Kategorie-Archiv: Unabhängigkeit

Glyphosat im Bier

Ein Aufschrei geht durchs Land: Im Bier ist Glyphosat. Und wo ist die Überraschung? Malz wird aus Gerste hergestellt und Glyphosat alias Round-Up wird in der Landwirtschaft gerne als Totalherbizid vor der Stoppelbearbeitung oder auch direkt nach der Saat eingesetzt. Das wird schon seit Mitte der 1970er Jahre so gemacht. Also, was soll jetzt der Lärm? Wir wollen es so. Ansonsten würden wir keine Lebensmittel im Supermarkt kaufen sondern im Biofachhandel (nein, nicht im Discounter!) oder direkt beim Bauern unseres Vertrauens. Wer hat also die Verantwortung für Deine Ernährung und Deine Gesundheit? DU, niemand anders!

In Ländern, in denen Genmanipulation in der Landwirtschaft zugelassen ist, kann Glyphosat auch in der Kultur eingesetzt werden. Die Kulturpflanze wurde „einfach“ so verändert, dass sie Glyphosat vertragen kann. Ein Nebeneffekt ist, dass die „Unkräuter“ sich auch entwickelt haben und es verstärkt glyphosat-resistente Unkräuter gibt.

Man sehe sich mal einen gewöhnlich bewirtschafteten Acker an und stelle sich die Frage, warum da außer der Kulturfrucht nichts anderes wächst? Ein ökologisch bewirtschafteter Acker sieht deutlich anders aus. Deshalb sind die Erträge in der Ökolandwirtschaft auch geringer und das Ökozeugs teurer (wenn es nicht von sonstwo importiert wird).

Glyphosat in Brot? Natürlich!

Natürlich ist auch Glyphosat im Brot, hier hat die entsprechende Interessenvertretung aber professionell gearbeitet und rechtzeitig dafür gesorgt, dass die Grenzwerte erhöht wurden. Das schreibt zumindest der WDR: „Als die Lebensmittelüberwachung in 2011 bei 34 Proben erhöhte Rückstandsmengen von Glyphosat feststellte, stellten die Lebensmittelhersteller an die deutschen Behörden einen so genannten „Importtoleranzantrag“. Daraufhin wurde der Wert von 0,1 mg/kg auf 10 mg/kg angepasst.“ Also … geht doch!

Damit ist dann alles wieder gut und es schließt sich der Kreis zu meinem vorigen Beitrag: „Wir brauchen weniger Kontrollen!

Wenn Du mehr zum Thema erfahren möchtest. Hier ist ein ganz langer Artikel mit vielen teilweise uralten Quellenangaben zum Thema Glyphosat.

Weniger Kontrollen, mehr Verantwortung

Ich wünsche mir Politiker, die für weniger Kontrollen eintreten. Dem Zeitgeist entspricht das leider nicht. Überall ist von mehr Kontrollen die Rede. Und erstaunlicherweise regt sich selten Widerstand. Dabei haben Kontrollen neben Kosten und Eingriffen in die Persönlichkeitsrechte häufig einen entscheidenden Nebeneffekt: sie bringen nicht die gewünschte Verbesserung des kontrollierten Sachverhalts. Auch wenn es nicht unbedingt immer zielführend ist, mit Negativbeispielen die Gültigkeit des Gegenteils beweisen zu wollen möchte ich ein Beispiel anführen: trotz Vorratsdatenspeicherung de luxe ist die Sicherheitslage in Frankreich im europäischen Vergleich nicht als besonders positiv zu bezeichnen.

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Qualitätsmanagement ist noch nicht alt

Wir Menschen der Gegenwart meinen alles technisch lösen zu können. Bei einer Maschine mag es sein, dass mit der Menge der erfassten Systemdaten auch die Vorhersage eines Versagens dieser Maschine exakter wird. Je mehr gemessen wird, desto besser ist das Ergebnis der Berechnung. Es ist noch nicht lange her, da wurde im industriellen Qualitätsmanagement etabliert, die Ausschussquote dadurch zu verringern, dass Fehler durch Kontrolle während des Produktionsprozesses identifiziert werden. Heute klingt das trotzdem schon fast banal, obwohl Kaizen noch längst nicht in allen Bereichen der Gesellschaft angekommen ist.

