheit für Dein Smartphone

Hier: Pressemitteilung zum Thema als pdf herunterladen

Die meisten Menschen benutzen digitale Endgeräte wie PC, Tablet oder Smartphone. Viele dieser Anwender haben eine mehr oder weniger diffuse Vorstellung von den möglichen Einschränkungen der Freiheit durch die Funktionsweise dieser Geräte. An diesem Thema und der Auflösung des Diffusen arbeitet eine Initiative an der Waldorfschule in Ostholstein.

Öffentlicher Vortrag am 9. Februar 2023

Bildquelle: Jan Konitzki

Unter dem Titel „free your phone – Freiheit für Dein Smartphone“ läuft zur Zeit eine Veranstaltungsreihe. In Vorträgen und Workshops mit Schülern, aber auch Eltern und Lehrern werden mögliche Einschränkungen der Freiheit besprochen sowie freie und unfreie (proprietäre) Software gegenübergestellt.

Eine Besonderheit freier Software ist, dass sie voll transparent zur Verfügung steht. Es ist somit möglich, den Quellcode zu lesen und selbst zu entscheiden, ob man der Software vertraut oder nicht. Das muss nicht jeder Nutzer selbst machen. Als Anwender kann man entscheiden, ob man einer Community aus kompetenten Menschen vertraut, die genau das tun. Es gibt auf der Welt eine ganze Menge höchst kompetenter Menschen, die aus Freude an guter Software solche entwickeln und als freie Software zur Verfügung stellen. Ein Großteil der Infrastruktur des Internet basiert auf freier Software. Freie Betriebssysteme finden auch immer mehr Freunde unter Privatnutzern.

Der andere Pol der Betrachtung ist proprietäre (im Eigentum befindliche) Software. Hier ist das Kennenlernen der detaillierten Funktionsweise nicht möglich. Der Programmcode steht in der Regel nicht zur Verfügung. Es bleibt dem Anwender nichts anderes übrig als dem Hersteller der Software zu vertrauen. Auch das kann natürlich eine freie Entscheidung sein. Diese fällt allerdings einer zunehmenden Anzahl bewusster Menschen immer schwerer, je mehr Geld mit dem Sammeln und Verwerten von persönlichen Daten verdient wird.

Gläserne Gesellschaft, diskrete Profiteure

[…] es gibt Organisationen, die wissen, wann Du aufstehst, wann Du schlafen gehst, wie weit Dein Weg zur Schule ist, ob Du mit dem Fahrrad, zu Fuß, Bus oder Auto zur Schule fährst, mit wem Du kommunizierst, ob Du mehr redest oder lieber zuhörst und vieles mehr. Das wissen die nicht von einem Tag oder von einer Woche sondern über Jahre und irgendwann Jahrzehnte. Die kennen Deine Persönlichkeit besser als Du selbst. Und nicht nur von Dir sondern von uns allen. Die wissen genau, bei wem in Eurer Klasse die Fäden der Kommunikation zusammenlaufen. Die wissen das nicht nur von Eurer Klasse sondern von der gesamten Gesellschaft. Mathematisch ist das hoch interessant! Für die Freiheit der Gesellschaft entsteht ein ernstzunehmendes Risiko. […] (Zitiert aus einer Veranstaltung mit Schülern am 11. Januar 2023)

Entscheidend ist, wem wir vertrauen

Bildquelle: Jan Konitzki

Wir stellen die intimsten Daten unserer Persönlichkeit solchen Organisationen und Unternehmen zur Verfügung, die uns weder mitteilen, welche Daten sie von uns erfassen noch was sie damit machen. Es bleibt dem Betrachter überlassen, die Fairness dieses Geschäfts zu beurteilen.

