Archiv der Kategorie: Tourismus

Rallyesprint Rosenhof

Was man nicht so alles findet beim Surfen. „Der Norderstedter AMC veranstaltet am 8. März 2008 auf dem Gut (Rosenhof) von Kai-Dieter Kölle in Grube bei Oldenburg in Holstein einen Rallyesprint.“

Das ist bei meinem Nachbarn. Da kommt der Termin doch gleich mal auf den Kalender. Veranstalter ist der Norderstedter AMC. Hier ist die Ausschreibung. Der Norderstedter AMC veranstaltet seit 1996 Rallyesprints.

Rallyesprint ist vermutlich das Gegenteil von Marathonrallye. Gefahren wird ein Rundkurs von 3,2 km Länge mit Asphalt, Gras und feinem Schotter (ca. 40%).

Schloss Weissenhaus

Die Pläne der Entwicklung des Schloss Weissenhaus sind jetzt gegenüber den Lübecker Nachrichten offen gelegt worden. Es ist auch hier in meinem Blog einiges über die Zukunft von Weissenhaus spekuliert worden, als Dorf und Schloss Weissenhaus vor über zwei Jahren verkauft wurde.

Jetzt ist es klargestellt: Schloss Weissenhaus wird ein Luxushotel, aber der Strand und das Gelände bleiben der Öffentlichkeit laut LN erhalten. Es wird somit kein abgeschlossenes Gelände à la Heiligendamm geben. Auch das Standesamt im Schloss werde weiterhin öffentlich bleiben.

Herr Büttner konkretisiert, dass er alles sein möchte, nur kein „feiner Pinkel“. Klasse, endlich mal jemand, der zu viel Geld gekommen ist bzw. es sich hart verdient hat und dabei die Bodenhaftung behalten hat. Vermutlich weil er es sich verdient hat und kein Lottogewinner ist.

Die erwähnte neue Heizungsanlage ist übrigens ein Blockheizkraftwerk von Thies Hahn.

Strandbetrüger und Kurmafia

Kurtaxe ist nicht jedermanns Sache. Mit Kurtaxe wird üblicherweise in Urlaubsorten Infrastruktur und Veranstaltungen finanziert, die es in Orten vergleichbarer Grösse nicht gibt. Kritisieren kann man so ein System sicherlich, da es sich um eine nicht verursachungsgerechte Umlage handelt. Es ist egal, ob jemand die Infrastruktur nutzt und die Veranstaltungen besucht oder nicht. Kurtaxe ist fällig, wenn man sich am Ort aufhält. Egal, ob dies nun OstseeCard, Gästekarte, Tourismusbeitrag oder Kurtaxe heisst.

Der Kampf gegen die Kurtaxe kann aber teuer werden, wenn man sich im Ton vergreift. Für Ausdrücke wie „Strandbetrüger“ und „Kurmafia“ wurde ein Hohwachter jetzt vor dem Plöner Amtsgericht zu 200 EURO Geldbuße verdonnert. Das meldet jedenfalls ln-online.de

Am Rande: Ferienwohnung ohne Kurtaxe

Tourismusmarketing Portimao

Die Rallye Dakar wurde kurzfristig wegen Sicherheitsbedenken der französischen Regierung abgesagt.

Noch ehe sich die Teilnehmer von der Meldung über die Absage der Dakar erholt haben, meldet dpa (gelesen bei ln-online.de), dass die Stadt Portimao von der A.S.O. 1,5 Millionen EURO zurück verlange.

Klar geht es um Geld, auch und vor allem bei den hunderten privaten Teilnehmern an der Rallye Dakar, die teilweise ihre gesamten Ersparnisse in die Erfüllung ihres Lebenstraums investiert haben.

Wäre es nicht aus Marketingsischt cleverer von Portimao, die Teilnehmer nach Portimao einzuladen und trotz der Absage der Dakar eine Party zu veranstalten? Zumindest finde ich die Forderung angesichts der Situation vieler Privatfahrer geschmacklos. Das gilt natürlich nicht für den Fall, dass die Teilnehmer der Dakar 2008 entschädigt werden.

Fahrradvermietung Paris

In Sachen Fahrrad fahren kann Paris kein Stück mit Münster oder Amsterdam mithalten. Die Stadtverwaltung möchte da anscheinend gegenhalten und den Parisern das Biken schmackhaft machen. Dabei helfen soll seit Juli 2007 die Fahrradvermietung Vélib. In Paris sollen bis Ende des Jahres fast 1500 Stationen der Fahrradvermietung entstehen. Für eine Radtour durch Paris sind die Räder von Vélib allerdings etwas teuer. Das Tarifsystem unterstützt kurze Mietzeiten. Die erste halbe Stunde ist kostenlos, danach wird es mit steigender Nutzungsdauer mit dem gleichen Fahrrad immer teurer.

