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Archiv für Tourismus

Kurtaxe rauf – Einnahmen runter?

9. Dez. 2008  von Helge Siems  in Kategorie Tourismus

Durch die Einführung der OstseeCard ist die Akzeptanz der Kurtaxe deutlich gestiegen. So mein subjektiver Eindruck der letzten Jahre bei meinen Gästen. Ich finde die OstseeCard grundsätzlich sympathischer als die vorher üblichen Kurkarten oder Gästekarten. Nicht betrachtet werden soll hier die grundsätzliche Frage nach dem Sinn einer Umlagefinanzierung. Wir haben sie, ich akzeptiere das als Vermieter und halte mich an die demokratisch aufgestellten Regeln.

Anscheinend machen das aber nicht alle Vermieter. Denn es gibt wohl ein Problem mit der “Kurtaxehrlichkeit”. In Grömitz gehe man von 30% oder 700.000 EURO pro Jahr aus, die der Gemeinde dadurch verloren gehen. Nun wird versucht die Einnahmen einer anderen Gemeinde in der Umgebung durch eine Erhöhung der Kurtaxe zu erhöhen.

Die Frage, die mich leitet ist: “Führen höhere Preise automatisch zu höheren Einnahmen?”

Eigentlich ist die Frage schon fast rhetorisch und braucht keine Antwort. Ohne ein Volkswirtschaftsstudium kann man sich mit etwas GMV den folgenden Leitsatz entwickeln:

Preise können erhöht werden, wenn die Nachfrage es zulässt.

Wenn es Probleme mit der Akzeptanz eines Produktes gibt braucht es zumindest gute Argumente, wie die Akzeptanz durch höhere Preise erhöht werden soll. Sicherlich gibt es Produkte im Luxussegment, die so funktionieren. Aber ob das auch für die Kurtaxe in einem Ostseeheilbad gilt, darf sich der geneigte Leser selbst beantworten.

Fragen zur konkreten Lösung:

Was die Vermieter angeht, die zu der offensichtlich geringen Kurtaxehrlichkeit beitragen. Wie kann die Akzeptanz der Kurtaxe / Ostseecard bei den Vermietern erhöht werden?

Wie sind die Befindlichkeiten?

  • Ist das Verfahren der Erfassung zu kompliziert?
  • Ist es zu schwierig, den Gästen die OstseeCard zu verkaufen?
  • Wenn ja, liegt das am Preis / Höhe der Kurtaxe oder an den Leistungen?
  • Wird die OstseeCard zu wenig kontrolliert?
  • Wie sehen die Vermieter die Abschaffung der Inkassoprovision?
  • Oder kommen die Vermieter einfach nicht mit dem Solidaritätsprinzip klar und brauchen Therapie?
  • Haben die hier vielleicht eine Antwort, wenn es um die Erhöhung der Akzeptanz der ostseecard* geht?
  • Oder vielleicht doch besser der hier?
  • Kurtaxe oder Tourismusbeitrag oder OstseeCard oder wie das Kind auch immer genannt wird: Es handelt sich um eine Abgabe, die von Gästen erhoben wird und von den Gemeinden zur anteiligen Finanzierung von Infrastruktur und Veranstaltungen in Urlaubsorten verwendet wird. Kurtaxe wird zum Beispiel im Ostseeheilbad Dahme per Gemeindesatzung von den Vermietern eingezogen. In diesem Zusammenhang finde ich es übrigens interessant, dass die Satzung die Strandkorbvermieter zwar zum Inkasso berechtigt aber nicht verpflichtet, die Kurtaxe einzuziehen. Warum eigentlich nicht? Die Frage geht nicht gegen die Strandkorbvermieter. Aber irgendwie …

    Über den Sinn von Kurtaxe kann man grundsätzlich streiten. Weniger bei der Verwendung der Abgabe für die anteilige Finanzierung der Infrastruktur. Infrastruktur lässt sich schlecht nach dem Verursacherprinzip abrechnen. Aber die Frage sollte grundsätzlich gestattet sein: warum muss ein Gast über eine Umlage Veranstaltungen finanzieren, die ihn eventuell garnicht interessieren? Wenn sich Veranstaltungen nicht über Eintritte oder die Umsätze / Standgebühren finanzieren lassen, könnten sie generell auf den Prüfstand gehören. Ich möchte das an dieser Stelle aber nicht diskutieren. Nochmal: Die Kurtaxe an sich wird hier von mir nicht in Frage gestellt.