Einzelne mögen der Ansicht sein, nichts zu verbergen zu haben. „Wem gegenüber hast Du nichts zu verbergen?“ „Mir egal, ich hab was anderes zu tun.“ Wenn das große Teile der Gesellschaft so sehen, könnte eine ernsthafte Gefahr für die Freiheit dieser entstehen. Ziel der Initiatoren der Veranstaltungsreihe an der Waldorfschule in Ostholstein ist, auf diese Gefahr für die Freiheit der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Wichtig ist der Gruppe, nicht nur das mutmaßliche Problem zu beschreiben sondern auch Lösungen vorzustellen und Unterstützung bei der Umsetzung anzubieten.

Kulturelle Unterschiede bei Persönlichkeitsrechten

Nationale Gesetze, die Persönlichkeitsrechte schützen, helfen nur bedingt. Es ist schwierig, diese gegenüber amerikanischen Organisationen durchzusetzen, die kulturell ein anderes Verständnis vom Schutz der Persönlichkeitsrechte haben. Nicht zuletzt die Enthüllungen von Edward Snowden haben gezeigt, dass alles getan zu werden scheint, was technisch möglich ist.

Wem also seine Freiheit am Herzen liegt, sollte diese selber schützen. Das geht beispielsweise durch den Einsatz von freier Software, die durch die offene Architektur transparent ist und deren Funktionalitäten verstanden werden können.

Anwendung freier Software leicht gemacht

Es gibt unter den freien Betriebssystemen die unterschiedlichsten Entwicklungen. Die Auswahl richtet sich nach den Vorlieben und der freien Entscheidung jedes Einzelnen.

Für PCs sind das LINUX-Betriebssysteme wie debian, ubuntu, openSUSE oder Arch Linux.

Für Smartphones stehen Weiterentwicklungen der quelloffenen Basisversion von Android (AOSP) zur Verfügung. Das kann zum Beispiel grapheneOS, linageOS oder calyxOS sein.

Die Betriebssysteme auf den Standardgeräten aus dem Handel basieren auch auf AOSP. Diese Android-Versionen sind allerdings modifiziert und um Funktionalitäten erweitert, die weder frei im Sinne freier Software sind noch die Freiheit der Anwender oder der Gesellschaft unterstützen.

An der Schule soll ein Unterstützerkreis entstehen, der Entscheidungshilfe bietet und bei der Umsetzung hilft.

weitere Termine an der WSOH

In den folgenden Wochen gibt es für Schülerinnen und Schüler in der Schule Termine zur konkreten Umsetzung.

Am 9. Februar 2023 findet um 19.30 Uhr ein offener Vortrag im Sophie Stinde Haus auf dem Gelände der Lensahner Waldorfschule in Ostholstein statt. Eingeladen sind Mitglieder der Schulgemeinschaft und alle an persönlicher und gesellschaftlicher Freiheit interessierte Menschen aus dem Umkreis.

Android sendet ständig Daten an Google

Wenn Du ein Smartphone mit vorinstalliertem Android kaufst, weißt Du sicherlich, dass Android von Google entwickelt und als modifizierte Version mit Google-Branding verbreitet wird. Google hat als Kernkompetenz das Sammeln von Daten für sich entwickelt. Es ist dabei egal, welche Apps Du auf dem Smartphone nutzt. Die vorinstallierten und nicht deaktivierbaren Google Play Services machen folgendes:

[…] Android-Smartphones etwa alle zwanzig Minuten Verbindung mit Google-Servern aufnehmen und dabei etliche personenbezogene Daten übermitteln […] (Quelle)

Das ist ein deutlicher Grund, Smartphones nur mit einem Android zu nutzen, das nicht von Google kommt. Empfehlenswete Betriebssysteme sind nach meiner Erfahrung neben LineageOS auch GrapheneOS oder CalyxOS.

Neben der deutlicheren Datensparsamkeit der Betriebssysteme ist ein weiterer Vorteil, dass ältere Geräte häufig länger mit Updates versorgt werden als von den Herstellern. Es lohnt sich mit dem Thema etwas auseinander zu setzen.

Vor allem halte ich es für extrem wichtig, Kindern nicht einfach das alte Smartphone der Eltern zu geben, wenn es nicht ein halbwegs vertrauenswürdiges Betriebssystem hat. Vertrauenswürdig meine ich hier als ein Smartphone ohne Google Play Services.

