Archiv für den Autor: Helge Siems

WLAN Dahme

Freifunk ist ein dezentrales, freies und offenes Funknetzwerk auf gemeinnütziger Basis. Träger ist in Ostholstein der Freifunk Ostholstein e.V. Umsetzen lässt sich damit recht einfach ein offenes WLAN für alle in Dahme. Die Technik von Freifunk sorgt dafür, dass der Aufsteller kein Haftungsrisiko hat!

Die ersten Freifunk-Router sind in Dahme online. Damit das Netz schnell wächst, ist Dein Engagement gefragt.

So kannst Du aktiv werden! Drei Alternativen zum Vorschlag.

Freifunk ist keine Firma, die „kostenloses Internet“ bereitstellt. Freifunk ist eine Vereinigung von Menschen, welche die Vision von einem freien Netz teilen.

Daten / LAN über Telefonkabel

Lange habe ich nach einer Lösung gesucht, Daten über ein vorhandenes Telefonkabel zu senden. Der Auftrag war ein entferntes Nebengebäude über ein Telefonkabel mit dem Router im Hauptgebäude des Unternehmens zu verbinden.

Der Test ist positiv ausgefallen mit dem 2-Draht-LAN-System von PKS-Team. Das System ist extrem einfach zu installieren und bringt bei mir eine sehr gute Geschwindigkeit trotz einer Leitungslänge, die bestimmt 20% über die vom Hersteller angegebene Maximallänge hinausgeht.

Nach Angaben des Herstellers läuft das 2-Draht-LAN auch auf Kabeln von Antenne, Lautsprecher oder (nicht benutztem) Strom.

Debian ISO auf USB ohne unetbootin

Mit einer Knoppix-CD kann man ja bald nicht mehr viel anfangen bei den ganzen Geräten ohne CD-Laufwerk. “Früher” habe ich so etwas immer mit unetbootin gemacht. Braucht es nicht mehr. Geht viel schneller. Um einen bootfähigen USB-Stick mit einem Knoppix-ISO mit Debian zu erstellen, braucht man nur zwei Zeilen:


sudo cp knoppix.iso /dev/sdb
sudo sync

“knoppix.iso” und “sdb” gegen die entsprechenden richtigen Daten austauschen. Gerade bei der Angabe des Zielpfades ist etwas Sorgfalt geboten, damit man sich nicht kaputtmacht.

Dank des griffigen Titels … via hommel-net.de

Meldeschein Online

Seit einigen Jahren stellt der Kurbetrieb Dahme den Vermietern eine Software zur Verfügung, mit der sie ihre Gäste direkt ohne ein handschriftliches Formular erfassen können. Dahme war vermutlich einer der ersten Orte an der holsteinischen Ostsee, die das umgesetzt haben. Glückwunsch zu diesen Entscheidungen in der Vergangenheit!

In Dahme werden nach Angaben des Kurbetriebs fast 80% aller Meldescheine durch die Vermieter erfasst. Das ist ein sehr hoher Anteil und deutet auf sehr engagierte Vermieter im Ort hin. Ich vermute auch hier, dass Dahme in dieser Hinsicht den Vergleich mit den Nachbarorten nicht scheuen muss.

Software soll Kosten sparen

Die Entlastung von Arbeit durch die Vermieter dürfte dem Kurbetrieb in Summe eine Menge Kosten sparen. Diese eingesparten Kosten können, sofern sie nicht wirklich gespart werden, zumindest an “sinnvollerer Stelle verwendet werden”.

Es ist leicht vorstellbar, dass das Abtippen von händisch ausgefüllten Meldescheinen eine 1. fehleranfällige und 2. unangenehme Aufgabe ist. Diese unangenehme Aufgabe übernehmen in Dahme zu 80% die Vermieter, Vermittler und Campingplatzbetreiber für den Kurbetrieb. Auch wenn die Kosten dem Kurbetrieb erspart bleiben, fallen sie trotzdem an. Das Ziel jeder Verwaltung sollte sein, Kosten einzusparen, egal an welcher Stelle der Leistungskette sie entstehen.

Den “Vermietern” wurde in den letzten Jahren eine kleine Anerkennung dafür gezahlt, dass sie dem Kurbetrieb Kosten gespart haben. Bei einer angenommenen Aufenthaltsdauer von 5 Nächten werden diese 3% Vergütung bei einer angenommenen durchschnittlichen Abgabe von 2,50 EURO pro Tag und erwachsener Person über das komplette Jahr betrachtet etwa

2 Personen x 5 Nächte x 2,50 EURO x 3% = 0,75 EURO pro Meldeschein

ergeben haben. Das als “Provision” zu bezeichnen, halte ich für etwas übertrieben.

