Wenn jemand eine bahnbrechende Entwicklung gemacht hat, soll diese geschützt sein. Das ist ganz klar und durch das nationale und internationale Patentrecht gewährleistet. Bei Softwarepatenten sieht das ganze etwas anders aus. Hier sollen zukünftig „Ideen geschützt werden können“. Ein Zitat: „Man patentiert nicht mehr eine bestimmte Mausefalle, sondern jedes „Mittel zum Ködern von Nagetieren“ oder Mittel zum Abfangen von Daten in einer simulierten Umgebung.“ So paradox es klingt: Es gibt wohl wirklich Bestrebungen, so etwas in der Art als europäisches Recht umzusetzen. Ein paar konkrete Beispiele gefällig?
Wie stark der Einfluss von Lobbyisten ist, die anscheinend mehr Geld mit dem Einfordern von Recht als mit wahrem Fortschritt verdienen, kann man sich denken. Solche Institutionen verlangsamen und verkomplizieren vieles. Aber gerade das Internet lebt von den Entwicklungen und der oftmals auch durch viel Idealismus getragenen Arbeit vieler kleiner Unternehmen und Individuen. Diese Kultur ist durch die Umsetzung der Softwarepatente ein Stück weit in Gefahr.
Aber sicherlich gibt es auch hier wie immer zwei Seiten zum Thema Softwarepatente. Mehr Informationen für eine Meinungsbildung zum Thema Softwarepatente gibt es hier und vielleicht hier oder auch hier oder hier.
Übrigens darf das Patentrecht nicht mit dem Urherrecht verwechselt werden, das keineswegs in Frage gestellt werden soll. Eine wohl mit entscheidende Frage bei der Meinungsbildung pro oder contra Softwarepatente ist wohl, ob für den Schutz einer persönlichen Leistung das Urherrecht nicht ausreicht?
Oft hört man von Sicherheitslücken in Software von Microsoft. Weit verbreitet sind z.B. der Internet Explorer zum Browsen und Outlook unter anderem zum Lesen von email. Wenn man immer alle Sicherheitsupdates von Microsoft macht, sind die Sicherheitslücken wohl nicht so dramatisch. Aber wer macht das schon?Ich will ja auch nicht gesagt haben, dass Software von Microsoft nicht sicher wäre. ;)