PS. Auch Apple ist ein Unternehmen, das Geld verdienen muss, weil die Aktionäre sonst unzufrieden werden. Deshalb kann die Lösung auf die Frage nicht das iPhone sein. Besorg Dir ein freies Betriebssystem!

Rede Abschluss Waldorfschule

Als Vater durfte ich am 1. Juli 2022 die Rede zum Abschluss der Waldorfschule in Ostholstein halten. Hier ist eine leicht an die Öffentlichkeit angepasste Version (zum Schutz der Persönlichkeit lebender Personen) mit dem gleichen Inhalt nachzulesen, die um ein paar Links ergänzt wurde.

Ich weiß, dass ich nicht(s) weiß

Wir wissen nicht, ob Sokrates das wirklich gesagt hat. Niemand von uns hat ihn persönlich gekannt. Ich habe nicht die Übersetzung aus dem Altgriechischen ins Hochdeutsche auf Korrektheit überprüft. Ich habe weiterhin nicht überprüft, ob Sokrates Dinge gesagt haben könnte, die, auch wenn nur im Zusammenhang der Gegenwart, garnicht gingen. Wenn dem so wäre, müsste ich Sokrates insgesamt aus meinen Gedanken streichen. Ich müsste, dem Zeitgeist folgend, nicht nur Sokrates insgesamt canceln sondern auch alle Menschen, die in den letzten 2500 Jahren jemals einer These von Sokrates zugestimmt haben oder dessen verdächtigt werden. Ich habe auch nicht überprüft, ob Sokrates mal von jemand zweifelhaftem zitiert wurde. Womöglich hätte Sokrates dann Applaus von der falschen Seite erhalten und wäre entsprechend zu dissen.

Käme Dir das etwas merkwürdig vor?

Keine Angst, ich möchte an dieser Stelle nicht über das bedauerlich populäre Thema Cancel Culture oder die Veränderungen der Presselandschaft sprechen, die bis in die Erziehungskunst reichen, dem hier sicherlich allen bekanntem Presseorgan der Waldorfpädagogik. Das soll hier nicht vertieft werden.

Wie komme ich denn auf den Zusammenhang?

Euch wird vielleicht bekannt sein, dass Sokrates, der große griechische Philosoph, den Quellen zufolge als „geistiger Brandstifter“ zum Tode verurteilt wurde. Vielleicht wurde er verurteilt, weil er zu viele Fragen gestellt hat? Wir könnten sagen, dass so etwas in unserer aufgeklärten Gesellschaft nicht mehr passieren wird. Ist das denn so? Ich lasse die Frage mal offen stehen.

Ich möchte meinen Worten an Euch, liebe Absolvent:innen, den Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ mitgeben. Es geht, nach meiner Interpretation darum zu hinterfragen (als erstes sich selbst …) und sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden zu geben. Das gilt heute so sehr wie zu Sokrates’ Lebzeiten. Sokrates hat nicht dazu aufgerufen, Erbsen zu zählen oder Besserwisser zu werden. Es ging ihm darum zu hinterfragen und grundsätzlich zu versuchen weiter zu schwimmen als bis zum Tellerrand. Du bist genau dafür hier an der Waldorfschule in Ostholstein ausgebildet worden. Du hast gelernt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Du wirst verstehen, diese Kompetenz in Deinem weiteren Leben und Wirken sinnvoll einzusetzen.

Sei Dir darüber im klaren, dass es unbequem sein kann, gegen den Strom zu schwimmen. Einfacher ist es dem Zeitgeist zu folgen und sich mit den Informationen aus der Tagesschau zufrieden zu geben. Doch entscheidende Entwicklungen sind noch nie in der Geschichte der Menschheit von Mitläufern initiiert worden. Deshalb möchte ich Dich bitten: glaube wenig, hinterfrage alles und denke selbst. Bei allen Entwicklungen, die die Gesellschaft verändern gilt: wer schweigt stimmt zu.


