Archiv der Kategorie: Tourismus

Nachtigall Ostsee

Ungefähr das Schönste an so einer Nachtschicht vor dem Rechner ist doch ohne Zweifel eine Pause auf der Terrasse. Von wegen es gebe keine Nachtigallen nördlich der Elbe … Und selbst wenn es doch Sprosser sind und keine Nachtigallen, die hier um die Wette singen. Der Gesang ist einfach unglaublich. Dazu als Untermalung etliche Frösche. Zusätzlichen Beat bekommt man, wenn man einen Fledermausdetektor anwirft. Da könnte man sich doch glatt das Schlafen ganz abgewöhnen. Zumindest im Mai und Juni. Andererseits braucht es auch nicht zwingend eine Nachtschicht, denn ab der Dämmerung legen die Vögel auch schon ganz gut los. Und dann ist auch noch der Kukuck wach.

Sie möchten das auch erleben? Bitteschön, mieten Sie sich doch einfach eines meiner Reihenhäuser.

Dortmund Second Life

Die virtuelle Realität hält jetzt auch in Dortmund Einzug. Die Dortmunder VIVAI Software AG hat Teile von Dortmund in Second Life umgesetzt. VIVAI hat dafür das Verfahren Terramesh entwickelt. „Das spart Zeit und Kosten und erzeugt Gebäude mit dem Wow-Effekt, die mit den Bordmitteln von SL nur sehr schwierig realisierbar wären.“ Das klingt interessant und ist ein Grund mehr mal wieder ein bisschen wirklich virtuell zu reisen.

VIVAI schlägt als Dienstleister für Second Life Dienste ordentlich auf die Pauke: „Mit unserem Verfahren schaffen wir mehr Individualität als langweiliges Palmeninseln-Einerlei deutscher Großunternehmen.“ VIVAI besteht seit als Entwickler für Internet-Applikationen seit über 10 Jahren. Ich denke, die wissen, an welcher Stelle sie sich aus dem Fenster lehnen können. Ich wünsche viel Erfolg. :)

Update: Interessant ist auch die „Hausordnung von Dortmund“:

[…]
1. DORTMUND IST *KEIN* SEXCLUB!
Diese gibt es bereits überall in SL.
Drängen Sie Ihre Wünsche oder Vorlieben niemals anderen auf.
Nein bedeutet Nein. Das ist zu respektieren.
[…]
Prostitution/Kontaktanbahnung, Escorting, Nacktheit, sichtbare Geschlechtsorgane, explizite sexuelle oder pornografische Bewegungen sowie Dirty Talking Gespräche über Sex und Pornographie im allgemeinen Chatfenster, sind HIER NICHT ERLAUBT.
[…]

Das ist sympathisch und deutet darauf hin, dass VIVAI es ernst meint mit anderen Anwendungen für Second Life: „Weiterbildung, Recruting oder die Simulation eines echten Einkaufserlebnisse wie das virtuelle Probewohnen vor dem Kauf der Traumküche sind spannende Themen für die Wirtschaft.“

Langsam reisen

Warum tun wir uns das eigentlich an? Reisen müssen immer eine grosse Distanz in möglichst kurzer Zeit bewältigen. Das Flugzeug wirft uns in ein paar Stunden in eine völlig andere Welt. Bevor wir uns richtig eingelebt haben, müssen wir schon wieder in die fliegende Zelle und sind zurück im Alltag. Den Wert vom langsamen reisen habe ich auf einer Fahrradtour durch die Republik vor ein paar Jahren kennen gelernt. Aber bewusst war es mir da noch nicht. Jetzt komme ich von einer relativ langsamen Reise in die Wüste Libyens zurück. Zwar insgesamt mit hoher Reisegeschwindigkeit. Aber die Reise ist ohne Flugzeug ausgekommen und daher mit dem persönlichen Prädikat „langsam reisen“ ausgestattet. „Wasser reinigt den Körper. Die Wüste reinigt die Seele.“ Ich kann es fast nicht mehr hören. Aber es muss etwas dran sein. Oder ist es etwas anderes? Und: nein, das Bild unten ist nicht vor einer Fotoleinwand aufgenommen. Das gibt es wirklich.