Als Landbewohner mit eigenen Rädern ist mir doch irgendwie völlig entgangen, dass es solche Modelle in diversen europäischen Städten schon gibt. Danke Wikipedia. :)

Wüste und Tunesien

Das Service-Team ist jetzt auch zurück. 14 Tage in der Wüste oder auf dem Weg quer durch Europa und Tunesien sind trotz bewusst langsam reisen mit dem Auto irgendwie wie im Flug vergangen.

Tina hat schon ein paar Fotos online. Ich leih mir mal schnell eins aus. Sand kommt schliesslich überall hin und das fand meine Kamera nicht so gut … Also wieder mal auf eigene Fotos verzichten. Doch was gibt es besseres für die Wüste als das Lernen von Verzicht.

Hoffentlich geht die nächste Woche nicht so schnell rum. Falls hier Studenten aus Wernigerode oder Wolfsburg mitlesen sollten: die Präsentation ist am werden. ;)

Nächste Woche ist auch UAE Desert Challenge. Hier könnte es spannend werden, denn die beiden Hauptkonkurrenten der letzten Dakar-Rallyey, Volkswagen und Mitsubishi werden hier vermutlich ihre Konfigurationen für die Dakar 2008 testen.

Fledermausschutz als Argument

Irgendwie scheinen Fledermäuse die Menschen zu faszinieren. Wir merken es jede Woche, wenn sich hunderte Menschen zu unseren Fledermausexkursionen in der Fledermausregion versammeln. Wir wissen: Fledermäuse eignen sich neben Wespen gut im natürlichen Kampf gegen Mücken. Das ist schon Argument genug für den Fledermausschutz. Da Fledermäuse anscheinend auch beispielsweise Entscheider in Verwaltungsgerichten faszinieren, wird der Fledermausschutz gerne als Argument bei der Verhinderung von Bauvorhaben genutzt. Oder auch mißbraucht, wie möglicherweise der Fall der Autobahnbrücke der A20 bei Bad Segeberg verdeutlicht. Karl Born hat noch mehr Fälle ausgegraben, wo Fledermäuse vielleicht für die Verhinderung von Bauvorhaben hinhalten müssen.

Nichts für ungut, Herr Born, vielleicht gibt es einfach Menschen, die nicht möchten, dass ein Flughafen erweitert wird und dadurch noch mehr in die Nachbarschaft rückt, weil die Lebensqualität dieser Menschen darunter leiden könnte.

Doch so etwas scheint, genau wie der Ausbau eines Braunkohletagebaus mit gewöhnlichen Rechtsmitteln nicht zu verhindern sein. Ich habe einmal in einem persönlichen Gespräch mit jemandem aus Neuenfelde von subtilen und nach dem Empfinden meines Gesprächspartners aggressiven Verhandlungsmethoden der Investoren und angeblich unter deren Einfluss stehenden Medien und Politikern gehört. Da sei es bis zur Androhung von physischer Gewalt gegangen. Deshalb sei der Widerstand gegen die Verlängerung des Airbus-Flughafens in Neuenfelde mehr und mehr zurück gegangen. Mal abgesehen davon, dass letztlich einfach der Bebauungsplan geändert worden sei. Ich habe das nicht überprüft, gebe nur den Eindruck einer mir nicht persönlich bekannten Person weiter. Aber warum sollte da nichts dran sein, schließlich geht es um einen Haufen Geld.

Jetzt ist es schade, dass die sympathischen Fledermäuse in letzter Zeit anscheinend zunehmend als Argument herhalten müssen. Aber anscheinend haben die Entscheider mehr Angst vor der mystischen Macht der Tiere als vor dem Einfluss der Investoren. Jeder weiss, dass sich Fledermäuse in Nebel verwandeln können und sich am liebsten von menschlichem Blut ernähren. Wer sollte es da nicht mit der Angst bekommen.

Das beliebte Argument „Wir schaffen Arbeitsplätze“ ist zumindest in Einzelfällen nach meinem persönlichen Eindruck nicht rationaler. Hingenommen wird das in der Regel auch ohne Widerspruch oder Beweise für die Art der Arbeitsplätze oder die Nachhaltigkeit der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Müsste es nicht auch hier richtig heissen: „Wir könnten Arbeitsplätze schaffen“?

Regionaltypische Gerichte

Regionale Produkte sind sinnvoll und zudem im Trend. In Grömitz findet deshalb am 28. / 29. September das 1. Lecker-Schmecker-Zelt statt. Hier stellen sich die ostseegericht*-Köche vor und präsentieren ihre regionaltypischen Gerichte. Es mag eine Feinheit sein, dass es hier nicht regionale Gerichte heisst.

