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9.11.

Der 9.11. hatte viele Ereignisse. Schöne wie die Gründung der ersten deutschen Republik oder den Mauerfall und zumindest ein bedeutendes unschönes wie die Novemberprogrome 1938. Persönlich war ich nur beim Mauerfall 1989 dabei.

Deshalb erlaube ich mir, dieses für mich äusserst bedeutende Ereignis heute zu feiern. Es ist sicherlich politisch korrekt, den 9. November nicht zum Nationalfeiertag gemacht zu haben. Das ist aber imho kein Grund, den Mauerfall nicht zu feiern. Bei Harald Schmidt war gestern singemäß die Rede von: „Die Vereinigung wird volljährig.“ Korrekt ist das so nicht, aber wer hätte gedacht, dass das schon 18 Jahre her ist. Ja, alt (und reif ?) sind wir geworden.

Heizkostenexplosion

Die Energiekosten steigen und steigen. Es wird in diesem Winter zu einer Heizkostenexplosion kommen. Verbunden mit den höheren Kosten werden einige Haushalte noch mehr in finanzielle Schieflage geraten. Es werde gerade jetzt wichtig rechtzeitig einen Notgroschen anzulegen.

Was gibt es eigentlich noch für Maßnahmen gegen die Heizkostenexplosion? Wenn ich mir die meisten fremden Räume in denen ich mich aufhalte so ansehe oder besser anfühle, könnte sicherlich auch beim einen oder anderen Mitbürger helfen die Temperatur etwas herunterzuregeln. Ich wage zu behaupten, dass es nicht notwendig ist, Wohnungen im Winter auf T-Shirt-Temperatur zu heizen. Noch ein Hinweis für alle, die sich fragen, was sie machen sollen, wenn ihnen zu kalt ist: ein zweites T-Shirt könnte helfen …

Was weiss wer über wen?

Oder auch: Was weiss das Internet über mich?

Mit der Zeit schadet es nicht, bei der Internetnutzung etwas paranoid zu werden. Klar, mich interessiert selber auch, woher die Besucher meiner Webseiten kommen, welche Seiten aus meinen Angeboten sie sich häufig ansehen, wie oft sie wiederkommen und so. Das sind schon wichtige Fragen bei der Optimierung von Webseiten. Doch ich setze mich damit nicht bis zum Erbrechen auseinander. Ich kann nicht mal beantworten, wie oft ein Besucher wiederkommt und wenn ich ehrlich bin: so wichtig ist mir auch nicht das zu wissen.

Und weil mir die Möglichkeiten doch zum Teil nicht so nahe gehen weiß ich auch nicht genau, was man so als neugieriger Marktforscher alles für Profile erstellen kann. Ich habe vielleicht als Absolvent oder besser Besucher der Vertiefungsrichtung Marktforschung im Studium eine etwas genauere Vorstellung als der eine oder andere. Und für CRM interessiere ich mich schon seit ich in den 1980er Jahren meinen ersten PC in einem Kaufhaus gekauft habe und ich bei einer Reparatur nicht verstanden habe, dass die meine Kundendaten nicht gespeichert haben. Dass die nicht mal theoretisch wissen wollen, was ich wann bei denen gekauft habe. Ich werde nie vergessen, dass der Verkäufer gesagt hat: „Wissen Sie eigentlich wie viele Kunden wir haben? Wenn wir die ganzen Daten erfassen würden, hätten wir viel zu tun.“ Vielleicht gibt es Schaulandt deshalb nicht mehr.

Jedenfalls bin ich ziemlich sicher, dass ich einen ziemlichen Schrecken bekäme wenn ich genau wüsste, was trotz einiger Vorsichtsmaßnahmen jetzt schon bestimmte Profiler alles über mich wissen könnten. Seit Jahren baue ich Webseiten, beteilige mich in Foren und Newsgroups und blogge. Ein leichtes ein Profil über mich zu erstellen. Nur nehme ich mich nicht so wichtig, dass ich glaube, dass das wirklich jemanden interessiert. Nur, weiß ich es, wen interessieren könnte, was meine Interessen sind?

Wenn ich jetzt richtig paranoid wäre, hätte ich keine andere Chance als mit der ganzen Internet-Nutzung aufzuhören. Ab in den Garten und nur noch Hühner und Schafe züchten?