Zum Abschluss der Waldorfschulzeit gratuliere ich Euch, sicherlich auch im Namen der gesamtem Schulgemeinschaft herzlich.

Blumenbogen WaldorfschuleEinige von Euch haben im Sommer 2010 durch den Sonnenblumenbogen diese Bühne betreten und wurden von Eurem Klassenlehrer in Empfang genommen. Dieser hat Euch viele Jahre als Klasse begleitet und seinen Teil zu Eurer tollen Klassengemeinschaft beigetragen. Eine lange Klassenlehrerzeit ist an der Waldorfschule grundsätzlich vorgesehen, leider aber nicht immer an der Tagesordnung.

Ihr alle werdet nachher die Bühne durch den Rosenbogen verlassen. Nicht alle von Euch verlassen die Schule. Viele haben sich dazu entschieden, hier das Abitur zu machen.

Es muss nicht jeder Schüler Abitur machen. Wer auf eine Waldorfschule geht, sollte aber, so wie Ihr, bis zur 12. Klasse auf der Schule bleiben. Wer vor der 12. Klasse die Waldorfschule verlässt, geht nach meinem Empfinden ohne Abschluss von der Schule. Die komplette Zeit an einer Waldorfschule zielt auf den Abschluss in der 12. Klasse. Diesen habt Ihr jetzt erreicht. Das ist ein Grund zur Freude.

Es geht in der Waldorfschule nicht um die Erfüllung der Schulpflicht oder um eine gute Note oder ein Zertifikat. Zertifikate und Testergebnisse von „wer weiß was“ sind zur Zeit nach meinem Geschmack ohnehin deutlich überbewertet. Die Waldorfschule begleitet Menschen in ihrer Entwicklung. „Erziehung zur Freiheit“ – das habt Ihr jahrelang genossen, vielleicht ohne das immer selbst zu merken. Wer von Euch schon einmal auf einer anderen Schule war wird vielleicht verstehen, was ich meine.

Welchen Wert die Waldorfpädagogik hat, durfte ich erst durch die Kindergarten- und Schulzeit meiner Kinder lernen. Ich bin dankbar dafür, dass ich die Waldorfpädagogik kennenlernen durfte. Ist es doch das, was ich an allen Schulen, auf die ich selber gegangen bin, immer gesucht und vermisst habe. Gut, dass man auch als Vater noch dazu in der Lage sein kann, durch die Schulzeit seiner Kinder etwas dazuzulernen.

Zur Waldorfpädagogik gibt es eine kleine Geschichte, an die ich mich gerne erinner.

Vor vielen Jahren kam einmal ein Mädchen im Kindergartenalter zu mir an den Schreibtisch. Ich hatte schon immer ein Homeoffice. Sie fragte mich, ob ich eine Schachtel hätte. Ich war mit meinen Gedanken woanders und hatte andere Prioritäten als eine Schachtel für ein kleines Mädchen aus dem Hut zu zaubern. Das sagte ich ihr in aller Liebe. „Das macht nichts, dann bau ich mir eben selber eine“, war ihre Antwort. Dieser Satz: „Dann bau ich mir eben selber eine“, bezeichnet aus meiner Sicht in aller Kürze den Kern der Waldorfpädagogik. Wissen ist vergänglich, man könnte sagen, „Wissen ist nur der gegenwärtige Stand des Irrtums“. Waldorfpädagogik vermittelt auch Wissen, Waldorfpädagogik vermittelt aber vor allem Kompetenzen. Ihr habt gelernt Euch selbst zu helfen und unabhängig von Anleitungen oder vorgefertigten Bausätzen zu agieren. Das wird Euch in der Welt da draußen helfen.

