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Archiv für Internet

Fernmeldegeheimnis

10. Nov. 2007  von Helge Siems  in Kategorie Internet sonstwas

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!X Schließen

Ich bin der Meinung: “Es gab in Deutschland mal ein Fernmeldegeheimnis.” Laut Wikipedia ist aus der Legaldefinition im TKG und StGB abzuleiten: [...] unterliegen dem Fernmeldegeheimnis „[...] insbesondere die Tatsache, ob jemand an einem Telekommunikationsvorgang beteiligt ist oder war“ [...].

Gestern (am bedeutungsvollen 9.11.) wurde das Fernmeldegeheimnis nach meinem Verständnis vom Deutschen Bundestag erheblich eingeschränkt. Nach dem Wunsch der Abgeordneten (wenn auch nach Vorlage durch die EU) müssen Provider (Internet und Telefon) in Zukunft die Verbindungsdaten von Telefonie und Internetdiensten für 6 Monate speichern. Der Eingriff in die Persönlichkeitsrechte liegt vor allem darin, dass mit den erfassten Daten Profile erstellt werden können. Dieser Ansicht ist laut heise auch die Ex-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (warum wird eigentlich eine Session eröffnet, wenn die Seite aufgerufen wird?).

Zur Vorratsdatenspeicherung wird von einem Berliner Rechtsanwalt eine Verfassungsbeschwerde vorbereitet, die eingereicht wird, wenn der Bundespräsident den Gesetzentwurf unterschreiben sollte.

Ich denke ja eigentlich: ich habe nichts zu verbergen, sollen sie doch speichern. Das Problem ist nach meiner Auffassung: wo Daten gespeichert werden ist Mißbrauch möglich. Das ist für mich Grund genug, die Vorratsdatenspeicherung abzulehnen. Deshalb beteilige ich mich auch an der Verfassungsbeschwerde.

Kritisch beleuchtet werden hier die Argumente für die Vorratsdatenspeicherung. Zum Beispiel: “Der Zugriff auf die gespeicherten Daten ist nur unter engen Voraussetzungen (z.B. richterliche Anordnung) zulässig.”

Cluetrain Manifest

26. Okt. 2007  von Helge Siems  in Kategorie Internet

Was ist eigentlich Web 2.0? Eigentlich ein überflüssiges Modewort, denn was jetzt als Web 2.0 bei der Menschenmenge ankommt, ist der eigentliche Grundgedanke des Internet. Jeder kann mit jedem Kommunizieren.

Diese Meinung kann man sicherlich ungestraft vertreten. Aber vielleicht ist es auch egal, wie das ganze heisst. Vielleicht ist viel wichtiger, was sich mit der zunehmenden Verbreitung des Internet in den Köpfen ändert.

Bei der Recherche für ein Seminiar an der FH Wolfenbüttel (in Wolfsburg, nächste Woche Mittwoch und Donnerstag, Raum G6) ist mir wieder einmal das Cluetrain Manifest eingefallen. Hier ein paar der 95 Thesen über das Verhältnis von Unternehmen und ihren Kunden.

1. Märkte sind Gespräche
7. Hyperlinks untergraben Hierarchien
11. Verbraucher beraten sich untereinander besser als es Verkäufer können
12. Der vernetzte Markt weiß mehr über die Unternehmen als sie selbst über sich

Das Internet hat vieles verändert und in rasender Geschwindigkeit werden viele dieser Änderungen als selbstverständlich wahrgenommen. Aber diese Selbstverständlichkeiten sind noch längst nicht überall angekommen.

Was weiss wer über wen?

7. Okt. 2007  von Helge Siems  in Kategorie Internet sonstwas

Oder auch: Was weiss das Internet über mich?

Mit der Zeit schadet es nicht, bei der Internetnutzung etwas paranoid zu werden. Klar, mich interessiert selber auch, woher die Besucher meiner Webseiten kommen, welche Seiten aus meinen Angeboten sie sich häufig ansehen, wie oft sie wiederkommen und so. Das sind schon wichtige Fragen bei der Optimierung von Webseiten. Doch ich setze mich damit nicht bis zum Erbrechen auseinander. Ich kann nicht mal beantworten, wie oft ein Besucher wiederkommt und wenn ich ehrlich bin: so wichtig ist mir auch nicht das zu wissen.