Aber dann auch wieder losgehen und alles in Läden kaufen, um mich nochmehr über die Strafzetteloptimierer zu ärgern? Nur weil ich nicht möchte, dass der freundliche Bücherversand weiß, was ich gerne für Bücher lese? Die wissen ja bestimmt sogar, welche Bücher ich mir schon mal bei denen angesehen habe ohne sie dann gekauft zu haben. Und ich habe denen auch bestimmt die Erlaubnis dafür gegeben. Das gleiche gilt natürlich für das Online-Auktionshaus, bei dem ich schon etliche Sachen bequem, einfach und manchmal auch ziemlich günstig gekauft habe.

Was die beliebte Suchmaschine als über mich weiß, möchte ich erst recht nicht wissen. Immerhin vermeide ich es, bei meinen Recherchen ständig eingeloggt zu sein. Aber letztlich logge ich mich doch manchmal ein und hinterlasse dabei eine IP-Adresse, mit der ich ohne weiteres auch identifiziert werden kann, wenn ich dann nicht mehr eingeloggt bin. Ob die das dürfen oder nicht weiß ich nicht genau. Vermutlich nicht, aber weiß ich ob die die Gesetze kratzen oder nicht? Und weiß ich eigentlich, ob die beliebte Suchmaschine nicht einem amerikanischen (oder vielleicht russischem oder israelischem) Geheimdienst gehört?

Warum ich eigentlich über das tolle Kontaktportal jedem oder zumindest dem Betreiber mitteile, wen ich alles kenne, weiß ich auch nicht so genau. Jeder kennt jeden über drei Ecken. Ist ja schon eine interessante Information, aber wen geht das letztlich was an?

Ich nutze elektronischen Geldverkehr (was weiß eigentlich meine Bank alles über mich?). Zumindest wissen die (wenn es sie interessiert) ziemlich viel über meine Reise- und Einkaufsgewohnheiten. Vielleicht auch ein Grund, mehrere Banken zu haben.

Ich habe eine branchenübergreifende Ausspionierkarte (manchmal benutze ich die auch). Zumindest habe ich beim Abschluss des Vertrags mit dem ausgebenden Unternehmen der Weitergabe meiner Daten und damit wie ich meine der Profilbildung widersprochen. Aber weiß ich, dass die nicht wissen, dass ich mich zu Studienzeiten am liebsten von White Russian ernährt habe?

Ok, bei Preisausschreiben oder Gewinnspielen mache ich nicht mit und ich habe auch nicht viel Mitleid für Menschen, die sich von Telefonverkäufern belästigt fühlen, denen sie selbst die Erlaubnis gegeben haben, sie anzurufen. Aber das ist wohl der einzige Ort an dem ich keine Spuren hinterlasse.

Anfangen könnte ich vielleicht mal mit Anonym Surfen. Denn was mein Internetprovider alles über mich weiß, möchte ich auch nicht so genau wissen. Ich weiß nur, dass ich nicht möchte, dass dieses Wissen unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung jahrelang gespeichert werden muss. Übrigens hat das T-Shirt Stasi 2.0 mit der Post einen Tag länger gebraucht als üblich. Ob das vorher abgefangen und markiert wurde? Bei der Gelegenheit: was weiß eigentlich die Post alles über mich?

Skype Gespräche aufzeichnen

Es gibt sinnvolle Einsätze für im Internet veröffentlichte Telefongespräche. Ab Montag ist das Team von Volkswagen Motorsport im Einsatz bei der Marokko Rallye. Hier wird es wie bei fast allen Rallyes seit Jahren tägliche Telefonate zwischen Dirk von Zitzewitz und mir geben. Somit wird es für alle Fans frühzeitig Nachrichten vom Rennverlauf direkt aus der Wüste geben.

Heute habe ich die Technik endgültig getestet. Zum Einsatz kommen Skype, die Skype-Erweiterung Pamela und zum Schneiden der generierten MP3-Datei mp3DirectCut.

Bis zu dieser Ausstattung habe ich auch noch mit Powergramo experimentiert. Bei Pamela (kostet in der erforderlichen Version etwa die gleichen 20 EURO) ist aber eine 30tägige Testversion verfügbar. Ich fand es wichtig, vorher zu testen, wie eigentlich die Sprachqualität bei einem SkypeOut ist. Dabei ist mir aufgefallen, dass (bei meinen Tests) die Qualität der Gespräche ins Mobilnetz erheblich besser war als die ins (analoge) Festnetz. Das Schneiden mit mp3directcut ging auch recht problemlos für mich als ziemliches Greenhorn auf dem Gebiet.