Zum Schluss habe ich noch ein ganz persönliches Anliegen. Wenn Du in der dritten Klasse schon dabei warst, kannst Du Dich sicherlich an das Bauprojekt bei uns auf dem Hof erinnern. Im Juni vor neun Jahren habt Ihr aus Holz, Steinen, Lehm, Sand, Stroh und Dachpfannen ein richtiges Haus gebaut. Das Haus sieht in einigen Details etwas aus wie von Drittklässlern gebaut. Das darf es auch, denn genau das ist es. Das Haus steht nach wie vor und ist sehr stabil. So stabil wie Euer Haus ist auch Eure Klassengemeinschaft, die Euch hoffentlich noch weitere Jahre tragen wird.

Euer Haus ist keine Bauruine sondern schmückt unseren Hof und hat einen richtigen Zweck. Wenn Du irgendwann in der Zukunft mal Lust hast, im Sommer eine Nacht in „Deinem“ Haus zu verbringen, ruf mich gerne an. Auch wenn es erst in 10 Jahren ist. Ich lade Dich, und gerne eine Begleitung, hiermit herzlich auf eine kostenlose Nacht im Heubett in Deinem Haus auf unserem Hof ein.

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Ich wünsche allen Anwesenden einen schönen Sommer. Und wenn Euch mal etwas fehlen sollte, baut Ihr es Euch einfach selbst.

We don’t need no vaccination (?)

Neulich habe ich mal wieder Pink Floyd ein Konzert von Pink Floyd gesehen. Ich bin immer wieder beeindruckt von dem Bühnenzauber und dem unaufgeregten Musikhandwerk, das die zu Tage bringen. Bei „Another brick in the Wall“ musste ich fast zwangsläufig an eine textliche Abwandlung denken, die für den einen oder anderen gut in die aktuelle Zeitgeschichte passen könnte. Es hätte mich überrascht, wenn ich der erste gewesen wäre, den dieser Gedanke kommt.

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Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort

Wem ist es nicht mehr im Ohr, die Sache mit dem Ehrenwort. Da gab es mal einen Politiker, der als Politiker möglicherweise auch Wirtschaftsförderung durch Waffenhandel betrieben hat und sich dann in einem Hotel in einem der Zentren der internationalen Dreckgeschäfte umgebracht haben soll. Einem Oberstaatsanwalt, der herausfinden wollte, ob dieser mutmaßliche Waffenhändler im Gewand eines Politikers vielleicht von anderen Waffenhändlern umgebracht wurde und in dieser Sache ermittelte, musste gegen seinen Willen in den Ruhestand gehen. Seitdem wird nicht mehr ermittelt. Das Buch des Staatsanwalts sollte erst verboten werden, ist dann aber doch auf den Markt gekommen.

Der Rest dieses Artikels ist meine reine Phantasie! Ich nutze den Blog hier als Ort für eine Stoffsammlung und mache vielleicht einmal einen Roman daraus.

Ein Krieg wird vom Zaun gebrochen, weil das angegriffene Land Massenvernichtungswaffen haben soll. Das wird zwar nie nachgewiesen, aber da der Krieg schon mal in Gang war, hat man weitergemacht. Reiner Zufall, dass es in diesem Land haufenweise Öl gibt. Ein paar Jahre früher wurde dieses Land von der gleichen Weltmacht schon einmal angegriffen, weil Soldaten im Nachbarland Babys getötet haben sollen. Später kam raus, dass das die Erfindung einer PR-Agentur war, die im Auftrag eines Nachbarstaates des angegriffenen Landes handelte. Da konnte man den Angriff nicht mehr rückgängig machen.

In einer Großstadt sind mehrere Hochhäuser zusammengestürzt. Es gibt ein Video von Verkehrsflugzeugen, die in zwei dieser Hochhäuser geflogen sind. Warum ein weiteres Hochhaus zusammengestürzt ist, steht ein wenig in den Sternen. Es werden Tatverdächtige ermittelt, die die Hochhäuser mit von ihnen entführten Flugzeugen angegriffen haben sollen. Deren Geständnis ist nach Angaben des UN-Sonderberichterstatters für Folter auf Folter zurückzuführen. Es gibt eine Ermittelung in dieser Foltersache. Es dürfen aber weder die Folterer noch die Gefolterten direkt von den Ermittlern befragt werden. Dieser Anschlag wurde zum Anlass genommen, das Land anzugreifen, in dem sich der Anführer der Flugzeugentführerbande versteckt haben soll und aus seiner Höhle in den Bergen die Zentrale des internationalen Terrorismus steuert. Das angegriffene Land hat große Lithiumvorkommen, was vermutlich reiner Zufall ist.

