27. Jul. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
Die Tretboot Trophy kann als voller Erfolg gewertet werden. 38 Teams haben sich am letzten Wochenende einen erbitterten Wettkampf um die Ehre und die attraktiven Preise geleistet und sich nichts geschenkt. Teams wie “Keine Rücksicht auf Verluste”, “Die Unbesiegbaren”, “Das magische Zweieck” oder “Bunte Mischung” haben sprichwörtlich mit allen Mitteln um den Einzug ins Finale gekämpft. In der Endrunde hatten “Der alte Mann und der Schüler” die kräftigsten Waden. Vor allem “der Schüler” aus dem Team hat beim abschließenden Spurt über den Strand gezeigt was er kann. Mit ihrer Bestzeit lagen sie nur eine halbe Sekunde vor den “Kruses”. Die beiden Männer können sich auf eine Woche Urlaub im Haus Meeresrauschen in Dahme direkt am Deich freuen. Wie spannend die Tretboot Trophy war, kann man an den Finalzeiten ablesen. Gerade einmal 11 Sekunden trennten den ersten vom zehnten Platz.
Das 2. Sommerfest der Milchbar Dahme war der Rahmen für die Jedermann-Regatta. Hier hat am Freitag Andre Sandten von RSH für Stimmung gesorgt, am Samstag hat Starlight Excess den Strand wieder einmal zum Kochen gebracht und am Sonntag hat Feelings einen runden Abschluss gemacht. Stefan und Ilja haben auf ihren Webseiten schon ein drittes Milchbar Sommerfest versprochen.
19. Jul. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
“De Düdesche Slömer” ist ein Drama aus dem 16. Jahrhundert, mit dem sich der Verfasser Pastor Johannes Stricker bei der nach der Reformation herrschenden Klasse in Holstein wenig Freunde gemacht hat. Er hat sein Heimatdorf Grube verlassen, weil er nicht ermordert werden wollte. “De Düdesche Slömer” ist vom Inhalt her eine frühe Version des “Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes.”
In Grube finden seit über 20 Jahren in der über 700 Jahre alten Backsteinkirche des kleinen Dorfes im Ostseeferienland regelmäßig Aufführungen des “Deutschen Schlemmers” in wechselnden Besetzungen statt. Gestern hat die Gruber Slömergruppe vor vollbesetztem Haus in fast vollständig neuer Besetzung eine Glanzleistung hingelegt. Es stimmte von der schauspielerischen Leistung über die Kulisse bis zur Maske und den maßgeschneiderten Kostümen alles. Bedauerlich war lediglich, dass nach den minutenlangen Ovationen der Abend abrupt zu Ende war.
Die Entwicklung der Slömer-”Festspiele” muss aber noch nicht am Ende sein. Die Bürgermeisterin hat in Ihrer Ansprache visionär auch die Salzburger Festspiele erwähnt. Das ist nicht weit hergeholt. Die Salzburger Festspiele sind seit der Uraufführung des “Jedermann” 1920 weltbekannt geworden. Der Slömer hat das Zeug zu mehr. Den touristischen Megatrend “Authentizität” erfüllt das plattdeutsche Stück von Grund auf. Zu allem anderen hat Grube mit seiner Geschichte und Tradition das Zeug und in Kooperation mit den Freunden im Ostseeferienland das notwendige Potential für ein touristisches Megaevent, wenn es das denn werden soll.
Es bleibt nur zu hoffen, dass die mögliche Entwicklung der Slömer-Festspiele nicht an einem der Kirchtürme hängenbleibt, der möglicherweise auch das Ostseeferienland zumindest schon fast auf dem Gewissen hat.
14. Jul. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
Das Wort Abkassieren hat im allgemeinen Sprachgebrauch einen eher negativen Beigeschmack. Ich glaube, ich bin nicht der einzige, der das so empfindet. Auch bei der Suche nach “Abkassieren” bei verschiedenen Suchmaschinen, werden überwiegend Suchergebnisse geliefert, die das Wort im negativen Zusammenhang enthalten. Mein Versuch einer Definition für den Begriff “Abkassieren”: Geld einnehmen ohne eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen.