Die Gesellschaft ist keine Maschine

Bei der Gesellschaft funktioniert diese Art Qualitätsmanagement nicht. Menschen verhalten sich im Gegensatz zu Maschinen nicht rational. Rationales Verhalten wird häufig unterstellt und als Prämisse für Modellrechnungen zum Beispiel in der Wirtschaftswissenschaft verwendet. Weil sich Menschen meistens nicht rational verhalten, liegen Berechnungen und Prognosen so oft neben der Wirklichkeit. Nicht mal Wahlprognosen sind zuverlässiger als der Wetterbericht, trotzdem werden sie gemacht. Und dass Verbraucher lieber sagen, dass sie keine industrielle Landwirtschaft möchten als tatsächlich über ihr Konsumverhalten nachzudenken (geschweige denn es zu ändern), ist auch kein Geheimnis.

Nicht Kontrollen optimierten sondern Rahmenbedingungen

Kontrollen schaffen Arbeitsplätze für Kontrolleure. Das ist unbestritten wahr, allerdings auch volkswirtschaftlicher Humbug. Kontrollen kosten natürlich Geld. Der Haken daran ist, das Geld nicht auf Bäumen wächst. Dieses Geld muss erwirtschaftet werden. In der Kontrollbehörde schafft das Geld keinen zusätzlichen Wert. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Nicht zuletzt deshalb, weil es auf dem Arbeitsmarkt für viele Bereiche keine qualifizierten Kontrolleure gibt. Da tut man so als hätte man alles im Griff. Es scheitert aber daran, dass niemand tatsächlich die Arbeit macht. „Wir haben alles im Griff“, fast klingt es ein bisschen wie die Durchhalteparolen der DDR.

Wie schön wäre es statt Kontrollen zu verstärken, die Rahmenbedingungen zu verbessern? Gute Rahmenbedingungen sorgen automatisch für weniger Kontrollbedarf. Jeder Mitarbeiter einer Kontrollbehörde sollte alles dafür tun, dass die Rahmenbedingungen seines Sachgebiets so gut werden, dass niemand Interesse hat, gegen Regeln zu verstoßen.

„Moment“, mag der eine oder andere denken, „dann würden die Kontrolleure ihren eigenen Arbeitsplatz in Frage stellen.“ Richtig, das wünsche ich mir von jedem einzelnen Kontrolleur. Denn ansonsten sieht es so aus als wäre Kontrolle ein Selbstzweck, damit die Arbeitsplätze der Kontrolleure erhalten bleiben. Wenn es das ist, dann gibt es allen Grund für den Abbau von Kontrollen zu sein.

„Das ist naiv“, denken Sie. „Stimmt“, sage ich, „leider.“

Voraussetzungen für weniger Kontrollen

Kontrollen abbauen geht nicht ohne Verantwortungsbewusstsein. Verantwortungsbewusstsein gegenüber sich selbst und gegenüber der Gemeinschaft. Dafür brauchen wir echte Bildung, die uns Menschen frei und unabhängig macht.

Es gibt Menschen, die behaupten, dass ein Staat keine selbständig denkenden, unabhängigen Menschen haben möchte, weil die nicht so leicht zu regieren seien. Das Volk muss aber denken, dass es frei und unabhängig ist, weil das der Wunsch der Menschen ist. Im Moment nicht mehr als eine These. Eine These darf aber gerne gültig oder zumindest möglich sein bis das Gegenteil bewiesen ist!

„Die Freiheit nutzt sich ab, wenn Du sie nicht nutzt.“ (Reinhard Mey)

Mein konkreter Wunsch an die Politik

Mein Hauptwunsch an die Politiker hat sich seit 2005 nicht geändert: traut Euren Bürgern etwas zu, gönnt ihnen die Freiheit, zumindest einen Teil ihrer Probleme selbst zu lösen.