    Es wird schon seit Jahren darüber gesprochen, dass die Kurtaxehrlichkeit erhöht werden soll. Trotzdem werden Inkassoprovisionen für die Vermieter im einen oder anderen Ort ersatzlos gestrichen. Gemeindesatzungen verpflichten die Vermieter zum Einzug der Kurtaxe. Für größere Vermieter ist das ein deutlicher Kostenfaktor. Die Online-Erfassung wurde trotz großer Ankündigung vor ein paar Jahren nicht umgesetzt. Komischerweise ist die Aussage: “[...] Positiv ist in diesem Zusammenhang anzumerken, dass Schleswig-Holstein als bundesweiter Vorreiter die Möglichkeit der Online-Erfassung von Meldedaten geschaffen hat. [...]” auch in einer Drucksache des Landtags enthalten.

    Die Umsetzung der Online-Erfassung lässt noch auf sich warten. Jedenfalls ist keine Information bei mir angekommen, dass diese doch nicht umgesetzt wird.

    Gartenreisen

    24. Nov. 2008  von Helge Siems  in Kategorie Garten Tourismus

    Zu Garten und Tourismus passt das Thema Gartenreisen. Viele Urlaubsbauernhöfe haben schöne Gärten, die eine Gartenreise lohnen. Die Themen der Gärten auf den Bauernhöfen sind so vielfältig wie ihre Eigentümer. Gemüsegärten zur Selbstversorgung, Küchenkräuter, Heilkräuter, Beeren für leckere Torten im Gartencafé. Der Begriff Bauerngarten hat sich nicht ohne Grund zu einem feststehenden Begriff herausgebildet.

    Insbesondere in Schleswig-Holstein hat der Besuch von privaten Gärten Tradition. Die Aktion Offener Garten feiert in diesem Jahr das zehnte Jubiläum. Über 240 Gärten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sind dabei. Die Anmeldung für die Aktion Offener Garten 2009 ist noch bis Ende des Jahres möglich.

    Passende Zielgruppen für Gartenreisen sind vor allem auch außerhalb der Schulferien zu finden. Das macht die Veranstaltung von Gartenreisen zusätzlich interessant.

    Ostsee-Tipps auf ostseefreund.de

    12. Okt. 2008  von Helge Siems  in Kategorie Tourismus

    Ostseefreund.de war einige Zeit wegen eines Servercrashs out of order. Jetzt wird auf der alten Domain neuer Inhalt entstehen. Tipps für die Ostsee werden regional strukturiert und mit Tags versehen angelegt. Jeder Ostseefreund kann seine Tipps loswerden. Bei entsprechender Qualität der Inhalte auch mit Link. Ostseefreund.de ist kein Arikelverzeichnis. Es gibt keine Backlinkpflicht.

    Linkliste 2.0

    28. Sep. 2008  von Helge Siems  in Kategorie Tourismus

    Das 2.0 konnte ich mir nicht verkneifen. Irgendwie geht es mir gegen den Strich dieses ständige gezweinulle. Als ob sich sonst nichts weiter entwickeln würde. Ich schreibe über etwas was “früher” Linkliste geheissen hat. Das gibt es heute in dem Sinne nicht mehr. Bringt auch nichts. Linklisten liest niemand und Suchmaschinen langweilt das inzwischen auch. Trotzdem gibt es noch Menschen, die gerne auf andere Webseiten verweisen, die sie gut finden. Ein bisschen redaktionelle Erklärung drumherum und schon ist es keine Linkliste mehr.

    Zum Beispiel zum Thema: Reisen, Deutschland und Weltweit

    Webverzeichnis für die Ostsee

    2. Sep. 2008  von Helge Siems  in Kategorie Tourismus

    Ein neues Webverzeichnis für die Ostsee hat Moritz Bollmann aus Kiel ins Leben gerufen. Das Verzeichnis für Ostsee Ferien bietet kostenlose Einträge gegen Backlink. Das ganze läuft komfortabel und reibungslos per Selbstbedienung ab. Trotzdem wird auf eine gewisse Qualität der Einträge geachtet. Der Punkt Urlaubssuche zeigt, dass das Webverzeichnis nicht nur für Suchmaschinen gemacht ist sondern auch Menschen einen Nutzen bieten soll und wird. Das durchgängig bis ins Detail auf die Belange der Suchmaschinen geachtet wurde wird dem nicht entgegen stehen. Ich wünsche viel Erfolg und viele Besucher für das Webverzeichnis und für die Ostsee.