Neulich fragte mich ein Kellner in einem Café, ob er schon mal “abkassieren” könnte. Das habe ich natürlich verneint, weil ich nicht abkassiert werden möchte. Ich hab ihm die Chance gegeben, die Frage noch einmal zu wiederholen. Leider hat er nicht verstanden, was ich meinte. Heute hab ich in einem anderen Café in der gleichen schuckeligen Ostseestadt ziemlich genau das gleiche Erlebnis gehabt. Vielleicht war es der gleiche Mitarbeiter, der in dem anderen Laden mitlerweile rausgefolgen ist? Kann aber nicht sein, denn heute war es eine Frau.
Ich bin jetzt zu dem Schluss gekommen, dass die Mitarbeiter vermutlich nichts dafür können. Die Ausdrucksweise könnte von internen Sprüchen hinter den Kulissen kommen wie: “Geh mal eben Tisch 12 abkassieren”. Eine imho unmögliche Ausdrucksweise, die den Kunden zum Zahlobjekt degradiert. Das hat auch in der internen Kommunikation nichts zu suchen. Die (Aushilfs)kellner denken sich nichts dabei und werfen dem Kunden die gleichen Wörter an den Kopf und hin ist der Ruf.
Mit dem Wort abkassieren ist der Vorgang “Rechnung begleichen” gemeint. Wie kann man es schöner ausdrücken als “Darf ich mal bitte abkassieren?” Das ist sicherlich von Fall zu Fall verschieden. Bei kleineren Summen wie hier im Beispiel Café ist “kassieren” vollkommen ausreichend und der Kunde fühlt sich nicht abkassiert. Bei größeren Rechnungen kann man zum Beispiel mit dem Kunden “die Rechnung besprechen” oder sich “über die Rechnung unterhalten”.
Ich bin mit meiner Meinungsbildung noch nicht am Ende. Anregungen nehme ich gerne über die Kommentarfunktion auf.
11. Jul. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus Unabhängigkeit
„Die Wahrheit zu sagen. Versprechen zu halten.
Die Verantwortung für persönliche Fehler übernehmen,
im Beruf und täglichen Leben.
Zu sein, wer man zu sein behauptet,
zu tun, was man zu tun ankündigt.
Das sind die Tugenden der Rechtschaffenheit.“
Das oben Zitierte ist der Leitspruch der Rechtschaffenen Fremden, einer Kooperation reisender Handwerksgesellen aus den Bereichen Holz und Stein. Zu erkennen sind die rechtschaffenen Fremden an ihrem schwarzen Zunftschlips (Ehrbarkeit). Wie viele Handwerksgesellen auf Wanderschaft reisen sie drei Jahre und einen Tag und halten dabei eine Bannmeile von 50 km zu ihrem Heimatort ein. Rechtschaffene Fremde sind politisch nicht aktiv und reisen aus Liebe zu ihrem Beruf und um die Unterschiede der Sitten und Gebräuche auf der Welt in ihrem Gewerk und der Gesellschaft im Allgemeinen kennenzulernen. Sie sind nach Aussage der Broschüre der Gesellschaft keine Duckmäuser oder Kinder von Traurigkeit sondern aufrichtige ehrliche Menschen, die wissen was sie wollen und wozu sie leben.
Die Grundsätze der rechtschaffenen Fremden passen gut zu unserem Verständnis von Gastfreundschaft. Es gibt neben den rechtschaffenen Fremden noch weitere Kooperationen von reisenden Handwerksgesellen sowie diverse allein reisende Handwerker. Diese sind uns als Gäste natürlich genauso recht, wenn der Nasenfaktor entsprechend ist.
10. Jun. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
Der folgende Text zum Thema Endreinigung bei Ferienwohnungen soll keine Rechtsberatung darstellen. Ich interpretiere lediglich einige Quellen und stelle meine persönliche Meinung dar. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens.