Hier nun meine Testdatei

Update: Ein entscheidender Nachteil von Pamela ist, dass die gängigen Flashplayer (zum Beispiel auch das WordPress-Plugin Podpress) nicht mit den generierten MP3 klarkommen. Die Geschwindigkeit beim Abspielen ist nicht richtig. Also, weiter suchen und zum Beispiel mal Totalrecorder als Alternative probieren.

Update: Mit dem Totalrecorder bin ich nicht so richtig warm geworden. Ein smartes Tool scheint auch der MX Skype Recorder zu sein. Allerdings bringt auch der auf den ersten Versuch kein MP3 zu stande, was mit den gängigen Flash-Media-Player gut laufen würde. Hier ist das ganze allerdings schon mehr machbar als mit Pamela. Aber optimal noch lange nicht. Die Abspiel-Geschwindigkeit ist zu langsam und klingt echt grausam. Doch bei anderen geht es auch (laut Kommentar hier), vielleicht muss ich was anders einstellen. Oder liegt es am Schnitt mit MP3 Direct Cut?

Update: Der Entwickler des Skype-Recorder hat mir geraten es mit einer neuen Version der lame_enc.dll zu versuchen. Die Datei ist wohl für das Erstellen der MP3 zuständig. Und siehe da: alles ist so, wie es sein soll.

Fledermausschutz als Argument

Irgendwie scheinen Fledermäuse die Menschen zu faszinieren. Wir merken es jede Woche, wenn sich hunderte Menschen zu unseren Fledermausexkursionen in der Fledermausregion versammeln. Wir wissen: Fledermäuse eignen sich neben Wespen gut im natürlichen Kampf gegen Mücken. Das ist schon Argument genug für den Fledermausschutz. Da Fledermäuse anscheinend auch beispielsweise Entscheider in Verwaltungsgerichten faszinieren, wird der Fledermausschutz gerne als Argument bei der Verhinderung von Bauvorhaben genutzt. Oder auch mißbraucht, wie möglicherweise der Fall der Autobahnbrücke der A20 bei Bad Segeberg verdeutlicht. Karl Born hat noch mehr Fälle ausgegraben, wo Fledermäuse vielleicht für die Verhinderung von Bauvorhaben hinhalten müssen.

Nichts für ungut, Herr Born, vielleicht gibt es einfach Menschen, die nicht möchten, dass ein Flughafen erweitert wird und dadurch noch mehr in die Nachbarschaft rückt, weil die Lebensqualität dieser Menschen darunter leiden könnte.

Doch so etwas scheint, genau wie der Ausbau eines Braunkohletagebaus mit gewöhnlichen Rechtsmitteln nicht zu verhindern sein. Ich habe einmal in einem persönlichen Gespräch mit jemandem aus Neuenfelde von subtilen und nach dem Empfinden meines Gesprächspartners aggressiven Verhandlungsmethoden der Investoren und angeblich unter deren Einfluss stehenden Medien und Politikern gehört. Da sei es bis zur Androhung von physischer Gewalt gegangen. Deshalb sei der Widerstand gegen die Verlängerung des Airbus-Flughafens in Neuenfelde mehr und mehr zurück gegangen. Mal abgesehen davon, dass letztlich einfach der Bebauungsplan geändert worden sei. Ich habe das nicht überprüft, gebe nur den Eindruck einer mir nicht persönlich bekannten Person weiter. Aber warum sollte da nichts dran sein, schließlich geht es um einen Haufen Geld.

Jetzt ist es schade, dass die sympathischen Fledermäuse in letzter Zeit anscheinend zunehmend als Argument herhalten müssen. Aber anscheinend haben die Entscheider mehr Angst vor der mystischen Macht der Tiere als vor dem Einfluss der Investoren. Jeder weiss, dass sich Fledermäuse in Nebel verwandeln können und sich am liebsten von menschlichem Blut ernähren. Wer sollte es da nicht mit der Angst bekommen.

Das beliebte Argument „Wir schaffen Arbeitsplätze“ ist zumindest in Einzelfällen nach meinem persönlichen Eindruck nicht rationaler. Hingenommen wird das in der Regel auch ohne Widerspruch oder Beweise für die Art der Arbeitsplätze oder die Nachhaltigkeit der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Müsste es nicht auch hier richtig heissen: „Wir könnten Arbeitsplätze schaffen“?