„Ob Fisch, Fleisch oder Gemüse, alle Küchenchefs haben sich einer Prämisse verschrieben: Bei ihnen kommen nur saison- und regionaltypische Produkte und frische Zutaten auf die Teller und gekocht wird mit viel Fantasie und Liebe.“

Vielleicht bin ich zu spitzfindig, aber was machen auf dem Foto Paprika, Wasser aus der Eifel und Rotwein? Falls das Angebratene auf dem Teller Schafkäse sein sollte, gehört der sicherlich auch nicht zu den regionaltypischen Gerichten aus Schleswig-Holstein. Und Pesto ist auch lecker, aber regionaltypisch? Allenfalls gehen noch die Kartoffeln und der Quark als typisch holsteinisch durch.

Regionale Produkte im Lecker-Schmecker-Zelt?

Es kann ja nicht damit getan sein, über irgend etwas zu meckern. Regionale Produkte finde ich gut. Und verbrauchernah erzeugte Lebensmittel hätten einer Studie der Uni Kiel zu folge einen Heimvorteil. Auch wenn „die Verbraucher später nach den Kaufgründen gefragt werden, so werden diese (Anmerkung: Gründe für den Kauf eines regionalen Produkts) nachgeschoben (Rationalisierung).“

Was sind eigentlich regionaltypische Gerichte für Schleswig-Holstein?

Einmal aus der Hüfte geschossen, da sich im Netz wenig dazu findet: Fisch aus der Ostsee gehört sicherlich dazu. Weiterhin Kartoffeln, Kohl und anderes heimisches Gemüse, sicherlich auch Wild. Bedeutet regionaltypisch eigentlich, dass die Produkte selbst auch aus Afrika kommen können? Lieber nicht zu viel nachdenken …

Ich möchte im übrigen niemandem auf den Schlips treten. Besser machen kann man alles. Und reden ist leichter als machen. Aber wenn man schon so ein Festival machen möchte, warum ist dann schon die Ankündigung so grob? Noch eine Randbemerkung zum Foto: es kann natürlich sein, dass der Fotograf nicht aus der Region kommt und auch nicht wissen kann, was eigentlich regionaltypisch für Grömitz ist. Hauptsache er hat ein ordentliches Honorar genommen. Denn das ist schließlich das wichtigste bei der Lieferantenauswahl, richtig schön teuer muß es sein.

Geoblogging

Was eigentlich hinter dem Begriff Geoblogging steckt, habe ich nicht so konkret rausgefunden. Nichts neues ist Google Maps und die Möglichkeit, Google Maps frei für beliebige Webseiten zu nutzen. Ein sinvoller Einsatzzweck und kein Hexenwerk ist Google Maps zum Beispiel für die Lokalisierung von Ferienwohnungen. ODer das ganze als Plugin für Google Earth.

Für Weblogs, deren Beiträge sich sinnvoll einem bestimmten Ort zuordnen lassen, gibt es unter anderem das schöne Plugin WordPress Geo Mashup. Im Einsatz habe ich das seit eben im Bauernhofurlaub Weblog. Ob man da jetzt von Geoblogging sprechen kann ist mir eigentlich egal. Jedenfalls ist es eine sinnvolle Sache als Orientierung für Urlauber, die sich zum Beispiel die Sache mit dem Schweinereiten mal näher ansehen wollen ;) . Eine schöne Idee auch passend zum Thema: Kamera mit GPS.

Jugendreisen Ostsee

Jugendreisen an die Ostsee sind beliebt und ausgezeichnet. 2006 erhielt Schleswig-Holstein auf der weltgrössten Tourismnusmesse, der ITB in Berlin den German Youth Travel Award für Jugendreisen. 2007 folgte Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem zweiten Platz bleibt Schleswig-Holstein. Mecklenburg-Vorpommern erhält die Auszeichnung für Jugendreisen insbesondere für die „Einführung von Qualitätsrichtlinien für Kinder- und Jugendreiseunterkünfte„. Schleswig-Holstein überzeugte durch „seine große Angebotsvielfalt, sein jugendorientiertes Marketing und Kooperationen im In- und Ausland (z.B. Baltic Youth)“. Federn lassen musste Schleswig-Holstein wohl wegen der von den Roland Berger Strategy Copnsultants verordneten neuen Zielgruppenausrichtung, die Jugendliche außen vor liesse.

Meinung des Autors: Fragen kann man sich, wann der Nordstaat kommt und das Dilemma zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern aufhört oder weniger wird und die Bedeutung der touristischen Gemeinsamkeiten in den Vordergrund rückt. Dahme, Grömitz und Kellenhusen haben zumindest den ersten Schritt mit der Gründung des Ostseeferienland schon ein Stück weit hinter sich.