Die Preisangabenverordnung (PAngV) sieht vor, dass bei der Angabe von Preisen Endpreise angegeben werden müssen. Häufiger Streitpunkt, ist die separate Ausweisung der Endreinigung. Meine persönliche Interpretation der Informationen des DTV zum BGH-Urteil: wenn auf Webseiten oder in einem Katalog nur eine Preisübersicht gegeben werden soll (unverbindliches Angebot), kann die Endreinigung separat ausgewiesen werden. Das gilt insbesondere dann, wenn die Endreinigung als Zusatzangebot zu verstehen ist und ggf. auch vom Mieter übernommen werden kann. Das gleiche gilt für Bettwäsche und Handtücher, die optional dazugebucht werden können. Bei einem konkreten Angebot, das zur sofortigen Buchung auffordert, sollte der zu zahlende Gesamtpreis angegeben werden.
Fazit: wer als Vermieter mit separater Endreinigung arbeitet, sollte keine sofort buchbaren Angebote ins Internet stellen, sondern den Gast lediglich dazu einladen, eine konkrete Buchungsanfrage zu stellen. Im dann folgenden Angebot für einen konkreten Reisezeitraum sollte der individuell kalkulierte zu zahlende Gesamtpreis angegeben werden.
30. Mai. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
Definition von Naturspielplatz: “Ein Platz, an dem erstmal die ganze Natur weggeräumt wurde, damit langweilige Spielgeräte aufgestellt werden können.”
Endlich haben wir einen Naturerlebnisraum; sonst könnten wir jetzt gar keine Natur garnicht erleben.
25. Mai. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
Lobbyarbeit hat einen schlechten Beigeschmack. Letztlich ist es aber nichts anderes als die Pflege von guten Beziehungen. Der Wetterbericht hat bekanntlich einen Einfluss auf kurzfristige Reiseentscheidungen. Und der Wetterbericht hat auch Einfluss auf das Image eines Zielgebietes. Dabei geht es weniger darum, wie das Wetter tatsächlich wird sondern welche touristischen Destinationen im Wetterbericht genannt werden.
Wie das Wetter tatsächlich wird, kann eh keiner sagen. Aussagen wie “an der Ostsee wird es schön”, “an der Nordsee wird es schön”, “im Harz wird es schön” oder “in den Alpen” gehen meteorologisch garnicht. Diese Gebiete sind zwar für die Reiseentscheidung beim Gast wichtig, können aber etliche verschiedene Wetterzonen haben. Die Ostsee hat zum Beispiel die schoenwetterregion.de. Die Gegend um Dahme, Grömitz und Kellenhusen (Ostseeferienland) hat mit fast 2000 Sonnenstunden im Jahr häufig besseres Wetter als in der Wetterprognose für die gesamte Ostsee vorhergesagt. Seit es in Dahme eine Wetterstation gibt, kann die Vorhersage für das Ostseeferienland genauer sein. Aber in den Tagesthemen kann schlecht erzählt werden, wie das Wetter an einzelnen Orten wird.
Deshalb sind jetzt die Tourismusbürokraten am Zug, die Beziehungen zu den Wetterfröschen zu pflegen. Und wenn man die Wettervorhersage für Pfingsten im Vergleich zur Vorhersage zu Ostern zu Grunde legt, hat da der eine oder andere gute Arbeit geleistet. Vielen Dank und weiter so.
23. Apr. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
touristOS ist eine umfangreiche Standard-Software zur Vermarktung touristischer Leistungen, ein Webshop für die Touristik.
Die Entwicklung von touristOS geht mit grossen Schritten voran. Die Version 3 wurde mit den vielfältigen Erfahrungen der vorherigen Versionen komplett neu aufgebaut. Die Anwender werden noch mehr Komfort bei der Bedienung genießen und können sich auf zusätzliche Funktionalitäten freuen. touristOS wird in Zukunft für noch mehr Anwendungszwecke geeignet sein. Das fängt bei der Vermietung von eigenen oder fremden Objekten wie Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Mobilheimen an und hört bei der Vermietung von Stellplätzen oder Strandkörben noch nicht auf. Da touristOS auf Internettechnik basiert, ist eine Bedienung unabhängig vom Standort möglich. So sind beispielsweise zusätzliche Mitarbeiter im Homeoffice in Spitzenzeiten kein Problem. touristOS ist auch und vor allem arbeitssparend.de. Viele Aufgaben wie z.B. Datenerfassung oder der Ausdruck der Buchungsunterlagen können mit touristOS auch vom Gast übernommen werden.