Den nächsten Schritt machen, liebe Verwaltung!

Der Schritt zum “Online-Meldeschein” war eine gute Maßnahme. Der Software-Hersteller AVS spricht davon, dass “Meldescheine und Gästekarten in der Gegenwart angekommen” sind. Aber was kommt in der Zukunft?

Was spricht dagegen nicht nur die Kurverwaltung sondern auch die Gastgeber durch den Einsatz von Software zu entlasten?

  • Szenario: Erfassung der Daten durch den Gast
  • Der Gast kann sich im Online-Shop des Kurbetriebs eine OstseeCard kaufen. Der Vermieter muss jetzt nur noch laut Satzung sicherstellen, dass der Gast eine OstseeCard hat. Wenn der Gast noch keine hat, kann der Vermieter dem Gast eine OstseeCard ausstellen und diesem ggf. die Kosten ( 75 cent … ;) ) dafür in Rechnung stellen. Schuldner der Kurabgabe ist laut Satzung der Gast.

Die satzungsgemäße Zuordnung zum Vermieter könnte über einen Schlüssel erfolgen, den der Gastgeber seinem Gast vorher mitteilt.

Die Verifizierung könnte über einen Barcode / QR-Code erfolgen. Vorgedruckte Formulare sind nicht nötig. Auch diese verursachen nur Kosten (Arbeit = Kosten), ohne erkennbaren Mehrwert. Für die Verifizierung sind auch keine extra Geräte notwendig. Eine Smartphone-App sollte ausreichen, um die Gültigkeit eines Barcodes zu überprüfen. Es müssen dafür keine persönlichen Daten übertragen werden. Und da wir jetzt am Strand ein funktionierendes Highspeed-WLAN haben, brauchen auch die Strandschaffner kein Datenvolumen für das Mobilnetz.

Bei der Bahn klappt das mit der Selbstbedienung schon seit 20 Jahren. Jedes Kino, Theater, Museum hat einen Online-Shop für Eintrittskarten. Warum soll das mit der Kurabgabe nicht auch über diesen Weg funktionieren?

Habe ich etwas wichtiges vergessen in meiner Argumentation? Dann lassen Sie uns drüber sprechen.

PS. Eine Exportmöglichkeit für die Fremdenverkehrsstatistik wäre auch nicht schlecht. Die Daten aus den Meldescheinen sollten das hergeben. Das wäre eine deutlich kleinere Aufgabe für die Softwarehersteller und auch eine deutliche Entlastung für die Vermieter.

PPS. Bei der Gelegenheit noch einmal gefragt: warum haben die Strandkorbvermieter in der Satzung noch immer nicht die gleiche Verantwortung wie die Unterkunftsgeber?

10 Pflichten und Haftung der Unterkunftsgeber versus (4) Tagesgäste, die Kureinrichtungen in Anspruch nehmen wollen, haben die Kurabgabe vorher bei den Annahmestellen oder den Strandkorbvermietern zu entrichten.

PPPS. Den ersten Text zur Online-Erfassung des Meldescheins zur Kurabgabe habe ich am 24. August 2005 gepostet.

Datensparsamkeit

“Daten sind die Rohstoffe der Zukunft”, das mag betriebswirtschaftlich und machtpolitisch richtig sein. Dennoch halte ich es für falsch, wenn die großen Parteien (SPD 2016 und CDU 2018) den Grundsatz “Datensparsamkeit” aus dem Bundesdatenschutzgesetz in Frage stellen.

Im 3 Bundesdatenschutzgesetz steht im Moment noch geschrieben:

“Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten und die Auswahl und Gestaltung von Datenverarbeitungssystemen sind an dem Ziel auszurichten, so wenig personenbezogene Daten wie möglich zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen. Insbesondere sind personenbezogene Daten zu anonymisieren oder zu pseudonymisieren, soweit dies nach dem Verwendungszweck möglich ist und keinen im Verhältnis zu dem angestrebten Schutzzweck unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.”

Das ist ein schöner Grundsatz. Der beste Datenschutz ist auf die Erfassung von Daten zu verzichten! Wir brauchen keine neuen Gesetze. Das mit der Datensparsamkeit ist schon ganz gut so. Denn der beste Datenschutz schützt nicht davor, dass Daten in falsche Hände geraten können. Das können sie aber dann nicht, wenn sie garnicht erst erfasst wurden.

Das stand angeblich zum Thema in den Parteiprogrammen zur Bundestagswahl 2017

Zum Thema passt auch der Kampf für den Erhalt des Bargelds!

Schultheater GEMA

Ich versuche mal eine unverbindliche Interpretation der Rechtslage zu den Klassenspielen und Theateraufführungen an Schulen. Wer rechtlich verbindliche Auskunft erhalten möchte, sollte sich an einen Rechtsanwalt wenden.

