Persönlich empfinde ich den 9. November als einen der wichtigsten Tage des Jahres. Es gibt nicht viele Tage, von denen ich genau sagen kann, was ich an einem bestimmten Moment getan habe. Der 9. November 1989 gehört unbedingt dazu. Die Welt hat sich am 9. November nicht überraschend geändert. Den ganzen Sommer fand ich politisch sehr bewegend. Aber es ist doch vieles anders geworden. Ohne den 9. November wäre vieles in meinem Leben anders gekommen, obwohl ich vor der Grenzöffnung nicht in Ostdeutschland gelebt habe. Immer wieder schön, so einen Gedenktag zu haben …
Archiv für das Jahr: 2006
lesenwerte Spammail (Teil 2)
Heute habe ich wieder einmal eine Spammail bekommen an der ich hängengeblieben bin. Ich weiss zwar sicher, dass ich niemanden betrogen habe, aber die Wahrnehmung ist ja manchmal etwas unterschiedlich.
An die Rechtsabteilung bzw. die Verantwortlichen von: xxxxx.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
in unserem Verbraucherschutzforum wurde uns mitgeteilt, dass Sie einen
unserer User betrogen haben sollen!Da wir diesen Fall schlichten wollen bevor es an die Staatsanwaltschaft
geleitet wird geben wir Ihnen die
Chance, sich auf unserem Forumhttp://www.xxxxxxx.cc/phpBB2/forums.html
anzumelden und nach xxxxx.de zu suchen.
Sie werden den Beitrag leicht finden. Wir hoffen, dass Sie Stellung nehmen.
Sollten Sie den Betrugsvorwurf nicht beseitigen, wird Anzeige gegen Ihre
Firma und deren Mitarbeiter erstattet werden.
info@xxxxx.deHochachtungsvoll
Das Snakecity-Team
Verbraucherschutz im Internet
admin@xxxxxxx.ccImpressum:
http://www.xxxxxxx.cc/impressum.html
Kontaktaufnahme nur per Mail oder Suchfunktion!Ihre Adresse haben wir wie folgt gespeichert: info@xxxxx.de
Das betroffene Forum distanziert sich übrigens von diesen Mails. Deshalb hab ich die Namen „geixt“.
WordPress Forum
Wie kann man mit Hilfe von WordPress aus einem Forum eine vollwertige Internetpräsenz machen? Oder welches Forum ist am besten mit WordPress zu integrieren? Diese Fragen habe ich mir schon oft gestellt. Heute habe ich zwei Antworten gefunden.
Bei Bloghelper ist ein Beitrag zu finden, der Anleitungen für die Integration verschiedener Foren mit WordPress beschreibt (via pixelgraphixs).
Für ein komplett neues Forum bietet sich das neue Forum bbpress an, das wie WordPress auch aus dem Haus Automattic kommt. Allerdings ist dieses noch ziemlich in der Entwicklung.
Bloghelper scheint ein Fan von Vanilla zu sein.
Im Moment nutze ich SMF für das Ostsee-Forum (immerhin 760 Themen und über 2000 Beiträge). So richtig glücklich bin ich damit nicht mehr seit Yabbse zu SMF geworden ist. Phpbb soll ja auch nicht so der Renner sein (zumindest gibt es viele unzufriedene Nutzer). Ausserdem gibt es keine (mir bekannte) funktionierende Lösung der Migration von SMF zu phpbb. Warum also nicht einmal etwas ganz anderes probieren. Zum Thema SMF zu Vanilla migrieren gibt es hier eine Lösung. Und wenn sich das auch noch nicht WordPress verbingen lässt, wäre das doch was. Ich werde demnächst mal etwas experimentieren probieren. :)
Update: Hier bei golem wird das Vanilla-Forum noch einmal beschrieben: „Vanilla ist ein schlankes Webforum, das vor allem durch die Abwesenheit von Funktionen glänzt, die so manch anderes Forum überladen.“
Die Installation ging problemlos über die Bühne. Die Umwandlung der SMF-Beiträge, Kategorien, Nutzer etc. ist auch dank der oben verlinkten Skripte geglückt. Die Installation von Extensions geht auch leicht von der Hand. Als nächstes werde ich mich mal an die Integration mit WordPress machen.
Videobewerbung
Zum Thema Videobewerbung bin ich über einen Beitrag bei Telepolis gekommen: ein Bewerbungsvideo (eines Unsympathen ?) geht um die Welt. Aber so sollte man es wohl besser auch nicht machen.
Was kann man mit einem Bewerbungsvideo anderes machen als mit einer konventionellen Bewerbung? Wenn man die technischen Voraussetzungen zur Verfügung hat und entsprechende persönliche Fähigkeiten, kann man sicherlich Emotionen besser rüberbringen. Und wenn man das Video je nach Empfänger ein kleines bisschen personalisiert, könnte es sein, dass die Personalchefs beeindruckt sind, welchen Aufwand jemand betreibt, um gerade diesen Job zu bekommen.