Die neue Version, die voraussichtlich im Sommer diesen Jahres marktreif sein wird, kann zusätzlich zu den Features der Version 2 Mandanten verwalten und ist damit auch für touristische Portale zu verwenden. Die Rechteverwaltung wurde gründlich neu strukturiert und bietet dadurch viele Möglichkeiten unterschiedlichen Zielgruppen (z.B. Mitarbeiter, Eigentümer, Gäste) verschiedene Services anzubieten.
touristOS kann verschiedene Mehrwertsteuersätze auch in Pauschalangeboten verwalten und erfüllt damit vermutlich die Anforderungen des Finanzministeriums nach der Senkung der Mehrwehrtsteuer für Beherbergungsleistungen.
Schnittstellen zu anderer Software wie Finanzbuchhaltung oder Online-Erfassung von Meldescheinen (z.B. Ostseecard) können eingerichtet werden.
touristOS V3 unverbindlich testen? Einfach eine formlose email an post@helge-siems.de
Die Zugangsdaten und weitere Informationen kommen dann nach Fertigstellung der Software.
28. Jan. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
Wer seine Ferienwohnung oder sein Ferienhaus selber vermietet, weiß vermutlich ein Lied davon zu singen. Verzeichnisse für Unterkünfte gibt es viele. Leider sind nicht viele ihr Geld wert. So ein Verzeichniseintragt bringt natürlich nur dann etwas, wenn er zusätzliches Geschäft ins Haus bringt. Die Sommerferien sind nicht schwer zu vermieten. Da bringen zusätzliche Anfragen nichts außer zusätziche Arbeit, wenn man den Anspruch hat, jede Anfrage zu beantworten. Was eigentlich der Anstand gebietet.
Ich bin eher vorsichtig mit Einträgen in Verzeichnisse. Vor allem dann, wenn das Verzeichnis keinen kostenlosen Testzeitraum anbietet. Das ist schon fast unseriös, weil ich nicht weiss, was dabei rauskommt. Ein Anbieter, der seinen Kunden zusätzliches Geschäft vermittelt, kann mit gutem Gewissen Neukunden eine Zeit lang kostenlos eingetragen lassen. Wenn sie merken, dass mit dem Eintrag etwas erreicht wird, werden sie gerne einen angemessenen Beitrag zu den Entwicklungs- und Betriebskosten leisten. So ist jedenfalls meine Erfahrung bei meinem eigenen Verzeichnis bauernhof-ostsee.de
Persönliche Empfehlungen auf Basis guter Erfahrungen gebe ich gerne für folgende Verzeichnisse:
Urlaubanbieter – Weltweites Verzeichnis für Urlaubanbieter.
Ostseeklar.de – Verzeichnis für Urlaub an der Ostsee. Bringt mir zusätzliches Geschäft.
Bauernhof Ostsee – Verzeichnis für Bauernhofurlaub an der Ostsee mit umfangreichem kostenlosem Testzeitraum. Bringt zusätzliches Geschäft.
13. Dez. 2009
von Helge Siems in Kategorie Internet Tourismus
Nachdem ich vorher vom Landesparteitag der Piratenpartei in Lübeck abreisen musste, habe ich noch ein paar Minuten der Veranstaltung mit dem Livestream verfolgt. Viel Hoffnung hatte ich nicht, denn meine DSL-Verbindung hier zu Hause auf dem Land außerhalb eines Ortes ist relativ langsam. In der Regel kann ich keine Filme ohne ruckeln sehen. Da war ich doch wirklich erstaunt, dass der Livestream von LPTSH 2009 schön flüssig ohne ruckeln bei mir ankam. Zumal es sich bei der ausgehenden Verbindung auch um Standard zu handeln scheint.
Wer also mal einen Livestream von einer Veranstaltung machen möchte: die Leute von xincast scheinen was davon zu verstehen.