Und weil mir die Möglichkeiten doch zum Teil nicht so nahe gehen weiß ich auch nicht genau, was man so als neugieriger Marktforscher alles für Profile erstellen kann. Ich habe vielleicht als Absolvent oder besser Besucher der Vertiefungsrichtung Marktforschung im Studium eine etwas genauere Vorstellung als der eine oder andere. Und für CRM interessiere ich mich schon seit ich in den 1980er Jahren meinen ersten PC in einem Kaufhaus gekauft habe und ich bei einer Reparatur nicht verstanden habe, dass die meine Kundendaten nicht gespeichert haben. Dass die nicht mal theoretisch wissen wollen, was ich wann bei denen gekauft habe. Ich werde nie vergessen, dass der Verkäufer gesagt hat: “Wissen Sie eigentlich wie viele Kunden wir haben? Wenn wir die ganzen Daten erfassen würden, hätten wir viel zu tun.” Vielleicht gibt es Schaulandt deshalb nicht mehr.

Jedenfalls bin ich ziemlich sicher, dass ich einen ziemlichen Schrecken bekäme wenn ich genau wüsste, was trotz einiger Vorsichtsmaßnahmen jetzt schon bestimmte Profiler alles über mich wissen könnten. Seit Jahren baue ich Webseiten, beteilige mich in Foren und Newsgroups und blogge. Ein leichtes ein Profil über mich zu erstellen. Nur nehme ich mich nicht so wichtig, dass ich glaube, dass das wirklich jemanden interessiert. Nur, weiß ich es, wen interessieren könnte, was meine Interessen sind?

Wenn ich jetzt richtig paranoid wäre, hätte ich keine andere Chance als mit der ganzen Internet-Nutzung aufzuhören. Ab in den Garten und nur noch Hühner und Schafe züchten?

Aber dann auch wieder losgehen und alles in Läden kaufen, um mich nochmehr über die Strafzetteloptimierer zu ärgern? Nur weil ich nicht möchte, dass der freundliche Bücherversand weiß, was ich gerne für Bücher lese? Die wissen ja bestimmt sogar, welche Bücher ich mir schon mal bei denen angesehen habe ohne sie dann gekauft zu haben. Und ich habe denen auch bestimmt die Erlaubnis dafür gegeben. Das gleiche gilt natürlich für das Online-Auktionshaus, bei dem ich schon etliche Sachen bequem, einfach und manchmal auch ziemlich günstig gekauft habe.

Was die beliebte Suchmaschine als über mich weiß, möchte ich erst recht nicht wissen. Immerhin vermeide ich es, bei meinen Recherchen ständig eingeloggt zu sein. Aber letztlich logge ich mich doch manchmal ein und hinterlasse dabei eine IP-Adresse, mit der ich ohne weiteres auch identifiziert werden kann, wenn ich dann nicht mehr eingeloggt bin. Ob die das dürfen oder nicht weiß ich nicht genau. Vermutlich nicht, aber weiß ich ob die die Gesetze kratzen oder nicht? Und weiß ich eigentlich, ob die beliebte Suchmaschine nicht einem amerikanischen (oder vielleicht russischem oder israelischem) Geheimdienst gehört?

Warum ich eigentlich über das tolle Kontaktportal jedem oder zumindest dem Betreiber mitteile, wen ich alles kenne, weiß ich auch nicht so genau. Jeder kennt jeden über drei Ecken. Ist ja schon eine interessante Information, aber wen geht das letztlich was an?

Ich nutze elektronischen Geldverkehr (was weiß eigentlich meine Bank alles über mich?). Zumindest wissen die (wenn es sie interessiert) ziemlich viel über meine Reise- und Einkaufsgewohnheiten. Vielleicht auch ein Grund, mehrere Banken zu haben.

Ich habe eine branchenübergreifende Ausspionierkarte (manchmal benutze ich die auch). Zumindest habe ich beim Abschluss des Vertrags mit dem ausgebenden Unternehmen der Weitergabe meiner Daten und damit wie ich meine der Profilbildung widersprochen. Aber weiß ich, dass die nicht wissen, dass ich mich zu Studienzeiten am liebsten von White Russian ernährt habe?

Ok, bei Preisausschreiben oder Gewinnspielen mache ich nicht mit und ich habe auch nicht viel Mitleid für Menschen, die sich von Telefonverkäufern belästigt fühlen, denen sie selbst die Erlaubnis gegeben haben, sie anzurufen. Aber das ist wohl der einzige Ort an dem ich keine Spuren hinterlasse.