Ein Land wird mit Sanktionen belegt. Wahrscheinlich hat es damit zu tun, dass das Land verdächtigt wird, eine Diktatur zu sein. Das sanktionierte Land liefert jedenfalls große Mengen Gas nach Europa. Das Land, dass die Sanktionen ausgesprochen hat, möchte auch gerne Gas nach Europa liefern. Natürlich hat der Bau eines Flüssiggasterminals nichts damit zu tun, dass der Bau einer Pipeline auf der anderen Seite dieses Landes blockiert wird.

Es gibt noch ein anderes großes Land, das in den letzten Jahrzehnten erfolgreich in der globalen Industrieproduktion aufgestiegen ist. Das Land war im Verdrängungswettbewerb so erfolgreich, dass die Welt inzwischen Versorgungsprobleme bekommt, wenn dieses Land nicht mehr liefert. Das Land ist bekannt dafür, dass es nicht zimperlich mit seinen Einwohnern umgeht. Jetzt sind in diesem Land mehrere Häfen geschlossen, um die Ausbreitung einer Krankheit einzudämmen. Diese Krankheit steht im Fokus der ganzen Welt, deshalb wundert sich niemand darüber, dass der Welthandel zusammenbricht und es zu Versorgungsproblemen kommt. Das Land mit der großen Industrieproduktion kümmert sich gleichzeitig um die Bodenschätze der Flugzeugentführer, die eigentlich die aus dem Land mit den zusammengefallenen Hochhäusern haben wollten die zufällig in dem Land sind, wo immer noch die Zentrale des globalen Terrorismus vermutet wird.

Nebenbei gibt es in einem Land friedliche Demonstrationen gegen den Klimawandel und für Gleichberechtigung der Geschlechter. Verboten werden in dem gleichen Land Demonstrationen von Menschen, die Beschränkungen verfassungsrechtlich garantierter Freiheiten in Frage stellen. Das Land betont immer wieder, dass es ein freies Land sei und jeder der Einschränkungen der Freiheit als Freiheitseinschränkungen versteht, sei ein Feind der Demokratie.

Update: jetzt wo ich diese Stoffsammlung noch einmal lese, habe ich entschieden, dass ich das mit Roman sein lasse. Ich kann mir nicht vorstellen, dafür einen Verlag zu finden. Der Plot ist viel zu unrealistisch.

Polizeigewalt in Deutschland

Es ist noch nicht lange her, da war es üblich, dass oppositionelle Demonstrationen in Deutschland von der Polizei niedergeknüppelt wurden. Dazu gehörte alles, was im Zusammenhang mit Atomkraft (Wackersdorf, Brokdorf, Gorleben) zusammenhing oder auch der G20-Gipfel 2017 in Hamburg unter Bürgermeister Olaf Scholz.

In Brokdorf demonstrierten trotz Versammlungsverbot 1981 etliche zehntausend Menschen gegen den Bau des Atomkraftwerks. Das Versammlungsverbot wurde 1985 vom Bundesverfassungsgericht für unzulässig erklärt. Das hat den Demonstranten nichts gebracht, die sich mit teils massiver Polizeigewalt auseinandersetzen mussten.

Am 1. August 2021 kam es in Berlin zu Verboten von Demonstrationen. Selbstverständlich gab es Menschen, die das Verbot nicht akzeptierten und für ihre Interessen auf die Straße gingen. Gegen die Demonstranten wurde durch die Polizei mit Gewalt vorgegangen. Die UN fordern eine Stellungnahme, weil aufgrund von Videos Menschenrechtsverletzungen vermutet werden.