Mandara See

wirklich virtuell Reisen

Vor gut einem halben Jahr habe ich beim Thema virtuell reisen noch von Google Earth geschwärmt. Jetzt ist das noch lange nicht kalter Kaffee. Aber gestern nacht habe ich mich in ein paar ruhigen Stunden einmal etwas näher mit Second Life auseinander gesetzt. Vom einem richtigen Parallelleben bin ich noch sehr weit entfernt. Und ich weiss auch nicht, ob ich das überhaupt führen möchte. Doch wer weiss das schon alles zum jetzigen Zeitpunkt. Also versuche ich es einmal mit meinem ersten Eindruck zum Thema wirklich virtuell reisen. Ich bin nicht der erste der das tut. Und als Greenhorn ganz bestimmt nicht annähernd der mit dem meisten Sachverstand zum Thema Second Lilfe.

Ich habe mich nicht mehr mit Computerspielen auseinandergesetzt habe, seit mir Anfang der 1990er Jahre Doom nicht mehr gefallen hat. Da habe ich einiges an Entwicklung verpasst, bereue das aber nicht. Und ich bin auch der Meinung, dass solche Egoshooter nicht das richtige für meine Kinder sind. Mir persönlich fällt es schwer, Verständnis für Menschen auszubringen, die einen großen Teil ihrer Zeit in virtuellen Welten verbringen. World of Warcraft soll dafür ja auch sehr beliebt sein. Jedenfalls ist das auch der Grund, warum ich relativ spät von der Existenz von Second Life Notiz genommen habe.

Second Life ist noch einmal etwas anderes als eine reine virtuelle Kriegswelt. Hier geht es nicht darum, Krieg zu spielen und erst recht nicht darum, irgendein Monster in einem dunklen Kellergewölbe zu erschiessen sondern einfach ein virtuelles Leben zu führen. Der Begriff „Second Life“ beschreibt eigentlich ziemlich deutlich worum es geht. Sicherlich gehört dazu auch für den einen oder anderen Krieg zu spielen oder andere Leute zu erschiessen. Aber es ist eben wie im richtigen Leben keine Pflicht, um in Second Life zu bestehen.

Man kann Grundstücke erwerben, Städte bauen, Produkte entwickeln, Dienstleitungen erbringen, Handel betreiben. In Second Life gab es sogar schon Probleme mit dem Urheberrecht bzw. Produktpiraterie. Die interne Währung Lindendollar ist in realen US-Dollar handelbar.

Der Quellcode für den Second Life Client steht unter Open Source Lizenz GPL zur Verfügung. Der Entwickler Lindenlab verdient sein Geld nicht mit dem Erstellen der Software sondern mit dem Verkauf von Grundstücken und Teilnehmergebühren (vielleicht vergleichbar mit Steuern). Und verdient anscheinend nicht schlecht damit, wenngleich die Volkswirtschaft in Second Life im Moment alles andere als stabil ist. Google soll übrigens laut Wertpapier 4/2007 an Lindenlab beteiligt sein.

Fassade Amsterdam

Im Moment ist Second Life eine offensichtlich virtuelle Kunstwelt. Sie hat aber imho Potential zu mehr. Ob das gut oder schlecht ist, soll hier nicht erörtert werden. Mit dem Fortschreiten der Technik könnten die Grenzen immer mehr verschwimmen. Wenn man sich durch die Strassen des virtuellen Amsterdam mit jetzt teilweise schon fotorealistischen Strassen, Fassaden (siehe Screenshot) und Grachten bewegt, kann man sich mit etwas Phantasie einen Eindruck davon verschaffen, wohin es gehen könnte. Wenn man sich noch ein paar Einflüsse durch Drogen (die man als Vertreter der Pharmabranche auch Medikamente nennen kann) oder Cyberhelme, -brillen oder handschuhe vorstelt, ist die wirkliche virtuelle Reise perfekt.

Mich graust es immer noch ziemlich, aber vielleicht sollte man sich zumindest als Investment wirklich jetzt etwas „Grund und Boden“ bei Second Life kaufen.

Tourismusmarketing Grömitz

Was das Tourismusmarketing Mecklenburg-Vorpommern macht, kann Grömitz schon lange. Mit einer spektakulären Marketingaktion vor der Küste Norwegens wurde jetzt die bundesweite Medienpräsenz verstärkt. Clever eingefädelt wurde der Coup direkt nach der Karnevalszeit, wenn die Menschen sich erfahrungsgemäß wieder mehr mit der Urlaubsplanung beschäftigen. Und selbst wenn es tatsächlich ein Unfall gewesen sein sollte (ich möchte hier keine Behauptungen aufstellen), wird das der Buchungslage in Grömitz helfen. Übrigens soll die Vorausbuchung an der Ostsee in diesem Jahr wieder zugelegt haben. Wer jetzt noch für die Somerferien buchen möchte, sollte sich beeilen. Als Alternative bieten sich immer die Pfingstferien Anfang Juni an.

