{"id":566,"date":"2008-10-14T09:58:36","date_gmt":"2008-10-14T07:58:36","guid":{"rendered":"http:\/\/gutes-von-morgen.de\/blog\/?p=566"},"modified":"2008-10-14T10:03:27","modified_gmt":"2008-10-14T08:03:27","slug":"der-staat-wirds-schon-richten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gutes-von-morgen.de\/blog\/der-staat-wirds-schon-richten\/2008\/10\/14\/","title":{"rendered":"Der Staat wird&#8217;s schon richten"},"content":{"rendered":"<p>Rettungspaket ist mein pers&#246;nlicher Vorschlag f&#252;r das <a href=\"http:\/\/www.unwortdesjahres.org\/\">Unwort des Jahres<\/a> 2008. Man mu&#223; nicht Volkswirtschaft studiert haben, um der Ansicht zu sein, dass M&#228;rkte nat&#252;rlichen Schwankungen unterliegen und durch die Preise zu einem Gleichgewicht finden. Nat&#252;rlich ist die Realit&#228;t nicht so einfach wie die Modelle. Aber ich bin nicht der Einzige, der der Ansicht ist, dass der Staat erst das Ungleichgewicht in den Markt bringt oder zumindest nicht in der Lage ist, das Gleichgewicht wieder herzustellen. Weil der Staat das Geld auch irgendwo her nehmen muss. Gleichgewicht kann nur da sein, wo eine Leistung durch eine Gegenleistung gesichert ist. Das kann in dem Fall eines sogenannten Rettungspakets nach meiner pers&#246;nlichen Meinung nicht der Fall sein. Vor allem, wenn das Geld verschenkt statt investiert wird. Und danach sieht es im Moment ein wenig aus. Nat&#252;rlich wird es nicht so genannt. Aber warum steht nirgends was von den R&#252;ckzahlungsbedingungen beim Rettungspakat? Eine einzelne Stimme in Person von <a href=\"http:\/\/www.peter-mueller.de\/\">Peter M&#252;ller<\/a> scheint sich <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/appl\/newsticker2\/index.php?channel=new&#038;frame=&#038;t=1223896624&#038;module=dpa&#038;id=19203348\">seit gestern daf&#252;r stark zu machen, dass &#252;berhaupt dar&#252;ber nachgedacht wird<\/a>.<\/p>\n<p>Rettungspaket klingt sch&#246;n popul&#228;r. Hier kommt der Staat, der alles wei&#223; und die Welt jetzt rettet. Und schon braucht sich keiner mehr Gedanken dar&#252;ber zu machen, wie er seine Gesch&#228;fte absichert. Je gr&#246;sser das Gesch&#228;ft desto kleiner das Risiko. Und wenn ein Gesch&#228;ft keine vern&#252;nftige Grundlage hat, werden F&#246;rdergelder beantragt. Das geh&#246;rt mittlerweile schon zum guten Ton. Auch hier geht anscheinend Gr&#246;&#223;e vor Wirtschaftlichkeit. Der Staat wird&#8217;s schon richten. F&#252;r die F&#246;rdergelder ist in Deutschland zum Teil die KfW zust&#228;ndig. Wie diese Staatsbank mit Geld umgeht, haben wir vor kurzem gerade gesehen. Nehmen wir bei diesem Argument einfach mal die Hypothese an, dass die paar <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hilmar_Kopper#.E2.80.9EPeanuts.E2.80.9C\">Peanuts<\/a>, die in der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lehman_Brothers\">Lehman&#8217;schen Insolvenzmasse<\/a> versickert sind, nur die Spitze des Eisbergs bei der Arbeit der KfW sind oder waren. Die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2982\">IKB<\/a> geh&#246;rte ja auch mal dazu &#8230;<\/p>\n<p><strong>Wo sind denn die Ursachen des aktuellen Ungleichgewichts?<\/strong><\/p>\n<p>Ist es vielleicht die unkontrollierte Verschuldung von &#246;ffentlichen und privaten Haushalten? Wir leben &#252;ber unsere Verh&#228;ltnisse. Konsum geht &#252;ber alles. Jeder 20j&#228;hrige muss ein neues Auto haben, jeder Durchschnittsverdiener ein Haus bauen. Kleinkredite boomen. Noch vor zwei Wochen habe ich ein Angebot f&#252;r einen <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/doenchkolumne\/kredite_aid_230128.html\">&#8222;Easy Credit&#8220;<\/a> bekommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gutes-von-morgen.de\/blog\/de-fischer-un-sin-fru-christian-ullmen-2005-11-13\">De Fischer un sin Fru<\/a> l&#228;sst gr&#252;&#223;en. Wie w&#228;re es wenn alle mal etwas auf dem Teppich blieben? Etwas konservativer an die Realisierung von W&#252;nschen herangingen? <\/p>\n<p>Neulich wurden wir mit der Aussage &#252;berrascht, dass die &#246;ffentlichen Haushalte wohl nicht 2011 ausgeglichen sind. Wer hat diese Frechheit eigentlich geglaubt?<\/p>\n<p>Vermutlich werden bei diesem Artikel auch wieder contextsensitive Anzeigen f&#252;r Kleinkredite und so erscheinen. Ist ja egal, der Staat wird&#8217;s schon mit einem Rettungspaket richten, wenn wir unsere Schulden nicht bezahlen k&#246;nnen. Da m&#252;ssen sich die Banken auch nicht so viele Gedanken dar&#252;ber zu machen, ob ihre Kredite eigentlich auch gesichert sind. Aber wer ist eigentlich der Staat? Ich &#252;be lieber ein wenig Gartenbau und mache etwas Apfelsaft. Das ist zwar anstrengend, daf&#252;r verhunger ich nicht, wenn alles zusammenbrechen sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rettungspaket ist mein pers&#246;nlicher Vorschlag f&#252;r das Unwort des Jahres 2008. Man mu&#223; nicht Volkswirtschaft studiert haben, um der Ansicht zu sein, dass M&#228;rkte nat&#252;rlichen Schwankungen unterliegen und durch die Preise zu einem Gleichgewicht finden. Nat&#252;rlich ist die Realit&#228;t nicht so einfach wie die Modelle. 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