Archiv für den Autor: Helge Siems

Sicheres WLAN für Ferienwohnungen

Die Nachfrage nach kostenlosen Internetzugängen in Ferienwohnungen oder Gastronomie wird trotz zunehmender Mobilverbindungen und dem Ausbau von LTE nicht kleiner. Es ist bekannt, dass man seinen persönlichen Internetzugang keinen Unbekannten zur Verfügung stellen sollte. Ansonsten sind Sie selbst verantwortlich für alles, was dieser anonyme Nutzer mit Ihrem Internetzugang veranstaltet.

Heutzutage reicht ein Personalausweis, der in der Nähe eines Tatorts herumliegt, um einen Täter „eindeutig“ zu identifizieren. In die gleiche Kategorie fällt eine IP-Adresse, die an einem elektronischen Tatort auftaucht. Wer möchte schon eine Hausdurchsuchung riskieren, weil ein Gast z.B. einen Virus auf dem Rechner oder Telefon hat und dieses Gerät dadurch irgendwelchen Mist verzapft. Am „Tatort“ liegt dann die IP-Adresse Ihres Internetanschlusses rum. Was soll die Polizei anderes tun als zuerst bei Ihnen zu ermitteln?

So schützt Freifunk Sie vor Haftung

Wenn jemand über Ihren Internetzugang Freifunk nutzt und etwas illegales ausführt, taucht am Tatort die IP-Adresse von Freifunk auf und nicht die Ihres Internetanschlusses. Freifunk ist dann der Provider. Mehr Informationen zu der rechtlichen Situation bei Freifunk

Freifunk ist einfach und schnell installiert

1. Kaufen Sie einen Router, auf dem eine alternative Software laufen kann, beispielsweise den TP-Link TL-WR1043ND oder den TL-WR841N/ND

2. Laden Sie sich die kostenlose Firmware von Freifunk herunter (hier für Ostholstein)

3. Werden Sie Mitglied im Freifunk Ostholstein e.V.

Wenn Sie Hilfe bei dem Projekt brauchen …

Rufen Sie mich an oder schreiben Sie eine Email. Ich stehe im nördlichen Ostholstein für Freifunk-Support zur Verfügung. Ich helfe auch gerne, wenn Sie auf Linux umsteigen möchten. Auch das ist kein Hexenwerk, wenn Sie freiheitlich denken und eine gewissen Offenheit mitbringen.

Videoüberwachung im öffentlichen Raum

Was ist gegen den Ausbau der Videoüberwachung einzuwenden?

Das Beispiel unten ist leicht nachzuvollziehen. Jeder, der ein paar Jahre älter ist als ich und die 1970er aktiv miterlebt hat, wird sich das besser vorstellen können. Mal unabhängig davon, dass im Moment tatsächlich viele Verdächtige erschossen werden.

Wenn es zur Zeit der RAF bereits umfassende Videoüberwachung gegeben hätte ….

…. währen wahrscheinlich hunderte wenn nicht gar tausende Bürger Opfer putativer Notwehr der Polizei geworden.
Warum ich das so behaupte?
Ich habe zur damaligen Zeit privat zwei BKA-Beamte gekannt die mit der manuellen Sichtung von Photos beschäftigt waren um dort irgendwelche Personen zu identifizieren die der RAF oder deren vermeintlichem Umfeld evtl zugeordnet werden können.
Diesen zwei BKA-Beamten stellte ich die Frage:
Was passiert, wenn ich in der Fußgängerzone herumgehe und dann eine vermeintliche RAF Figur an mir vorbeigeht und im selben Moment jemand ein Photo macht. Wenn ferner dieses Photo die Interpretation zulässt ich würde mit der vermeintlichen RAF Person reden weil wir beide gerade den Mund offen haben?
Antwort:
Das Photo würde wahrscheinlich als Fahndungsphoto an die Polizei gegeben werden.
Meine weitere Frage war:
Wenn ich nun später nachts einer Polizei Zivilstreife an einer einsamen Stelle über den Weg laufe und die mich auf dem Photo erkennen, dann „forsch“ auf mich zukommen so das ich den Eindruck habe die wollen mich irgendwie angehen und ich deshalb davon renne?
Antwort:
Dann könnte es zum Schußwaffengebrauch kommen weil man dich für einen gefährlichen Verdächtigen hält – sonst würdest du ja nicht davonlaufen.
Quelle

Das Thema ist kontrovers zu diskutieren. Und es kommt nicht unbedingt auf die Erfassung der Daten an sondern auf deren (möglicherweise) rechtswidrigen oder irrtümlichen Gebrauch. Wie das Beispiel oben zeigt.

