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Archiv für sonstwas

Kommunale Kassen leer

26. Feb. 2010  von Helge Siems  in Kategorie sonstwas

Der Ausschuss für Tourismus und Kultur eines beliebten Ostseebades in Schleswig-Holstein hat heute beschlossen, der Gemeindevertretung vorzuschlagen, die Satzung zur Kurtaxe zum 1.1.2011 zu ändern. Kinder zwischen 6 und 18 Jahren (sind bisher kostenlos) sollen dann in der “Hauptsaison” vom 1.6. bis 31.8. (?) einen Euro pro Tag zahlen. Damit möchte man vor allem die Gäste der Jugendherberge und des Zeltlagers an den Kosten des Ortes beteiligen.

Öffentliche Diskussion notwendig

Zuschauer dürfen an Sitzungen teilnehmen, Fragen aber nur in der Einwohnerfragestunde stellen. Dort habe ich sicherlich im Zweifel auch kein Wort, weil ich kein Einwohner dieser Gemeinde bin. Also kommunizieren wir hier. Auch wenn ich schon mal gebeten wurde, mich damit zurückzuhalten, um dem Image des Ortes nicht zu schaden. Aber irgendwie kann ich nicht. Der Name des Ortes muss ja nicht genannt werden. Kommunikaton ist übrigens zweiseitig und bedeutet für mich, dass ich mich gerne in meinen Gedanken und Meinungen korrigieren und inspirieren lasse. Aber bitte nur öffentlich hier in diesem Blog und nicht anonym.

Wen belastet die Kurtaxe?

Worüber nicht gesprochen wird, ist eine der Hauptzielgruppen “Familien mit Kindern”, deren Beitrag von 5,40 EURO auf 6,40 EURO steigt. Das entspricht einer Preissteigerung von ungefähr 18,5%. Das gilt natürlich nur in den Schulferien, weil Kinder zwischen 6 und 18 in Deutschland in der Regel zur Schule gehen. In die Zeit fallen die Pfingstferien und Sommerferien. Je nach Wohnung kann der Preis für die Ostseecard leicht einen Aufschlag von 10 bis 15% auf den Tagespreis bedeuten. Das dem Gast bei der Anreise diesen obligatorischen Aufschlag zu verkaufen ist bis zu einem bestimmten Prozentsatz machbar. Es stehen dem ja auch zumindest umlagefinanzierte Leistungen entgegen. Aber sicherlich kann das nicht jeder Vermieter. Vielleicht ist das auch der Grund, warum die sogenannte Kurtaxehrlichkeit unter den Vermietern der grösste Kostenfaktor in dem Geschäft ist. Wenn die Preiserhöhung beschlossen werden sollte, wird das sicherlich in Zukunft nicht besser.

Immerhin hat sich einer der anwesenden leitenden Gemeindevertreter bei der Abstimmung enthalten. Ich sehe das als positives Zeichen.

Strandkorbvermieter in die Pflicht nehmen

Trotzdem fällt mir bei der Durchsicht der Kurabgabesatzung der Gemeinde auf, dass die Tagesgäste die Kurabgabe zwar beim Strandkorbvermieter bezahlen müssen (§8), diese aber im Gegensatz zu den Vermietern nicht zum Einzug der Kurabgabe oder Kontrolle der Ostseecard verpflichtet sind (§10). Da ich auch Gäste im Nachbarort ohne Ostseecard habe, weiss ich, dass die Strandkorbvermieter in aller Regel auch überhaupt nicht interessiert, ob ein Gast eine Ostseecard hat oder nicht. Muss das eigentlich so sein?

Ich verstehe, dass ein heruntergewirtschafteter Ort irgendwoher Geld bekommen muss.

Kosten sparen geht nicht?

Aber das Thema Kosten sparen wird nur kurz am Rande gestreift und dann als nicht möglich zu den Akten gelegt. Die Kurverwaltung betreibt eine defizitäre Zimmervermittlung. Diese arbeitet mit Provisionssätzen, die bei etwa 2/3 bis 3/4 der im Ort ansässigen privaten Vermittlungsunternehmen liegen. Wen wundert da ein Defizit? Warum steht die Zimmervermittlung nicht auf dem Prüfstand sondern darf sogar mit einer Art crowding-out die Privatwirtschaft behindern?