Urheberrechte sind in Deutschland im Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) geregelt.

52 Öffentliche Wiedergabe
“Zulässig ist die öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes, wenn die Wiedergabe keinem Erwerbszweck des Veranstalters dient, die Teilnehmer ohne Entgelt zugelassen werden und im Falle des Vortrags oder der Aufführung des Werkes keiner der ausübenden Künstler ( 73) eine besondere Vergütung erhält.

Für die Wiedergabe ist eine angemessene Vergütung zu zahlen. Die Vergütungspflicht entfällt für … Schulveranstaltungen, sofern sie nach ihrer sozialen oder erzieherischen Zweckbestimmung nur einem bestimmt abgegrenzten Kreis von Personen zugänglich sind.”

Wenn kein Eintritt verlangt wird und wenn die engagierten Schüler ohne Vergütung agieren, und wenn die Aufführung nur beispielsweise vor Mitgliedern der Schulgemeinschaft stattfindet, dann ist die Aufführung erstens zulässig, und zweitens sogar ohne Vergütung an den Rechteinhaber zulässig. Die GEMA oder andere Durchsetzer von Urheberrechtsansprüchen haben hier also nichts zu wollen.

Wobei ich deren Aufgabe grundsätzlich für legitim halte, denn sie machen nichts anderes als die Rechnungsstellung für Autoren und Komponisten. Und was wäre Theater ohne einen Autoren? Also wäre es auch eine Möglichkeit zu überlegen, wie man bei einem Schultheater die Einnahmen so organisieren kann, dass genug für die Lizenzgebühren erwirtschaftet wird. Möglicherweise wird dann auch Umsatzsteuer fällig. Und weil es noch zig andere Vorschriften und Abgaben gibt, auf die man nicht im ersten Moment kommt, beschäftige ich mich in diesem Text weiterhin nur mit der Möglichkeit der Theater-Aufführung ohne Zahlung an den Rechteinhaber.

Wenn man als Veranstalter den Urheber bedenken möchte und dieser noch lebt, könnte man alles auch etwas unkonventioneller gestalten und z.B. eine Hutsammlung für ihn oder sie machen.

Veröffentlichung eines Videos zur Bewerbung der Veranstaltung

Da die Aufführung nicht öffentlich ist, braucht es auch keine Werbung. Damit erübrigt sich auch die Frage nach der Veröffentlichung von Videos der schulinternen Theater-Aufführung eines geschützten Werkes. Sie ist nicht zulässig ohne Zustimmung des Rechteinhabers, vermutlich auch nicht als Ausschnitt.

Ausnahme gilt für historische Stücke

64 Urheberrechtsgesetz (UrhG)
Werke, deren Schöpfer vor mehr als 70 Jahren gestorben sind, haben keinen Urheberschutz mehr. Sie sind gemeinfrei. Das bedeutet, sie können ohne Genehmigung gekürzt, verändert und aufgeführt werden und es müssen auch bei einer öffentlichen Wiedergabe keine Tantiemen abgeführt werden.

Wenn mal selbst inszeniert und sich dabei an das Original oder eine mehr als 70 Jahre alte Übersetzung hält, sollte es keine Probleme mit der öffentlichen Aufführung geben. Das gilt dann auch für Videos.

* 23 UrhG Bearbeitungen und Umgestaltungen*

Bearbeitungen oder andere Umgestaltungen des Werkes dürfen nur mit Einwilligung des Urhebers des bearbeiteten oder umgestalteten Werkes veröffentlicht oder verwertet werden.

Bearbeitungen sind also ohne Zustimmung des Rechteinhabers zulässig, wenn sie nicht öffentlich aufgeführt werden. Die Aufführung vor einem sachlich abgegrenzten Publikum (z.B. Schulgemeinschaft) ist keine Veröffentlichung.

Arbeiten an der Ostsee

Deine Aufgaben findest Du in der Durchführung der Wohnungswechsel und bei Interesse in der Mitarbeit im Garten. Du solltest also Freude daran haben, eine Wohnung oder ein Zimmer so zu reinigen und vorzubereiten, dass jemand gerne darin wohnt. Es können sich daneben durchaus auch andere Arbeitsbereiche ergeben. Dies gilt vor allem für eine länger angelegte Zusammenarbeit.