Es geht hier aber nur um eine Tendenz. Und die geht bei mir ganz klar in jeder Hinsicht in Richtung Datensparsamkeit.

Max und Moritz

Auf der Suche nach einer gut gelesenen Version von Wilhelm Buschs Max und Moritz bin ich über diese Version gestolpert.

PS. Mir gefällt an Max und Moritz der unglaubliche Wortwitz. Als meine Kinder sagten, dass sie Max und Moritz doof finden, weil die sich so schlecht benehmen, bin ich ins Grübeln gekommen. Wilhelm Busch hatte möglicherweise noch im Sinn auf die Schädigung von ungeborenen Kindern durch Alkohol hinzuweisen.

Demografische Zielgruppenausrichtung

Sie sind so und so alt, haben den oder den Familienstand, wohnen zur Miete oder haben Wohneigentum, arbeiten angestellt oder selbständig und so weiter. Das war die Definition von Kunden im letzten Jahrhundert.

Irgendwie war schon immer klar, dass das eigentlich nicht besonders präzise ist. Tatsächlich geht es weniger um demografische Daten sondern mehr um Einstellungen.

Wer das richtig gut kann, wird hier vorgestellt.

Zitat aus dem Artikel: „Jeder Einkauf mit der Karte, jede Google-Anfrage, jede Bewegung mit dem Handy in der Tasche, jeder Like wird gespeichert.“

Cambridge Analytics ist laut Wikipedia known for involvement „in military disinformation campaigns to social media branding and voter targeting“

„Und da habt Ihr alle freiwillig mitgemacht?“, höre ich schon wieder meine Enkelkinder fragen …

Whatsapp ohne Smartphone

Es gibt gute Gründe ein schlechtes Gefühl beim Benutzen eines Smartphones zu haben!

Für viele Menschen ist die Benutzung von Whatsapp oder anderen mobilen Instant-Messengern ein maßgeblicher Grund nicht zu einem „Mobiltelefon“ zurückzukehren.

Für Whatsapp gibt es (im Gegensatz zu z.B. Telegram) keine Anwendung, die nicht auf einem Telefon läuft. Man kann aber ohne große Umstände mit einem PC über eine virtuelle Maschine so tun als wäre er ein Telefon.

Whatsapp lässt sich dadurch auch auf einem PC installieren. Man braucht dafür den Smartphone-Emulator Genymotion und Virtualbox.

Beides läuft auf einem 64Bit-Rechner mit Virtualisierungsfunktionalität (VT-X).

Eine schöne Anleitung für die Installation auf Debian 8 ‚Jessie‘ ist hier zu finden.

Für Windows und Apple gibt es das auch unter den gleichen Produktbezeichnungen. Aber vielleicht ist der nahende Jahreswechsel auch eine gute Gelegenheit auf mehr Freiheit zu setzen und auf Linux umzusteigen.

Onepager: Waldorfschule Ostholstein

Ich wollte schon immer einmal einen Onepager mit WordPress bauen. Von Grund auf bin ich dem Onepager eher skeptisch gegenüber eingestellt. Onepager lassen sich

  1. in der Regel schlechter für Suchmaschinen optimieren und erfordern
  2. für die Darstellung der Effekte meistens Javascript (Risiko für Imkompatibilität)

Onepager bezeichnen im wesentlichen eine Webpräsenz, die alle Inhalte auf einer Seite darstellt. Strukturiert und direkt ansteuerbar werden die Inhalte über html-Anker. Das ist eine alte Technik, also nichts unbedingt neues. Befremdlich finde ich, dass in der Regel für Effekte javascript-Elemente verwendet werden. Ohne aktiviertes Javascript sind die Seiten schlecht zu benutzen. Javascript schalten viele sicherheitsbewusste User nur bei Bedarf an, denn es wird auch von Trackern genutzt und kann für Angriffe auf den Browser eingesetzt werden.

Es wird beim Onepager eher gescrollt als geklickt. Das kommt sicherlich Tablet- und Smartphonenutzern entgegen. Die Bedienbarkeit ist auch auf einem Dektop-PC nicht unangenehm. Sofern Javascript aktiviert ist und es keine Kompatibilitätsprobleme mit dem Browser gibt.

Es muss auch mal etwas Spielerei im Leben sein! Und für die Seite des Vertrauenskreises an der Waldorfschule Ostholstein steht SEO nicht im Vordergrund. Deshalb hat sich hier tatsächlich ein Onepager angeboten. Und mit etwas Kombination lässt sich hier vielleicht auch ein bisschen seo’n. ;)

Waldorfschule Ostholstein