    Einige Kategorien zur Auswahl:

    • Ferienhaus Ostsee
    • Ferienwohnung Ostsee
    • Bauernhof Ostsee

    PS: Auch gut ist de Pixel-Partisan Webkatalog

    Sterne für Ferienwohnungen

    1. Sep. 2008  von Helge Siems  in Kategorie Tourismus

    Jetzt hat der Gast endlich Sicherheit und verwechselt die Sterne der DeHoGa-Klassifizierung für Hotels nicht mehr mit den Sternen der Klassifizierung für Ferienwohnungen und Ferienhäuser (TIN-Klassifizierung).

    Denn die Sterne des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) der TIN-Klassifizierung sind 8-zackig und stehen auf einer Sternspitze während die Sterne der Deutschen Hotelklassifizierung 5 Zacken haben. (Quelle) Nicht verwechseln darf man natürlich die Klassifizierung für Gästehäuser, Gasthöfe und Pensionen mit der Klassifizierung für Hotels. Kann aber auch nicht passieren, denn vor den Sternen der Gästehäuser, Gasthöfe und Pensionen steht ein G. Jetzt muss man nur wissen, wo eigentlich der Unterschied zwischen einem Gasthof und einem Hotel ist. Das geht aber auch deutlich aus den Informationen des DTV hervor. Denn ein Zimmer in einem 2-Sterne-Gasthof (oder muss es heissen ein 2-Sterne-Zimmer in einem Gasthof?) muss anscheinend einen Farbfernseher und Gesellschaftsspiele haben während man in einem 2-Sterne-Hotel stattdessen auf das Vorhandensein von Hygieneartikeln bestehen darf.

    Klar ist auch, dass Privatzimmer nicht von der Deutschen Hotelklassifizierung bewertet werden sondern vom Deutschen Tourismusverband. Das sieht jeder Gast auf den ersten Blick und ganz eindeutig am P vor den Sternen mit den 8 Zacken, die auf der Spitze stehen. Herzlich willkommen in Bürokratistan.

    Wetterstation Dahme

    22. Aug. 2008  von Helge Siems  in Kategorie Tourismus

    Das Wetter hier an der Ostsee ist besser als sein Image. Wir haben im Ostseeferienland statistisch mehr Sonnenstunden als in Freiburg / Breisgau. Und gefühlt ist es definitiv so, dass das Wetter hier meistens besser ist als die Wettervorhersage prognostiziert.

    Vor gut zwei Jahren hat Jörg Kachelmann die Wetterstation an der Jugendherberge Dahme eröffnet. Es braucht eine Zeit bis eine Wetterstation zuverlässige Daten für die Wetterprognose liefern kann. Jörg Kachelmann sagte sinngemäß zur Eröffnung: In zwei Jahren können wir definitiv sagen, ob Dahme der sonnenreichste Ort Deutschlands ist. Bald werden wir das vielleicht erfahren. Ich habe vorsichtshalber schon mal ein neues Schild für das Ostseeferienland gebaut:

    Schönwetterregion

    Ferienwohnungen Google Maps

    29. Jun. 2008  von Helge Siems  in Kategorie Tourismus

    Ihre Ferienwohnungen mit Google Maps darstellen? Kein Problem mit touristOS … Außerdem kann touristOS Ihre Objekte übersichtlich auf ihren Webseiten darstellen inkl. ausgefeilter Suchmöglichkeit nach freien Terminen.

    Die innovative Software verwaltet Ihre Anfragen, Buchungen und erstellt Ihnen auf Knopfdruck Eigentümerabrechnungen. Völlig unkompliziert und arbeitssparend mit Internettechnologie. touristOS ist auf Ihrem Rechner installiert. Sie haben die volle Kontrolle über die Software und die Ihre Daten.

    Die Entwicklung von touristOS basiert auf langjährigen Erfahrungen in der Vermietung von Ferienwohnungen an der Ostsee. Seien Sie sicher: wir kennen Ihr Geschäft. Und wenn Sie etwas anders machen, ist das auch kein Problem. Ihre Anforderungen nehmen wir ggf. gerne in die Weiterentwicklung von touristOS auf.

    Demozugang zum Testen ist kein Problem. Mehr Informationen? Telefon (04364) 471 866.

    Ferienwohnungen Dahme und Kellenhusen

    dankbar für Kritik

    24. Mrz. 2008  von Helge Siems  in Kategorie Tourismus

    “Jede negative Kritik ist kostenlose Unternehmensberatung.” Die Aussage ist uralt. Seitdem das Web zu dem wird, was es eigentlich immer war, genannt Web 2.0, nimmt die Bedeutung noch mehr zu. Das so genannte und kräftig gehypte Web 2.0 ist eine Plattform, auf der Leute mit gleichen Interessen sich über lokale Grenzen hinaus austauschen können. Geändert haben sich die Systeme, die Anforderungen an die technischen Kompetenzen der Nutzer sind geringer geworden.