Wenn schon solche offensichtlichen Verlustbringer nicht beseitigt werden, welche anderen fragwürdigen Kostenfaktoren leistet sich die Gemeinde noch?

Das Aufstellen eines Parkscheinautomaten auf einem Parkplatz vor dem Deich direkt am Strand wird diskutiert aber nicht gemacht, weil ein anliegender Gewerbetreibender dagegen sein könnte. Da fällt mir auch wenig zu ein. Zumindest das wurde von den ansonsten eher zum Abnicken neigenden Ausschussmitgliedern diskutiert.

Vermieter, die ihre Gäste zur Kurverwaltung schicken, weil sie keine Lust haben, sich um die Kurabgabe zu kümmern, scheinen keine Rechnung für die entstehenden Prozesskosten zu erhalten. Da kann ich mich auch täuschen, aber irgendwie klang das so raus und kann eigentlich auch nicht sein.

Warum zahlen eigentlich Hunde keine Kurtaxe? Schließlich gehören sie in der Regel auch zur Familie.

Immerhin wird von gemeindeeigenen Controller nach der Sitzung anhand der Istzahlen der letzten Jahre prognostiziert, ob die Preiserhöhung in Verbindung mit der Änderung des Zeitraums insgesamt überhaupt einen positiven Effekt haben könnte. Das ist ein Lichtblick. Der Vorschlag wurde aber ohne diese Berechnung gemacht, was irgendwie zeigt, dass hier ab und zu mit ziemlich heißer Nadel gestrickt zu werden scheint. Ist da vielleicht auch ein Zusammenhang mit der Lage des Haushalts dieser sympatischen Gemeinde zu sehen?

PC für Senioren

27. Dez. 2009  von Helge Siems  in Kategorie sonstwas

Gesucht wird ein PC bzw. das passende Betriebssystem für Senioren ohne große PC-Erfahung. Vermutlich wird es um etwas surfen, email und Textverarbeitung gehen. Es reicht also im Vordergrund ein GUI mit drei Button: Text, Web, Email. Weniger ist mehr, denn bei der Bedienung der einzelnen Elemente warten noch genügend Schritte, die es zu lernen gibt. Da es bei den Senioren sicherlich nicht darum geht, ohne technischen Sachverstand immer die neuesten Applikationen oder Hardwarezeugs zu installieren, muss es bei dem Senioren-PC sicherlich kein Windows sein.

Eine Tastatur mit größerer Beschriftung und großen Tasten, eine gute Maus und ein entsprechend großer Monitor sollte bei der Hardware neben der Grundanforderung “gute Umweltbilanz” die Anforderung sein.

Was gibt es am Markt an PC für Senioren?

Komischerweise gibt es für die große Zielgruppe der Silver-Surfer nicht viele maßgeschneiderte Angebote. Fujitsu-Siemens hatte ab 2006 den Simplico mit einem angepassten Debian-Linux im Angebot. Das Produkt scheint es aber nicht mehr zu geben. In den USA gibt es den Go-Computer. Recht wenig Informationen gibt es über den Senioren-PC Simplicity der britischen Firma Wessexcomputers.

Tut sich hier gerade eine Marktlücke auf oder habe ich etwas übersehen?

In diversen Foren kommt recht schnell der Einwand der Diskriminierung der Alten und dass man den älteren Menschen ruhig etwas mehr zutrauen könnte. Man könne schließlich alles einstellen und konfigurieren. Also, wo ist “Man”, der oder die diese Aufgabe übernimmt und einen PC für Senioren oder ein Betriebssystem für Senioren vorkonfiguriert auf den Markt bringt?

Linux für Senioren: Installation und Konfiguration von XUbuntu mit Web, Email, Text und Fernwartung.

Ubuntu als günstige und einfache Alternative für Senioren: Warum Senioren mit Linux arbeiten sollten,

ColorTux: abgespecktes Linux-GUI mit Linux-Einsteiger.