Einen herzlichen Dank an die Bewegung der Waldorfschulen, die ihre Schüler zum selbständigen Denken befähigen! Und: nein, Libertär ist kein Schimpfwort!

Bios Update

Nicht erst seit dem aktuellen Desaster im Bundestag ist bekannt, dass es Viren gibt, die das BIOS des Rechners angreifen. Das BIOS ist die Ebene, die vor dem Betriebssystem und somit vor allen Virenscannern läuft. Für diese BIOS-Viren ist es dann egal, welches Betriebssystem auf dem Rechner eingesetzt wird. Nichts ist sicher in der digitalen Welt. Vorsicht ist nach wie vor die Mutter der Porzellankiste. Das Schwierige ist die Beurteilung der Gefahr, um die Intensität der Vorsicht einschätzen zu können. Kaum jemand steigt durch, welche Gefahren uns als Mensch durch die permanente Aufzeichnung und mögliche Auswertung der Datenspur droht.

„Going Offline“ oder extrem paranoides Online-gehen ist vielleicht nicht ohne Grund gerade unter Menschen, die sich mit IT-Sicherheit auskennen, ein beliebter Weg. Aber wie praktikabel ist das in einer Welt voller digitaler Verlockungen? Wegschauen ist eine Möglichkeit, aber sicherlich nicht die beste.

Ich belasse es fürs erste auch beim BIOS-Update. Das ist einfacher als man auf den ersten Blick denkt und überschreibt (vielleicht?) mögliche Trojaner oder Keylogger, die es sich im Laufe der Jahre möglicherweise auf dem BIOS gemütlich gemacht haben.

Meistens gibt es exe-Archive mit dem BIOS. Die kann man unter Linux mit p7rar entpacken

Lenovo Ubuntu installieren

Ich habe gerade einen Lenovo B50-45 in der Werkstatt, um Ubuntu zu installieren. Dafür muss man wissen, wie man ins BIOS kommt. Beim genaueren Hinsehen erkennt man, dass die F-Tasten erst mit der FN-Taste aktiviert werden. In die BIOS-Einstellungen kommt man mit F2, also beim Start FN + F2 drücken. Eine ausführliche Anleitung zur Einstellung der Bootreihenfolge gibt es hier im Video.

Problematisch an dem Lenovo Thinkpad ist, dass WLAN nicht out of the box mit ubunut läuft. Hier sind ein paar Lösungen beschrieben. Ich glaube bei mir war das Kernel-Update der ausschlaggebende Punkt, vielleicht auch in Verbindung mit dem Update des Treibers der WLAN-Karte. So genau habe ich das nicht verfolgt, jedenfalls läuft es jetzt. :)

Open Source Geschäftsmodelle

Prägend für Open Source Software ist der offenen Quellcode, der eine Anpassung und Weiterentwicklung durch jeden mit der entsprechenden Kompetenz ermöglicht. Wenn Open Source Software für viele einen praktischen Nutzen schafft, kann das zu einer großen Verbreitung führen. Es wird auch von „freier Software“ gesprochen. Hier ist aber frei im Sinne von „Freiheit“ zu verstehen, nicht wie „Freibier„.

Denn auch Open Source Software kostet Geld. Deshalb braucht es ein Geschäftsmodell, wenn es sich um mehr handelt als ein kleines Projekt, das in der Freizeit entwickelt werden kann.

Hier sind ein weiterführende Links zum Thema „Open Source Geschäftsmodelle“:

  • http://t3n.de/magazin/geschaftsmodelle-open-source-unternehmer-welche-ansatze-221154/
  • http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/wi-enzyklopaedie/lexikon/uebergreifendes/Kontext-und-Grundlagen/Markt/Open-Source-Software
  • http://www.opensourcejahrbuch.de/portal/article_show?article=II-5-Leiteritz.pdf
  • http://www.patentanwalt.cc/2012/02/open-source-als-geschaftsmodell.html
  • http://softwarebusinessmodels.net/OpenSourceBusinessModels.html#.VQXHhvmLe1E
  • http://www.brennecke.pro/13827/Open-Source-Einfuehrung—Teil-1-Technische-Aspekte-und-oekonomische-Chancen

Falsche Tatsachenbehauptungen

Wer etwas behauptet, was falsch ist oder was er / sie nicht belegen kann, bewegt sich auf dünnem Eis. Ich habe mich zu dem Unterschied zwischen Tatsachenbehauptung und Meinungsäußerung schon 2005 intensiv geäussert.