„Es sind einige Videos verbreitet worden, die besorgniserregend sind“, sagte Melzer. „Die Hinweise sind stark genug, dass möglicherweise Menschenrechtsverletzungen begangen wurden.“ Er habe bereits mit Augenzeugen gesprochen. Es gehe nach erstem Augenschein womöglich um ein Dutzend Vorfälle. Der UN-Sonderberichterstatter hat sonst mit Polizeigewalt etwa in Hongkong oder Belarus zu tun. (Quelle: faz.net)

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Mit was Polizisten in Deutschland alles beschäftigt werden, ist hier zu lesen:
Was früher als undenkbar gegolten hätte …

Es gibt keine Impfpflicht

In dem täglichen „Impfformationen“ wird gerne darauf hingewiesen, dass es keine Impfpflicht im Bezug auf SARS-CoV-2 geben werde. Selbstverständlich dürfen auch in Zukunft ungeimpfte Kinder zur Schule gehen, ungeimpfte Menschen ein Theater besuchen, Bus und Bahn und Flugzeug fahren, an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen oder politische Mandate übernehmen. Klar sein dürfte, dass ungeimpfte Menschen weiterhin Masken tragen müssen, Abstand halten müssen, regelmäßig Antigentests machen müssen und vielleicht einen Aufkleber auf der Stirn tragen müssen. Alles andere wäre verantwortungslos, unsolidarisch und würde die Volksgesundheit bzw. Gesundheit des Volkskörpers gefährden, Wehrkraft zersetzen … das wäre dann eben rechtsradikal und würde Arbeitsplätze in der Pharmaindustrie gefährden und damit dazu führen, dass das Land und die ganze westliche Wertegemeinschaft und damit der einzige freie und demokratisch regierte Teil der Welt wirtschaftlich zerbricht und in die Hände von skrupellosen Diktatoren fällt.

Diese Diktatoren gäben natürlich vor, das Land demokratisch zu regieren. In Wirklichkeit hätte das Volk mehr keinen Einfluss auf politische Entscheidungen. Ich bin froh, dass es in der derzeitigen Bundesrepublik anders ist und die politischen Entscheidungsträger sehr „volksnah“ sind. Ich bin sehr froh, dass sich in Deutschland kein Mandatsträger persönlich bereichert. Und ich bin glücklich darüber, dass Deutschland überwiegend von Politikern regiert wird, die bereits gezeigt haben, dass sie auch außerhalb der Politik in einem Beruf oder eigenem Geschäft erfolgreich sein können. Ich hoffe, dass ich mich nicht täusche.

Es wird keine Impfpflicht geben

Eine Impfpflicht wird es nicht geben. Es ist beruhigend, dass wir in einem freien und liberalen Land leben, in dem niemand zu etwas gezwungen wird. Mal abgesehen von der Masernimpfung. Das ist aber ein ganz anderes Thema. Auch ist es eine ganz hinterhältige Verschwörungstheorie, dass das Masernschutzgesetz ein Testballon für den Umgang mit einer schon seit Jahren drohenden Grippe-Pandemie war. Also jetzt echt mal, es wäre unverantwortlich so etwas zu behaupten. Solche Behauptungen werden nur von Rechtsradikalen aufgestellt.

Schön, dass wir in einem freien Land leben, in dem Meinungsfreiheit hoch gehandelt wird und man alles sagen darf. So lange man, wie dieser Blog keine nennenswerte Reichweite hat.

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Grundgesetz gehört zur Risikogruppe?

Man muss nicht alle Gesetze kennen. Das Grundgesetz und da die Artikel 1 bis 19 sollte man aber schon mal grob gelesen haben. In den ersten 20 Artikeln stehen die Grundrechte, die nicht ohne weiteres eingeschränkt werden dürfen. Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz durch den damaligen Parlamentarischen Rat verabgeschiedet.