Mehr Informationen: ein ganzen Sommer an der Ostsee

Baustoffe Neustadt Holstein

Natürlich muss man die Menge einer Lieferung prüfen, bevor man den Lieferschein unterschreibt. Wer Baustoffe in Neustadt Holstein kaufen möchte, sollte das besonders sorgfältig tun, denn auch eine langjährige Geschäftsbeziehung schützt nicht vor dem folgenden, sinngemäßen Dialog zwischen dem Kunden und dem Geschäftsführer eines Baustoffhandels. Dieser wurde einmal telefonisch geführt und dann noch einmal im Baustoffhandel in Neustadt. Der Name des Baustoffhandels tut nichts zur Sache. Es geht mir nicht darum ein Geschäft schlecht zu reden. Wenn so etwas dort mit der aktuellen Führung häufiger vorkommt und nicht an der zu dicken Nase des Kunden lag, sollte sich das im Laufe der Jahre von selbst erledigen. Ohne Kunden kein Geschäft.

Kunde: “Ich habe 19 Bretter 3m und 38 Bretter 5,10 m bestellt. Geliefert wurden je 20 Bretter, in verschlossenen Paketen zu je vier Stück. Ich habe also 18 lange Bretter zu wenig und 1 kurzes Brett zu viel erhalten. Berechnet wurde das, was ich bestellt habe. Ich habe also etwa 300 EURO netto zu viel bezahlt.”

Geschäftsführer Baustoffe Neustadt: “Sie haben den Lieferschein unterschrieben. Ich schätze Sie so ein, dass Sie eine Lieferung genau prüfen, bevor Sie einen Lieferschein unterschreiben.”

Kunde: “Ich habe das in diesem Fall nicht geprüft, weil ich das verschlossene Paket bei Regen nicht öffnen wollte. Es ist unbestritten, dass ich rechtlich in einer schlechten Lage bin. Geöffnet haben wir das Paket dann erst nach drei Wochen als wir die Bretter tatsächlich brauchten. Erst dann ist uns die Differenz aufgefallen. Natürlich ist das jetzt etwas unglücklich. Ich weiß, dass ich keinen Anspruch auf eine Erstattung habe. Ich bin aber schon lange Kunde bei Ihnen und hatte noch nie ein Problem. Ich hoffe, dass wir eine kulante Lösung finden können.”

Geschäftsführer Baustoffe Neustadt: “Ich habe hier mit allen beteiligten Mitarbeitern gesprochen. Eine Lieferung geht durch drei verschiedene Hände. Der Kommissionierer, der Lagerist und der LKW-Fahrer bestätigen alle mit ihrer Unterschrift die Richtigkeit einer Lieferung. Da kann es zu derartigen Fehlern garnicht kommen. Es kann nur sein, dass die Bretter auf Ihrer Baustelle gestohlen wurden!”

Kunde: “Dann hat der Dieb bei mir auf dem Hof

1. das geschlossene Paket geöffnet
2. die 3m Bretter heruntergenommen
3. 18 Bretter in 5,10 m gestohlen
4. ein Brett in 3 m in das Paket gelegt
5. die Folie des 4er Packs 3m-Bretter verschweißt
6. die 3m Bretter wieder auf den Stapel gelegt
7. das Paket mit dem Klebeband Ihres Geschäfts wieder verschlossen”

Geschäftsführer Baustoffe Neustadt: “So muss es wohl gewesen sein.”

Kunde: “Es kann nicht sein, dass bei Ihnen ein Fehler passiert ist? Ich habe bei mir alles doppelt und dreifach geprüft. Wir hatten kaum Verschnitt. In der Lieferung waren keine angebrochenen Pakete. Ohne angebrochene Päckchen können wir weder 19 Stück noch 38 Stück erhalten haben. Die Verpackungen der 4er Packs haben wir noch. Es kann nur so sein, dass Sie zu wenig geliefert haben.”

Geschäftsführer Baustoffe Neustadt: “Nein, ein Fehler in dieser Größenordnung kann bei uns nicht passieren. Ich vertraue unseren Prozessen und unseren langjährigen Mitarbeitern.”

Es geht noch etwas hin- und her. Der Kunde verliert leider die Fassung. Das Gespräch endet damit, dass der Geschäftsführer den Kunden bittet, das Haus zu verlassen. Wenn dieser sich weigern sollte, würde er die Polizei rufen. Schade, dass eine weit über 10jährige Geschäftsbeziehung so enden muss.

In einer anonymen Gesellschaft sind Formalitäten wichtig. Ich dachte bisher, dass es im lokalen Handel noch so etwas wie Ehrlichkeit, Treue und Vertrauen gibt. Von Ämtern ist man so etwas ja schon gewöhnt. Und anonyme Großunternehmen können wohl auch nur auf diese Art geführt werden. Aber bei einer kleinen Filiale, in der jemand langjähriger, persönlich bekannter Kunde ist, erwarte ich einen anderen Umgang miteinander. Falls nicht nur ich das so sehe, sollte Herrn … das mal jemand sagen.