Gegen falsche Tatsachenbehauptungen kann man in Deutschland und anderen Rechtsstaaten aus guten Gründen vorgehen. Jemand, der sich mit einer falschen Tatsachenbehauptung konfrontiert sieht, kann nach meinem gesunden Menschenverstand sicherlich von dem Verantwortlichen für diese Tatsachenbehauptung verlangen.

  • Unterlassung
  • Widerruf
  • Schadensersatz
  • Gegendarstellung
  • Löschung

Dr. Udo Ulfkotte berichtet in seinem Buch „Gekaufte Journalisten“ von seiner langjährigen journalistischen Tätigkeit bei der FAZ. Ich habe das Buch noch nicht gelesen, enthalten sein sollten aber extreme Vorwürfe, was die angeblich mangelnde Unabhängigkeit verschiedenen rennomierter Presseorgane in Deutschland angeht. Jetzt sollte man eigentlich denken, dass die FAZ juristisch dagegen vorgeht, weil sie sich falscher Tatsachenbehauptungen ausgesetzt sieht. Es scheint aber so zu sein (wenn das folgende Dokument kein Fake ist) dass die FAZ sich nicht äussert sondern die Behauptungen von Herr Ulfkotte hinnimmt. Was das bedeuten kann, soll jeder für sich intepretieren.


Telefon Interview mit der Frankfurter… von faz-zensiert

Frische Brötchen

Frische Brötchen sind uns so wichtig, dass wir sogar in Kauf nehmen, dafür richtig lange in der Schlange vor dem Bäcker zu stehen. Auf dem Foto ist die Bäckerei Olandt in Dahme zu sehen. Da lohnt das Warten möglicherweise wirklich, denn hier wird in der Backstube hinter dem Laden tatsächlich mit Mehl, Wasser und Hefe gebacken.

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Was ist aber in den allermeisten Verkaufsstellen für Backwaren ein frisches Brötchen?

Uns scheint es egal, was in diesem Brötchen drin, ist Hauptsache es ist noch warm, wenn es in der Tüte ist. Ein warmes Brötchen muss frisch sein. Es scheint uns dabei nicht zu interessieren, ob ein vorgebackener, tiefgefrorener Teigling vor einem halben Jahr aus monatealtem Mehl hergestellt und dann an der Tankstelle oder im Supermarkt fertiggebacken wurde.

Vor diesem Hintergrund kann ich es schon fast verstehen, dass sich jemand vor einer richtigen Bäckerei in die Schlange stellt. Vor der Bäckerei Puck sieht es auch nicht anders aus. An der Tankstelle gibt es keine Schlange. Das kann aber auch daran liegen, dass wir im Ort zwei richtige Bäckereien haben. In Orten ohne Bäckerei stehen die Menschen am Sonntag vielleicht auch vor dem Backshop in der Schlange um ein aufgewärmtes Stück Nahrungsmittel zu kaufen.

Die beiden genannten Bäckereien machen sehr gute Arbeit, aber es geht noch einen Schritt weiter. In der Bäckerei auf dem Hof Klostersee wird, wie auf anderen DEMETER-Höfen dieser Welt nicht nur frisch angerührter Teig zu Brot und Brötchen gebacken. Hier wird auch das Vollkornmehl (nein, kein gefärbtes Weißmehl) aus robusten, regionalen Sorten, biologisch-dynamisch vor Ort angebautem Getreide erst ein paar Stunden vor der Verarbeitung gemahlen. Das ist frisch und das unterscheidet das Lebensmittel vom Nahrungsmittel. So ein Brötchen braucht auch nicht warm zu sein, um Frische vorzutäuschen.