Anfangen könnte ich vielleicht mal mit Anonym Surfen. Denn was mein Internetprovider alles über mich weiß, möchte ich auch nicht so genau wissen. Ich weiß nur, dass ich nicht möchte, dass dieses Wissen unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung jahrelang gespeichert werden muss. Übrigens hat das T-Shirt Stasi 2.0 mit der Post einen Tag länger gebraucht als üblich. Ob das vorher abgefangen und markiert wurde? Bei der Gelegenheit: was weiß eigentlich die Post alles über mich?

Strato Powerserver

3. Okt. 2007  von Helge Siems  in Kategorie Internet

Ein Strato Powerserver geht kaputt. Kann ja passieren. Schlecht ist nur, dass bei diesem Discountserver nicht nachgesehen wird, was denn kaputt ist, sondern das Ding vermutlich “in die Tonne gehauen wird”. Alle Daten futsch. Und zum zweiten Mal in diesem Jahr gelernt: ein Backup ist nur dann ein gutes Backup wenn es nicht manuell gemacht werden muss. Leider ist bei einem Strato Powerserver kein automatisches Backup vorgesehen. Drum prüfe wer sich ewig bindet … Hier noch ein etwas detaillierterer Test. Weiss nicht, ob sich in dem Jahr was getan hat.

Update: Das Gute an der Sache ist natürlich, dass man die Gelegenheit hat, alles mal von Grund auf neu zu machen, ohne an alten Dingen hängen zu können. ;)

Stasi 2.0

25. Sep. 2007  von Helge Siems  in Kategorie Internet

Ich weiss nicht genau, ob ich den Slogan Stasi 2.0 wirklich gut finde. Soweit ich das überhaupt beurteilen kann, hat die Stasi nicht nur Daten gesammelt, sondern auch gefoltert, denunziert und gemordet. Ich bin auch nicht für Käfighaltung bei Hühnern, aber ich lehne dafür den Begriff Hühner-KZ entschieden ab, weil es imho die vermutlich damit verglichenen Gefangenenlager politischer Diktaturen verharmlost. Soviel als Vorbemerkung, der Begriff Stasi 2.0 wird auch bei Wikipedia kontrovers diskutiert.

stasi_20.jpg

Was ich aber auch nicht gut finde ist, dass der Staat immer mehr Dinge meint tun zu müssen. Das geht los mit der imho ausufernden Umverteilung. Da wird von Bürokratieabbau gesprochen und irgendwie ist davon nichts zu merken. Überall werden neue Arbeits- und Fianzämter gebaut. Wofür denn, wenn die Bürokratie abgebaut werden soll? Um die Bauwritschaft zu fördern? Tolle Sache, aber volkswirtschaftlich ein Griff ins Klo, weil die Wertschöpfung insgesamt nicht erhöt wird (das ist die von mir vertretene Ansicht unter den vielen volkswirtschaftlichen Modellen).

Was ich auch doof finde: der Staat (mal so über einen Kamm geschoren) meint alles am besten zu können. Es wird ein Bundestrojaner erfunden, mit dem eine staatlich verordnete Sicherheitslücke auf jedem Rechner mit Internetanschluss installiert werden soll. Es ist ja nicht so, dass ich gegen Sicherheit und gegen Strafverfolgung bin. Ich plane nicht straffällig zu werden und habe demnach auch keine Angst vor den Justizbehörden. Ich bin aber der Ansicht, dass

- auch Unschuldige vor einer Online-Duchsuchung nicht sicher sind
- der Staat nicht in der Lage ist, die erfassten Daten 100% zu sichern
- die Software in falsche Hände geraten kann
- wirklich Kriminelle sich (ggf. mit kriminellen Methoden) vor einer Online-Duchsuchung schützen werden

Deshalb habe ich mir ein T-Shirt mit der Schäublone bestellt. Damit bringe ich zum Ausdruck, dass ich nicht nur gegen den Bundestrojaner sondern auch insgesamt gegen die immer umfassendere Erfassung von persönlichen Daten bin (auch Voratsdatenspeicherung) bin.