Bei der Gelegenheit ist mir eingefallen, dass wir (ich glaube 2001) einen herrlichen Erfolg und vor allem viel Spass mit diesem Wahlvideo hatten. Auf Inhalte haben wir bewusst verzichtet, war ja schliesslich Wahlkampf, da geht es ja nie um politische Inhalte. ;) Es ging übrigens auch nicht darum, ein besonders tolles Video zu drehen oder ein gelungenes Beispiel für eine Videobewerbung zu zeigen.
Serie zum Thema Internetvideo.
Publizieren gestern und heute
Internetwerkzeuge wie zum Beispiel Weblogs passen nicht so gut mit der Kommunikationsstruktur von Großunternehmen zusammen. Diese These habe ich schon manches Mal aufgestellt. Hier ein Zitat, dass ich in einem Text zu Wikis bei der CIA gefunden habe, das aber auch auf andere Institutionen passen koennte:
Dort habe man Informationen gesammelt, einen Bericht geschrieben, diesen sorgfältig überarbeitet und dann erst weiter gegeben. Das sei ein Paradigma, bei dem die Nachrichten von Gestern für Morgen aufbereitet werden, während beim Wiki-Modell die Informationen zuerst veröffentlicht und später überarbeitet werden. (Quelle)
Hochzeit Bedeutung
Was bedeutet eigentlich Hochzeit? Das sieht natürlich jeder anders. Für den einen ist es die wichtigste Veranstaltung im Leben. Sicher ist eine Hochzeit auch etwas Bedeutendes, denn man gibt sich schliesslich das Versprechen, den Rest des Lebens, bzw. zumindest eine unbestimmte Zeit lang zusammen zu leben.
Der andere macht es regelmässig und hat schon eine gewisse Routine im Heiraten. Wenn’s denn Freude macht …
Und es gibt Menschen, die heiraten gar nicht, weil sie vielleicht nicht monogam leben können oder möchten. (Oder sich das erst später überlegen) Aber: es darf doch bitteschön in einem freien Land jeder das machen was er oder sie möchte so lange es keinem anderen schadet.
Wir haben am 20.10.2006 auch geheiratet. Als ganz schlichte Veranstaltung nur mit dem Standesbeamten und unseren Kindern. Ohne Ankündigung und Einladungen von Familie und Freunden, aber mit Zeit für einander. Der eine oder andere ist vieleicht nun beleidigt. „Die Geizhälse wollten sich um die Feier drücken und / oder Freunde und Familie nicht an ihrem Glück teilhaben lassen.“ Nein, das ist nicht der Fall.
In Wirklichkeit sind wir schon viel länger verbunden, dadurch dass wir uns für eine Partnerschaft und Kinder entschlossen haben. Wir sind der Ansicht, dass es für die Entwicklung von Kindern förderlich ist, wenn sie mit mindestens zwei dauerhaften Bezugspersonen zusammen aufwachsen. Wir brauchen keine Institution, die uns sagt, dass wir jetzt zusammen gehören, weil wir es selbst entschieden haben. Was die kirchliche Seite angeht, so danken wir Gott oder wie man „ES“ nennen will, dass wir uns gefunden haben, auch ohne vor einen Altar zu treten.
Wir haben mit unserer amtlichen Hochzeit dem Staat mitgeteilt, dass wir das Lebensmodell gewählt haben, dass er am meisten fördert.
Wir dürfen durch den Akt der Hochzeit nun unsere Zusammengehörigkeit durch einen gemeinsamen Nachnamen zum Ausdruck bringen. Wir dürfen Kinder adoptieren. Wir dürfen weniger Steuern zahlen. Wir sind hinsichtlich der gegenseitigen Erbfolge priviligiert. Was dürfen wir noch, was andere Menschen nicht dürfen? (Natürlich war es auch bewegend offiziell: „Ja ich will !“ zu sagen.)
Jedenfalls dürfen wir unabhängig von allem im nächsten Sommer um den 24. Juni wieder herzhaft Mittsommer feiern. Wer kommen möchte, ist herzlich eingeladen und darf das dann auch als Hochzeitsfeier verstehen. In der Hinsicht haben wir uns noch nie lumpen lassen. Und daran wird der Staat nichts ändern.
Update: Bei der Aufzählung oben darf leider das Thema Zwangsehe nicht fehlen.