Warum wir weniger Kontrollen brauchen

Egal um welches Thema es geht. Wenn ein Skandal aufgedeckt wird, kommt die Antwort: wir brauchen mehr Kontrollen. Ich stelle die These auf: wir brauchen weniger Kontrollen. Aus verschiedenen, einleuchtenden Gründen.

1. Kontrollen sind Kosten ohne eigene Wertschöpfung. Dadurch werden Produkte und Prozesse, die kontrolliert werden, teurer. Je größer die Abweichung zwischen Kosten der eigentlichen Wertschöpfung und effektiven Kosten, desto höher der Reiz, an den Kontrollen vorbei zu arbeiten. Hier droht ein Teufelskreis.

2. Noch wichtiger ist aber ist die andere Seite: wir sind als Konsumenten daran gewöhnt, dass alles kontrolliert wird. Wenn auf einem Billig-Produkt aus dem Discounter ein BIO-Zertifikat klebt, wird das schon richtig sein. Wenn wir Kleidung oder Spielzeug für Centbeträge kaufen, wird das schon richtig sein. Denken wir.

Wir verlernen durch die Zunahme von Kontrollen selber zu denken und die Verantwortung zu übernehmen. Ich wünsche mir einen Staat, der seinen Bürgern etwas zutraut und ihnen Verantwortung überträgt. Damit stellt sich allerdings der Staat selbst in Frage, denn er lebt von der Kontrolle. Ohne Kontrolle kein Staat. Ein Politiker, der auf mehr Selbstverantwortung des Volkes drängt, stellt sich eventuell selbst in Frage. Das ist nicht jedermanns Sache!

Wir brauchen mehr Vertrauen und mehr Selbstkontrolle. Jeder soll sich überlegen, was er tun kann. Und wenn wir vorhaben Dinge zu tun, die wir nicht selber kontrollieren können, sollten wir sie vielleicht lassen und nach Alternativen suchen, die näher dran sind. Think global, act local!

DKMS Datenschutz

Es ist sicherlich ein redliches Anliegen, dass die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH mit dem Handelsregistereintrag: HRB 381293 beim Amtsgericht Tübingen mit ihrem Unternehmenszweck verfolgt. Es geht um den Aufbau einer Datenbank über die Knochenmarkspender, um akute Hilfe für an Leukämie erkrankte Menschen organisieren zu können. Stammzellen müssen zueinander passen, das ist etwas komplizierter als bei der Blutspende. Deshalb braucht es eine entsprechend große Basis möglicher Spender.

Als potentieller Spender soll man sich in der Datenbank des Unternehmens registrieren und dann mit einem Wattebausch einen Abstrich der Wange einschicken. Dieser wird dann analysiert und in einer Datenbank der DKMS eingetragen.

Natürlich muss sich die DKMS an geltende Datenschutzgesetze halten. Aber Gesetze können sich auch ändern. Und in diesem Fall kann diese riesige Gendatenbank durch eine Gesetzesänderung oder einen Einbruch in die Datenbank einfach ausgelesen werden. Interessant sind die Alternativen der Anonymisierung, die ein Blogger schon im Jahr 2008 vorgestellt hat. Das war lange bevor die Aktivitäten der weltweiten Geheimdienste publik wurden. Es geht dabei wie schon erwähnt nicht um ein Misstrauen gegen das Unternehmen DKMS sondern die Tatsache: “vorhandene Daten wecken Begehrlichkeiten” (Quelle des Zitats in diesem Zusammenhang).

Welche Daten erhebt die DKMS überhaupt?

Sicherlich könnte die DKMS eine Datenbank mit genetischen Fingerabdrücken aufbauen. Laut Selbstaufkunft tut sie es allerdings nicht. Es werden nur die HLS-Merkmale identifiziert, das entspreche nicht dem „genetischen Fingerabdruck„. Hier liest sich das allerdings anders.

So gern ich auch etwas für Leukämiekranke tun würde, tue ich mich eher schwer, mich bei dieser Datenbank zu registrieren. Sympathischer wäre mir persönlich ein System mit mehrstufiger Anonymisierung.