    Viele sträuben sich zumindest innerlich, wenn es darum geht, mit den Kunden öffentlich ins Gespräch zu kommen. Es könnte ja etwas Negatives dabei zur Sprache kommen. Märkte sind Gespräche und die Kunden sind der Kernpunkt der Märkte.

    Tourismus und Web 2.0 soll jetzt travel 2.0 heissen. Der Begriff ist nicht neu (hat auch niemand behauptet).

    Lesenswert ist das 32-seitige pdf zum Thema Travel 2.0 von austriatourism.

    Hier ist kompakt und kompetent unter anderem zu lesen, wie wir gut mit negativer Kritik umgehen, was der Unterschied zwischen einer community und einem Diskussionsforum ist, warum wir lieber nicht bloggen sollten, warum nach dem Launch der Webseiten erst 10% des Ziels erreicht ist oder sein sollte und dass Inhalte nur von einem Bruchteil der Nutzer produziert werden.

    AktivRegion Wagrien-Fehmarn

    12. Mrz. 2008  von Helge Siems  in Kategorie Tourismus

    Es stehen Fördermittel zur Verfügung und dafür müssen jetzt die passenden Projekte aus dem Boden gestampt werden. Man möchte ja schliesslich die Fördermittel haben.

    So jedenfalls liest sich der reporter vom 6.2. auf Seite 23 für mich. Es ist begrüssenswert, dass die Region enger zusammenarbeiten möchte. Gerade da, wo das Kirchturmdenken verbreitet ist und für einige auch der politisch Verantwortlichen der ärgste Konkurrent der Nachbar oder der Nachbarort ist. Es stellt sich aber die Frage, ob dieser Seelenzustand durch das Ausschütten von Fördermitteln kuriert werden kann oder es vielleicht besser wäre, den Markt dafür sorgen zu lassen, dass Kräfte gemeinsam gebündelt werden (müssen) anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen. Ist die zitierte Bürgerbeteiligung bei der Gründung der AktivRegion Wagrien-Fehmarn Auflage des Förderprogramms oder von den politisch Verantwortlichen gewollt? Zitat aus dem Leader+-Programm (Seite 4): “[...] neuartige Formen der Organisation und Beteiligung der lokalen Bevölkerung an der Entscheidungsfindung und der Projektdurchführung [...].”

    Seit einigen Jahren gibt es das Ostseeferienland, eine Marketingkooperation der Ostseeheilbäder Dahme, Grömitz, Kellenhusen mit dem Hinterland um Lensahn. Vom Gedanken her ist der Gedanke sehr gut. Vier Orte mit ähnlichem Profil bündeln ihre Kräfte und spezialisieren sich alle ein wenig, um insgesamt mehr als die Summe der Einzelteile zu werden.

    Aber wird das Ostseeferienland vom Herzern gestaltet oder von den Fördermitteln der EU? Warum darf ein Bürgermeister öffentlich sagen, dass der schlimmste Konkurrent nach wie vor der Nachbarort sei?

    So viel steht fest: Dinge schlechtreden ist immer einfacher als Gutes zu tun. Aber Fördermittel sind nicht mit einem Mal da. In einem Wirtschaftskreislauf muss jeder zu verteilende Steuereuro durch Wertschöpfung von Unternehmern geschaffen werden. Staatliche Aktivität auf Märkten darf und muss kritisch betrachtet werden.

    Es ist sicherlich richtig, Fördermittel, die es nun mal gibt, auch zu nutzen. Aber landen die Gelder immer an der richtigen Stelle? Sicherlich wird sich zumindest in Deutschland niemand persönlich bereichern, das ist auch nicht gemeint … Der Text ist vielmehr ein Plädoyer für die Renaissance der freien Marktwirtschaft, in der Unternehmer ohne Umverteilung für den Wohlstand der Nation sorgen und nicht der Staat und die öffentliche Verwaltung.

    Die Webseiten der Aktivregionen Ostholstein

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    • Helge Siems 1.0

      Lebt als freier Mensch an der Ostsee in Schleswig-Holstein. Nutzt das Internet zum Recherchieren, Einkaufen, Verkaufen und Kommunizieren. Baut Webseiten, die gefunden werden und Arbeit sparen. Freut sich des zunehmenden Trends zum Ostseeurlaub und ist gerne Gastgeber.
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