Destination endet an der Ortsgrenze

Die regionale Tageszeitung schreibt, der Bürgermeister von Sierksdorf sei wütend, weil ein Entwickler und Vermarkter einer Ferienhaussiedlung in seiner Gemeinde die Häuser mit der Aussage der Nachbarschaft zu Timendorfer Strand vermarkte. (Quelle).

Offensichtlich endet die touristische Destination in einigen Köpfen auch in Sierksdorf an der Gemeindegrenze. Da sind dann ja auch andere Bürgermeister rehabilitiert, die weiterhin den Nachbarort als schärfsten touristischen Konkurrenten bezeichnen. Wann kommt eigentlich der Destinationsgedanke mal flächendeckend an?

Sicher hängt die Definition von der Wahrnehmung des Gastes ab. Aber die Wahrnehmung wird auch von der Kommunikaton der Orte beeinflusst. Wenn der Kirchturm in den Orten in den Köpfen einiger Entscheider das Zentrum ist, bleibt der Leuchtturm eben außerhalb der Gemeindegrenze. Da bleibt erst recht kein Platz für den Nachbarn. Eigentlich unverständlich, wenn der Nachbar das eigene Angebot verbessern könnte. Arbeitsteilung hat schon Robinson das Leben erleichtert. Aber Robinson hatte auch keine Steuerzahler, die die Mehrarbeit finanzieren.

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