Kategorie-Archiv: Unabhängigkeit

Ein dunkler Tag für die Meinungsvielfalt

Es bleibt abzuwarten wie die Entwicklung weitergeht, die heute mit der Verabschiedung des NetzDG angestoßen wurde. Das NetzDG wird gerne auch als „die Privatisierung der Zensur“ bezeichnet.

So wie es sich darstellt wird durch das NetzDG privaten Firmen auferlegt die Aufgaben eines Richters zu übernehmen. Sicherlich gibt es viele Beispiele in denen im Netz z.B. Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Da ist es wünschenswert, dass dem schnell mit den bereits vorhandenen rechtstaatlichen Mitteln begegnet wird. Wenn aber der Rechtsstaat seine Verantwortung, wie jetzt geschehen, privaten Unternehmen überträgt, darf man das inakzeptabel finden. Denn es geht nicht nur um etwaige Beleidigungen.

Möglicherweise verschwinden auch aus rein betriebswirtschaftlicher Vorsicht wegen der drohenden massiven Strafen ganz andere Meldungen und Meinungen, weil sie nicht dem Meinungsmainstream entsprechen. Das bedroht die Meiungsvielfalt. Die Tatsache, dass wir schon jetzt in einem Land leben, in dem alles möglich scheint aber Abweichungen vom Mainstream gerne von der Gesellschaft sanktioniert werden, wird damit nicht besser.

Demografische Zielgruppenausrichtung

Sie sind so und so alt, haben den oder den Familienstand, wohnen zur Miete oder haben Wohneigentum, arbeiten angestellt oder selbständig und so weiter. Das war die Definition von Kunden im letzten Jahrhundert.

Irgendwie war schon immer klar, dass das eigentlich nicht besonders präzise ist. Tatsächlich geht es weniger um demografische Daten sondern mehr um Einstellungen.

Wer das richtig gut kann, wird hier vorgestellt.

Zitat aus dem Artikel: „Jeder Einkauf mit der Karte, jede Google-Anfrage, jede Bewegung mit dem Handy in der Tasche, jeder Like wird gespeichert.“

Cambridge Analytics ist laut Wikipedia known for involvement „in military disinformation campaigns to social media branding and voter targeting“

„Und da habt Ihr alle freiwillig mitgemacht?“, höre ich schon wieder meine Enkelkinder fragen …

Whatsapp ohne Smartphone

Es gibt gute Gründe ein schlechtes Gefühl beim Benutzen eines Smartphones zu haben!

Für viele Menschen ist die Benutzung von Whatsapp oder anderen mobilen Instant-Messengern ein maßgeblicher Grund nicht zu einem „Mobiltelefon“ zurückzukehren.

Für Whatsapp gibt es (im Gegensatz zu z.B. Telegram) keine Anwendung, die nicht auf einem Telefon läuft. Man kann aber ohne große Umstände mit einem PC über eine virtuelle Maschine so tun als wäre er ein Telefon.

Whatsapp lässt sich dadurch auch auf einem PC installieren. Man braucht dafür den Smartphone-Emulator Genymotion und Virtualbox.

Beides läuft auf einem 64Bit-Rechner mit Virtualisierungsfunktionalität (VT-X).

Eine schöne Anleitung für die Installation auf Debian 8 ‚Jessie‘ ist hier zu finden.

Für Windows und Apple gibt es das auch unter den gleichen Produktbezeichnungen. Aber vielleicht ist der nahende Jahreswechsel auch eine gute Gelegenheit auf mehr Freiheit zu setzen und auf Linux umzusteigen.

Ich habe nichts zu verbergen

Ich habe nichts zu verbergen ist ein großes Argument, wenn es um die Erfassung und Auswertung von persönlichen Daten geht. „Wenn es der Sicherheit und Terrorbekämpfung dient“, bin ich dafür.

Die Definition von Terrorismus ist der entscheidende Punkt

Natürlich möchte ich keine Terroranschläge und alles unterstützen, um die öffentliche Ordnung zu erhalten. Es ist aber noch nicht lange her, da wurde beispielsweise die Anti-Atomkraft-Bewegung mindestens kriminalisiert. Möglicherweise wurden deren Anhänger von der einen oder anderen Institution auch als Staatsfeinde / Terroristen gesehen.

Vor allem bemerkenswerte Initiativen im Wendland haben trotz zum Teil breiter Presse- und Polizeigewalt fast 40 Jahre ihren Widerstand gegen die Lagerung von Atommüll aufrechterhalten (und noch nicht gewonnen).

Heute würde wohl kaum mehr jemand öffentlich einen Atomkraftgegner als Terroristen oder als Kriminellen bezeichnen. Das war vor ein paar Jahren noch anders.

Heute gelten zum Beispiel Menschen wie Julian Assange oder Edward Snowden in gewisse Kreisen als Terroristen. Obwohl sie möglicherweise letztlich nichts anderes getan haben als darauf hinzuweisen, dass einige staatliche Organisationen gegen Gesetze ihres Staates verstoßen haben. Ob das wirklich Terrorismus ist, kann hier nicht entschieden werden.

Bargeld nutzen wo immer es geht

Ohne die Alternative Bargeld und die Möglichkeit des Bank-Run gibt es nichts, was die Banken davon abhalten kann, Ihre Risiken ins Unermessliche zu steigern. Mit welchen Risiken Banken jetzt schon arbeiten, war mindestens 2008 zu sehen.

Sehr anschaulich dargestellt wird diese Funktion des Bargelds in dem Buch „Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen“ von Norbert Häring.

Don’t stop using cash! Auch wenn es manchmal unbequem ist und Interessenvertreter international stark dagegen vorgehen (nach dem Motto: „Bargeld benutzen nur Drogenhändler und Schwarzarbeiter“).

Lass Dich nicht verunsichern und zahl in bar, wo immer es möglich ist.

Wo sind die Ideen der AfD

Eines vorweg: die AfD ist für mich keineswegs eine wählbare Alternative.

Vor ein paar Jahren sah das anders aus. Warum? Weil die AfD noch nicht das war, was sie heute darstellt. Die Personen, durchgehend ausgewiesene Wirtschaftswissenschaftler, die ich 2013 unterstützt habe, spielen heute (in der AfD) keine Rolle mehr.

Die durchaus berechtigte kritische Betrachtung von wirtschafts- und finanzpolitischen Themen, mit denen die AfD bei ihrer Gründung angetreten sind, sind aus der politischen Debatte verschwunden. Das darf bedauert werden.