Mitunter wird behauptet, dass Grundrechte durch die Maßnahmen wegen Conora eingeschränkt werden. Die Gründe liegen auf der Hand, denn mit über 70 gehört das Grundgesetz zu einer Risikogruppe und muss deshalb von der Gesellschaft fern gehalten werden. So sagt es jedenfalls der Kasper im Video unten.

  • Artikel 2, freie Entfaltung der Persönlichkeit geht nicht bei Quarantäne / Hausarrest
  • Artikel 4, Glaubensfreiheit, Gottesdienste wurden verboten
  • Artikel 8, Versammlungsfreiheit. Demonstrationen wurden verboten
  • Artikel 11, Freizügigkeit, Einschränkungen der Reisefreiheit
  • Artikel 12, freie Berufswahl, Zwangsschließungen von Geschäften
  • Artikel 13, Unverletzlichkeit der Wohnung. Ein Amtsarzt darf unter Umständen eine Wohnung betreten und eine mutmaßlich infizierte Person untersuchen
  • Artikel 14, Eigentum. Unter anderem uns Gastgebern ist verboten ihr Eigentum zu nutzen.

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Freiheit oder Zwang?

„Die Bürger werden wie Kinder behandelt, die alles umsonst bekommen und dadurch mental abhängig werden.“ Peter Sloterdijk

Anders ausgedrückt haben soll es der chinesische Philosoph Laotse vor über 2000 Jahren: „Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.“ Laotse.

Der aktuelle Großinterview von Peter Sloterdijk ist lesenswert. Interviewt wurde er von Lucius Maltzan und Simon Nehrer im Dezember 2020.

Was kommt nach Covid?

Angst sollen wir schon haben, so lange ich die Welt bewusst wahrnehme. Darüber habe ich schon mal vor einiger Zeit geschrieben.

An der jetzigen Kampagne finde ich vor allem beeindruckend, wie gut Gehorsam funktioniert. So abstrus die Vorschriften auch sein mögen. Vorschrift ist Vorschrift, denn Ansage ist auch, dass nichts in Frage gestellt werden soll. Wer gegen irgendwas verstößt, wird schnell jemanden aus der Gesellschaft finden, der ihn sanktioniert oder denunziert. In der Konsequent ist es so wie das im Milgram Experiment erforscht wurde. „Die Welle“ ging auch in eine ähnliche Richtung. Und die Geschichte zeigt eindrucksvoll wozu Gehorsam führen kann.

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ Quelle

Wenn das eigentliche Virus nicht mehr genug Angst und Schrecken verursacht, werden Mutationen zu Rate gezogen. „Die Impfung“ wurde von Anfang an als die Rettung angesehen. Impfstoffe wurden auf die Schnelle entwickelt, können jetzt nicht schnell genug geliefert werden. Schulden werden bis weit über die ökonomische Schmerzgrenze gemacht. Lokale soziale und wirtschaftlichen Strukturen werden zerstört. Menschen werden in finanzielle Abhängigkeit gedrängt. Fragen werden mit Diskreditierung beantwortet. Tut mir leid, mir fehlt dafür schon länger das Verständnis. Was kommt nach Covid oder was ist die nächste Eskalationsstufe innerhalb der laufenden Kampagne? Inzwischen ist leider mit allem zu rechnen.

Angst habe ich immer noch nicht. Und das ist auch das Hauptsächliche, was ich meinen Kindern mitgeben möchte. Lasst Euch keine Angst machen. Vertraut Euren Fähigkeiten, vertraut Eurer Intuition. Bleibt aufmerksam und kritisch gegenüber Propaganda, seht Euch die Quellen an und macht Euch selber ein Bild. Das Tückische an Propaganda ist, dass es sehr schwer ist ihr zu entkommen. Es hat aber auch niemand behauptet, dass das Leben einfach wäre.

Ich möchte auf keinen Fall eine Viruserkrankung verharmlosen. Nur bin ich mit dem, was im Allgemeinen als Gesundheit bezeichnet wird, nicht einverstanden. Darüber habe ich hier schon geschrieben.