Telekom Tiefbau

Das möchte ich doch aus vollem Herzen einmal die Störungsstelle der Deutschen Telekom loben. Ein kaputtes Kabel irgendwo einen Meter tief neben der Strasse haben die Herren und vielleicht auch Damen des Telekom Tiefbau am Samstag nachmittag aufgebuddelt und geflickt. Das finde ich schon ziemlich gut und sehe auch darüber hinweg, dass ich während der Zeit der toten Leitung zusätzliche Kosten durch Rufumleitung und Mobiltelefonie hatte. Schade eigentlich, dass nicht selbstverständlich ist, dass auch Samstag gearbeitet wird, aber vielleicht kommen wir da ja noch wieder hin.

Frei von Sünde

Niemand sei frei von Sünde, vom Papst bis zur Putzfrau.

Die Aussage ist nicht besonders bemerkenswert, außer sie kommt von einem katholischen Geistlichen während eines Gottesdienstes. So viel Selbstkritik hätte ich der Katholischen Kirche nicht zugetraut.

Badeservice

Definitiv zu Schade zum Wegwerfen ist diese sexy Eckbadewanne.

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Sie war in einem Haus, das ich gekauft habe. Aber ich habe leider keine richtige Verwendung dafür. Und einen Badeservice wollte ich hier eigentlich nicht anbieten. ;) Ich gebe die Badewanne gerne zum Selbstausbau günstig ab. Einfach bei ebay mitbieten.

Oder ich benutz die Wanne als Gartenbadewanne auf der Terrasse. Passend, wenn ich dann noch irgendwann die Sauna baue.

Geltungsdrang

Ein übertriebener Geltungsdrang, auch Narzissmus oder schlicht Profilneurose.

„Im Alltagsverständnis ist ein Narzisst ein Mensch, der sich sehr auf sich selbst bezieht und dabei andere (Menschen, Natur usw.) vernachlässigt. Narzissmus ist übertriebene Selbstliebe, bedingt also Egoismus und Egozentrik.“ (Quelle Wikipedia)

Jemand steht lieber in der zweiten Reihe und fördert Projekte aus dem Hintergrund. Manchmal muss er oder sie aber auch mit Menschen mit übertriebenem Geltungsdrang zusammenarbeiten. Es ist eigentlich in dem Fall egal ob es sich um einen „einfachen“ Geltungsdrang handelt oder eine ernstzunehmende Persönlichkeitsstörung. Manchmal nervt es eben. Vor allem wenn der Dienst an der Sache und Gemeinnützigkeit vorgeschoben wird und nicht klar gesagt wird: „es geht darum, dass ich in der Zeitung stehe.“ Aber so ist es eben mit psychischen Störungen. Selber merkt der oder die Betroffene es am wenigsten.

[…]Dazu kommt ein introvertiertes, durch scheinbar extrovertiertes Verhalten verdecktes, jedoch ständig auf Konfrontation ausgerichtetes Handeln.[…] (Quelle)

Das nur mal so am Rande: vielleicht hilft es ja

Steuerberater Ostholstein

Warum findet man eigentlich nichts, wenn man bei Google nach Steuerberater Ostholstein sucht? Es gibt in Ostholstein sicherlich etliche Steuerberater und auch Rechtsanwälte. Diese findet man mit einer entsprechend gestalteten Suchanfrage bei Google auch nicht.

Was bringt nun die Suche Steuerberater Ostholstein zutage? Es kommen im Suchergebnis diverse Verzeichnisse wie goyellow oder yahoo. Aber nur ganz wenige Steuerberater mit ihrem eigenen Webauftritt. Und die meisten der aufgeführten Steuerberater sind in den Verzeichnissen nicht mit einer Webadresse aufgeführt. Vielleicht weil die Steuerberater in Ostholstein keine Webadresse haben oder weil sie vielleicht einen Webdesigner und keinen Unternehmensberater für die Erstellung ihrer Homepage engagiert haben.

Jeder wie er mag, aber wenn man als Steuerberater in Ostholstein zusätzliches Geschäft mit dem Webauftritt generieren möchte und vielleicht auch noch plant Prozesse mit Internettechnik zu optimieren … Ich komme gerne zu einem unverbindlichen Gespräch vorbei. Und wenn die Chemie stimmt haben wir beide einen Kunden mehr. Keine Angst, ich bin nicht der Typ auf dem Foto oben rechts …