Easy Peasy: Ubuntu-Ableger für Netbooks

Piratenpartei Schleswig-Holstein

12. Dez. 2009  von Helge Siems  in Kategorie sonstwas

Landesparteitag der Piratenpartei Schleswig-Holstein in Lübeck, Sonntag ab 11 Uhr.

Lifestream von XinCAST

Hotel Herrendamm

Big HelG is watching U

Politikaward 2009

28. Nov. 2009  von Helge Siems  in Kategorie sonstwas

Seit 2003 wird der Politikaward vom politischen Verlag Helios Media vergeben. In der Jury des Politikawards sitzen haufenweise Leute von Unis, Parlamenten, Zeitungen und Verbänden. Entsprechend der acht Kategorien des Politikawards gibt es jährlich acht Preisträger.

In diesem Jahr ist die Piratenpartei unter den Preisträgern. Die Piratenpartei wurde von der Jury einstimmig in der Kategorie “Kampagnen politischer Institutionen” ausgezeichnet. Das weitere Umfeld der Preisträger des Politikawards finden vielleicht zu recht nicht alle Sympatisanten der Piratenpartei gut. Aber es geht hier imho nicht um politische Inhalte sondern die jeweiligen Kategorien. Ich denke man kann die Würdigung annehmen ohne die anderen Preisträger gut zu finden.

Die Piratenpartei hat es geschafft, in nur drei Jahren die nach der Mitgliederzahl größte Partei nach Bündnis 90/Die Grünen zu werden – und das, obwohl sie bisher noch keine staatlichen Mittel erhalten hat. Die komplette Öffentlichkeitsarbeit wurde durch Spenden und Mitgliederbeiträge finanziert.

(Quelle)

Stasi im Westen

23. Nov. 2009  von Helge Siems  in Kategorie sonstwas

Weder in der Normannenstraße noch in der Stasi-Dokumentationsstelle in der Mauerstraße in Berlin lässt sich viel über die Arbeit der Stasi im Westen herausfinden.

Das Gesetz über die Stasi-Unterlagen enthält die Handlungsanweisungen für die BStU. Darin stehe nichts über die Erforschung der Stasi-Mitarbeiter im Westen.

Langsam keimt der Wunsch, auch den Schmutz der alten BRD zu kennen: Wie weit reichten die Kenntnisse der westdeutschen Dienste über Stasioperationen im Westen? Was war mit Barschel oder Schalck-Golodkowski wirklich los? Was war mit den Kontakten zum palästinensischen Terrorismus in den Siebzigern? Wusste man über den Aufenthalt der RAF-Mitglieder in der DDR Bescheid? (Quelle)

Warten wir nicht auch schon ewig auf echte Antworten auf andere Fragen der Weltpolitik?

Stasi im Westen – möglicherweise weiterführende Quellen:

  • Wie die Staatssicherheit im Westen agierte
  • Die ausgespitzelte Republik
  • Wie die Staatssicherheit im Westen Deutschlands agierte
  • Google Books: Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, Teil 2 von Helmut Müller-
    Enbergs
  • Helmut Müller-Enbergs: Die “Westarbeit” des MfS und die Geheimdienstforschung
  • Georg Herbstritt: Bundesbürger im Dienst der D D R – S p i o n a g e . (Rezension von Karl Wilhelm Fricke)
  • Verchromen

    17. Nov. 2009  von Helge Siems  in Kategorie sonstwas

    Nicht nur Harley-Fahrer stehen auf verchromte Teile an ihrem Motorrad. Chrom ist auch in anderen Bereichen voll im kommen. Beim Pimpen von Bikes oder Autos ist verchromen ganz hoch im Kurs. Verchromen hat nicht nur einen optischen Effekt sondern dient auch der Konservierung des Metalls. Gerade bei der Restaurierung von Autos, Motorrädern oder Booten ist verchromen daher eine äußerst sinnvolle Maßnahme. Die Optik von frisch verchromten und polierten Teilen ist natürlich auch nahezu unschlagbar, wie die folgenden Bilder im Vorher-Nachher-Vergleich zeigen.