Alternative zu Google
Es ist ja nichts neues, dass Microsoft auch an einer Suchmaschine arbeitet. Zu finden ist diese Suchmaschine jetzt unter live.com
Bei der Microsoft-Suche fällt mir auf, dass Microsoft weniger Wert auf Domains zu legen scheint, die vor allem durch Linktausch populär sind. Meine Webseiten schneiden alle sehr gut ab, bei Goggle gibt es seit einiger Zeit ein paar Rückschläge, weil ich meine Zeit nicht mit ausuferndem Linktausch verschwende.
Es geht hier jetzt nicht um Sympathie oder Antipathie. Ich bin der Ansicht, dass man mit seinen persönlichen Daten insgesamt im Internet vorsichtig sein muss. Und in der Hinsicht sind beide kräftig am sammeln. Aber was die reine Suche ohne Personalisierung oder so angeht kann eine weitere Suchmaschine neben google, yahoo und seekport die Landschaft bereichern. Zumal Microsoft durch die Verbreitung von Windows grosse Chancen auf einen hohen Marktanteil bei der Suchmaschine hat. Deshalb heisst das wohl auch Windows Live.
Touristen verschwinden lassen
Die Schlagzeile lässt Touristiker sicherlich aufblicken. Mich auch. Es geht um eine Fotobearbeitungssoftware, mit der Sie „störende Objekte wie Touristen oder Autos automatisch aus dem Bild Ihres Lieblingssujets entfernen“ lassen können sollen. via: itfrontal.de
Podcast Tourismus
Podcasting im Tourismus soll ein neuer Trend sein, habe ich heute gehört. Ich weiss zwar was Podcasts sind, aber so richtig erschliesst sich mir der Sinn dahinter nicht. Ein Podcast ist schlicht gesagt ein Audio-File (z.B. MP3) mit beliebigen Informationen, das im Internet zum Download bereitgestellt wird. Hab ich jedenfalls mal schnell so definiert. Apple beansprucht laut Wikipedia das Namensrecht. Podcast sei auf ipod und broadcasting zurückzuführen. Verständlich, dass Apple das ganze Thema pusht, denn der ipod hat dem Laden wohl ein Stück weit die Existenz gesichert.
Wo ist jetzt der Einsatz für den Tourismus und wo ist der Trend?
Sinnvoll scheint das ganze Thema zu sein, wo man gerade nicht online lesen kann. Also beispielsweise im Auto oder vielleicht auch im Flugzeug. Natürlich auch beim Joggen oder auf dem Rad. Reiseführer können damit gut ausgeliefert werden. Aber was hat das nun eigentlich mit Internet zu tun? Audio-Reiseführer gibt es doch schon länger.
Das Internet wird gerade von der breiten Masse als das entdeckt was es ist: ein interaktives Medium. Das nennt sich dann Web 2.0, obwohl es doch eigentlich eher der Grundgedanke des Internet war. Zumindest gilt das, wenn man mit dem Beginn des Internet das Usenet in Verbindung bringt. Und auch der Erfinder des WWW hält nicht viel von dem Begriff. Und dann wird genau das Gegenteil, denn etwas anderes ist doch ein Podcast imho nicht, in den Olymp der Trends gehoben?
Vor allem ist ein Podcast mehr als unpraktisch bei der Recherche. Ähnlich wie bei Text in Grafiken wird jede maschinelle Indexierung / Durchsuchbarkeit unmöglich gemacht. Bleibt das manuelle Taggen. Der Sinn mag sich mir noch bei Bildern erschliessen, aber bei Informationen ist das doch doppelte Arbeit und vor allem nicht vor Manipulationen sicher. Genau aus dem Grund wurden doch Metatags auf Webseiten vor ein paar Jahren durch bessere Indexierungsverfahren abgelöst.
Die Barrierefreiheit wird auch nicht unbedingt gefördert. Menschen die nicht mit den Augen sehen, haben längst ihre eigenen Methoden entwickelt, um das Internet zu nutzen und stellen eine wichtige Zielgruppe des Internet dar.
Das sind so die ersten Fragen, die mir durch den Kopf gehen. Das kann aber nicht alles sein. Also versuche ich etwas tiefer in die Thematik einzusteigen. Vor allem natürlich nicht von mir auf andere zu schliessen. Auch wenn ich selten TV sehe, machen es doch Millionen anderer Menschen täglich. Und letztlich wird ja auch mehr telefoniert als geschrieben.
Was ist also der Nutzen von Podcasts im Vergleich zu geschriebenen Texten?
– auditive Ansprache bringt mehr Aufmerksamkeit und erfordert weniger Konzentration beim Empfänger
– Nuancen und Zwischentöne können besser vermittelt werden
(Quelle)
Beide Vorteile gelten vor allem dann, wenn es sich nicht um ein Audio sondern ein Videopodcast handelt.
Für Podcasts gibt es natürlich auch einen Einsatz, wenn es um live geführte Diskussionen geht. Da setzt sich natürlich niemand hin und protokolliert das ganze. Aber wo ist da der Bogen zum Tourismus?