Timmendorfer Strand Davos

Auf den ersten Blick hat Timmendorfer Strand (Ostsee) und Davos (Schweizer Alpen) nicht viel miteinander zu tun. Der eine Ort liegt an der Ostsee, der andere über 1000 km entfernt in der Schweiz. Doch wer im Winter in die Alpen Urlaub macht, könnte im Sommer an die Ostsee fahren. Deshalb gab es jetzt Timmendorfer Tage in Davos und vom 22. bis 24. Juni soll es Davoser Tage in Timendorfer Strand geben. Eine erwähnenswerte Marketingaktion, die mit 17.000 EURO nicht viel Geld gekostet haben solle. Der Timmendorfer Tourismusdirektor Christian Jaletzke erwähnt, dass die Aktion, an der unter anderem auch 28 Schüler teilgenomen haben, nichts mit Rathaus Tourismus zu tun habe. Das ist alles nicht neu, klingt aber irgendwie sympathisch.

Küstenschutz Ostsee

Kellenhusen hat ein Gutachten erstellen lassen nach dem es für den Küstenschutz „in Kellenhusen eher zu viele als zu wenige Buhnen gebe.“ (Quelle) Mit Buhnen versucht man, den Sandverlust durch Stürme abzumildern. Deshalb habe Kellenhusen der Quelle zu folge Buhnen vorsorglich abgebaut. Das interessante daran ist, dass es zum Thema Buhnen in Kellenhusen auch andere Ansichten gibt.

Arabisch lernen

Es ist imho ein Akt der Höflichkeit, bei einer Reise in ein fremdsprachiges Land zumindest ein paar Floskeln in der Landessprache zu beherrschen. Also beschäftige ich mich einmal ein bisschen mit Arabisch lernen.

Hier ein paar Floskeln fuer die Reise in ein arabisches Land:

Salam – Guten Tag
Ma Salam – Auf Wiedersehen
Marhaban – Hallo
Shukran – Danke
Kaif Haluk – Wie geht es
Hamdul – Danke, es geht mir gut
Ismi + Name – Ich heisse …
To be continued …

Leuchtturmprojekte

Das Wort Leuchtturmprojekte schwirrt schon seit dem letzten Herbst durch Schleswig-Holstein. Denn dafür soll in Schleswig-Holstein zukünftig Tourismusförderung verstärkt betrieben werden. Laut Kieler Nachrichten soll es für die Leuchtturmprojekte mit 14 Millionen Euro jährlich geben. Dem Bericht war nicht zu entnehmen, ob es sich dabei um die Förderung pro Leuchtturmprojekt handelt oder ob es die gesamte Fördersumme ist. Die Alternativen möge sich der geneigte Leser in seinem Privatgehirn zurecht interpretieren …

Wobei ich die Richtung generell unterstütze. Leuchtturmprojekte bedeutet ja, Dinge richtig anzugehen und Geld in die Hand zu nehmen anstatt Fördermittel mit der Giesskanne zu verteilen und Durchschnitt zu bleiben. Wichtig ist auch, dass ein Leuchtturm strahlt und auch Besucher für das Umfeld anzieht und eben nicht im Umland das Licht ausgeht. Das ist gut für eine grössere touristische Region rund um die Leuchtturmprojekte.

Eine Gefahr ist natürlich nicht zu vernachlässigen, denn Fördermittel erhalten nicht selten diejenigen, die die besten Kontakte zur Politik haben. Und das sind selten kleine schnelle innovative Unternehmen … Bei Förderung von Leuchtturmprojekten ist diese Gefahr umso grösser.

Der Begriff Leuchtturmprojekte ist übrigens keine Erfindung der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Es wird auch vom Bundeswirtschaftsministerium für die Technologieförderung verwendet.

Inseljahre

Der gebürtige Dresdner Holm Petri war jahrelang Schäfer auf der Insel Rügen. Von dieser Zeit erzählt der jetzt in Quedlinburg beheimatete Autor in seinem musikalischen Poem „Inseljahre“. Inseljahre sind 50 literarische Texte, die von Daniel „Jack“ Wolf musikalisch untermalt werden. Auf den Webseiten inseljahre.de können Lese- und Hörproben sowie ein Videomitschnitt der Veranstaltung „Der zweite Abschied“ in der Quedlinburger Blasiikirche zu sehen ist. Inseljahre sind Geschichten aus einer Welt „die es so heute nicht mehr gibt“ (Holm Petri).