    seitenteile-vorher
    Seitenteileverchromt


    Verchromen kann man alleine, wenn man die vielen notwendigen Arbeitsschritte nicht scheut und eine gut eingerichtete Werkstatt hat. Zu bedenken ist auch, dass verchromen die Produktion von Sondermüll beinhaltet und Gesundheitsgefahren birgt. Auch dafür braucht der Hobby-Verchromer eine brauchbare Lösung. Für alle anderen, denen der Sinn nach verchromen steht, ist der Gang zu einer galvanschen Werkstatt unerlässlich. Hier kann es allerdings für das Verchromen von Betrieb zu Betrieb erhebliche Preisunterschiede geben. Wirklich handwerklich arbeitende Chromschmieden gibt es nicht viele in Deutschland. Viele Verchromer richten sich an Großabnehmer und scheinen nicht am Geschäft mit Einzelkunden interessiert zu sein. Das fachgerechte Verchromen von Einzelteilen an Motorrad, Auto oder Boot übernimmt zum Beispiel www.chromservice.de. Chromservice führt Einzelaufträge bundesweit aus.

    Piratenpartei und Schwartauer Werke?

    15. Nov. 2009  von Helge Siems  in Kategorie sonstwas

    Unterstützen die Schwartauer Werke eine PR-Aktion der Piratenpartei?

    So ähnlich las sich der Artikel Piratentüten für junge Theaterbesucher. Diese Piratentüten werden im Theater Lübeck verteilt und mit Süßigkeiten der Schwartauer Werke gefüllt. Lübeck ist auch die Stadt, in der im Dezember der Landesparteitag der Piratenpartei Schleswig-Holstein stattfindet. Das ist aber wohl auch die einzige Parallele zwischen diesen beiden Geschichten.

    Tanzende Tischler

    15. Nov. 2009  von Helge Siems  in Kategorie sonstwas

    Vom Nacktputzservice hat man ja schon öfter mal gehört. Und man hat auch schon davon gehört, dass es bei Handwerkern den Umsatz steigert, wenn die Mitarbeiter gut aussehen. Man denke nur an Karl Hungus, der kommt, wenn something wrong with your Cable-Anschluß is. Nicht neu ist auch, dass die schärfsten Tischler bei Dietmar B. arbeiten. Hier das neueste Show-Video:

    Try JibJab Sendables® eCards today!

    Notiz zum 9. November

    8. Okt. 2009  von Helge Siems  in Kategorie sonstwas

    Jedes Jahr bedauer ich, dass der 9. November kein offizieller Feiertag ist. Was sollen wir mit dem willkürlichen 3. Oktober? Am 9. November haben mehrere denkwürdige – positive wie negative Ereignisse in der deutschen Geschichte stattgefunden. Das jüngste und sicherlich positivste Ereignis war vor 20 Jahren der Fall der Mauer. Was wäre wenn … eine überflüssige Frage. Trotzdem stelle ich sie mir jedes Jahr und staune über die einschneidenden Erlebnisse und Freundschaften, die durch den Untergang der DDR entstanden sind.

    In Berliner Veranstaltungen ist die Wende natürlich eines der Themen des Jahres.

    - Statements von neun Menschen zu ihrem Erleben des Mauerfalls
    - O-Töne von 1961 bis 1990 gibt es auf chronik-der-mauer.de
    - Hörenswert sind auch die Mauersplitter auf Deutschlandradio

    CD Hülle aus Papier

    28. Sep. 2009  von Helge Siems  in Kategorie sonstwas

    Aus der Not geborene Dinge sind nicht immer ohne Nutzen für die Zukunft. Eine CD-Hülle aus Papier ist schnell und einfach aus einem DIN A4 Blatt gefaltet. Eine Anleitung dazu gibt es hier. Und passend dazu zum kostenlosen Download gibt es hier die CD Hülle aus Papier für MS Word oder Openoffice.


    CD Hülle aus einem Blatt Papier

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