Nicolas Götz schreibt, wie sich die grossen Touristikkonzerne mit dem Internet auseinandersetzen … O.k., wenn das so aussieht, dann brauchen die smarten Anbieter im Internet vor der Web-2.0-Offensive von TUI & Co. keine Angst haben. Das ist jedenfalls meine völlig unmaßgebliche Meinung. Für andere Ansichten steht gerne die Kommentarfunktion dieses trendigen und innovativen Web-2.0-Informationsmediums unter dem Text zur Verfügung. Update: Ich bestreite übrigens nicht, dass es sein kann, dass ich den Sinn hinter dem Podcasting noch nicht verstanden habe.
Update: Wen wundert’s, dass sich Gerhard Schoolmann, DER Blogger der Gastroszene schon mit dem Thema Videos von gastronomischen Betrieben auseinandergesetzt hat. Und wo ich gerade darüber nachdenke fällt mir ein, dass ich seit letztem Jahr auch schon Videos als Werbeinstrument nutze.
Update: Das Interview mit Tim Berners-Lee gibt es auch als MP3. via: reticon.de
Update: Auch nett der Artikel zum Web 2.0 in der NZZ. Bert Brecht habe das Web 2.0 gefordert …
Update: Lesenswert auch die Artikel zum Thema bei perspektive-blau.de Richtigerweise wird auf das Cluetrain Manifest aus dem Jahr 1999 verwiesen. Und der Schwenk dahin macht auch deutlich, warum Großkonzerne mit den derzeitigen Kommunikationsstrukturen und Internet von Grund auf nicht so gut zusammen passen.
Update: Eine Serie zum Thema Internetvideo bei Telepolis.
Update: Langsam lerne ich, was Podcast bedeutet. ;) Mit dem Plugin Podpress lassen sich Audio-Files gut in WordPress integrieren. Im Einsatz habe ich das ganze im Podcast Rallye Dakar.
Update: Gerade gefunden. Die eine Hälfte sei die unspektakuläre Sache der Produktion von mp3-Dateien mit mehr oder weniger belanglosen Inhalten. Die andere Seite ist die Verteilung über RSS.
Quecke natürlich bekämpfen
Eigentlich war dieser Beitrag als Update meines Postings pflegeleichter Garten gewünscht gedacht. Ist aber vielleicht sinnvoller als separater Beitrag.
Also ein kurzer Jahresbericht:
Die erste Saison in unserem neuen Garten ist vorbei. Gemüse nach Rasen ist gut gewachsen. Dort war auch nicht viel Quecke sondern nur Rasen und Löwenzahn. Das war beides mit Umgraben und Raussammeln im Frühjahr erledigt. Klar war das Beet nicht unkrautfrei aber den Anspruch hatten wir auch nicht. Der Ertrag war in Relation zum Arbeitsaufwand ganz ok. Wir müssen ja auch nicht davon leben. Fördlich war sicherlich, dass es in diesem Jahr zumindest im Sommer nicht viele Schnecken gab.
Etwa 10 alte, teilweise etwas verwilderte aber sympatische Rosen waren dieses Jahr auch prima im Gang. Im Frühjahr werden die ordentlich in Form gebracht.
Jetzt habe ich damit angefangen, ein ehemaliges Staudenbeet vor dem Haus wieder herzurichten. Hier ist Quecke und Giersch / Dreiblatt ein echtes Problem. Da muss von Anfang an was gegen getan werden, sonst wird das nichts mit dem pflegeleichten Garten. „Quecke natürlich bekämpfen“ war der Ansatz meiner Internet-Recherche. Pustekuchen, man scheint an regelmäßig durcharbeiten, mit der Grabeforke graben und absammeln nicht vorbei zu kommen. Bodenaustausch geht der Vollständigkeit halber na klar auch. ;)
Das gilt jedenfalls wenn man ohne Roundup auskommen möchte. Versteht sich für mich aber von selbst, denn das kann nun in einem Privatgarten (wie auch Motorsense oder Laubsauger) wirklich nicht die Lösung sein. Und die Natur ist auch nicht blöd und wird schon für entsprechende Resistenzen sorgen.
Wer Zeit hat, kann Giersch durch ständiges Abpflücken los werden. Schmeckt ähnlich wie Spinat und sogar richtig gut, wenn die Giersch jung und knackig ist.
Aber wenn man Giersch abpflückt und aufisst hilft das natürlich auch nicht gegen Quecke. Doch auch Quecke hat einen Nutzen falls es tröstet. ;)
Update: 20 Tipps zur Pflege einer aufstrebenden Gierschkultur ( ;) ) gibt es bei planten.de
Update: Eine allgemeine Abhandlung über „Unkräuter„