Internet im Urlaub

8. Aug. 2007  von Helge Siems  in Kategorie Internet Tourismus

Internet im Urlaub wird wichtiger. Ich habe mich vor drei Jahren dafür stark gemacht, dass ein von mir verwaltetes Appartementhaus mit einem LAN ausgestattet wird. Damals war so etwas noch relativ ungewöhnlich. Und auch heute wird eher mit WLAN gearbeitet, weil es vermeintlich schneller zu installieren ist. Aber auch möglicherweise weniger sicher und vielleicht anfälliger für unautorisierte Fremdnutzung. Und vermutlich in der Regel nicht flächendeckend in jeder Ferienwohnung oder Hotelzimmer verfügbar sondern nur an ausgewählten Plätzen wie Lounge oder Rezpetion und langsamer als ein kabelgebundenes Netzwerk.

Jedenfalls scheint laut meiner Buchungsstatistik das Verlangen nach Internet im Urlaub grösser zu werden. Meine Ferienwohnungen mit DSL werden gerne von unabhängigen Menschen gebucht, für die das Internet einfach zum Leben gehört. Und auch eine aktuelle Online-Umfrage unter 1000 Erwachsenen ergab, dass über 45% der Reisenden das Internet im Urlaub nutzten. Besonders internetaffin zeigten sich dabei die Ostdeutschen, denen das Internet im Urlaub erheblich wichtiger zu sein scheint.

Journalistische Sorgfalt in Weblogs

24. Jul. 2007  von Helge Siems  in Kategorie Internet Wordpress

Seit Einführung des Telemediengesetzes gelten Maßgaben der journalistischen Sorgfalt auch für Blogger. Interessant zu dem Thema ist vielleicht der Blogger-Kodex, der Pressekodex auf Blogger übertragen.

Wo ist eigentlich das Problem?

Wenn ich etwas öffentlich schreibe, zitiere ich Quellen oder ich schreibe dazu, dass es sich um meine persönliche Ansicht oder Vermutung handelt. Das sagt mir schon mein ganz persönlicher Kodex. Dann gibt es Gesetze, die mir untersagen, Persönlichkeitsrechte anderer zu verletzen indem ich sie zum Beispiel öffentlichtlich verunglimpfe.

So weit, so gut. Allerdings ist mein Weblog trotzdem kein journalistisches Werk. Es handelt sich um eine ganz persönliche Angelegenheit. Und wenn ich in meinem Weblog auf eine Seite verlinken möchte, dann möchte ich das auch tun können. Darf ich aber imho wegen des Trennungsgebots nicht ohne weiteres (z.B. Kennzeichnung als Anzeige), wenn es sich beim einem Weblog um ein journalistisches Werk handelt.

Andererseits gab es schon 2005 die Ansicht, dass es sich bei Weblogs um Mediendienste handelt. Insofern ändert sich dann doch nicht so viel. Zur Erläuterung: vor der Einführung des Telemediengesetzes wurde in Teledienste und Mediendienste unterschieden. Seit dem Telemediengesetz gibt es diesen Unterschied nicht mehr.

Spam Mail die gelesen wird

19. Jun. 2007  von Helge Siems  in Kategorie Internet

Weiter geht es mit der unregelmässigen Serie “Spam Mail die gelesen wird”. Heute habe ich mehrfach eine Nachricht mit Absender Google bekommen, dass mehrere der von mir verwalteten Domains aus dem Index entfernt werden, weil ich angeblich einen nicht Richtlinien konformen Redirect verwende. Der Spammer verweist auf die Webmaster Guidelines und die Google Reinclusion zur Wiederaufnahme in den Index.

Bei den Domains, die bei meinen Mails genannt waren, trifft der Vorwurf absolut nicht zu. Deshalb bin ich eigentlich recht entspannt. Ich halte mich seit Jahren an die Webmaster Guidelines, auch als Suchmaschinenoptimierer, der eigentlich nicht bin und nie war. Denn Suchmaschinenoptimierung ist mittlerweile nicht viel anderes als Spam bzw. Dinge vortäuschen, die so nicht der Fall sind … z.B. durch Linkaufbau einen populären Internetauftritt simulieren.

Interessant ist allerdings, dass einer Reihe Suchmaschinenoptimierern anscheinend mächtig der Stift geht … ;)

Zumal es diese Art der Kommunikation von Google wirklich zu geben scheint (Posting von 2005).

Jetzt ist es vielleicht auch nur noch eine Frage der Zeit bis die künstlich aufgebauschte Popularität der ganzen Linktauscher auch mal aus der Berechnung des Rankings ausgeblendet wird. Technisch vermutlich kein großes Problem. Ich warte ab und lehne mich weiterhin entspannt zurück.

Die Theorie, dass die Mails echt seien und Google damit Spammer dazu bringen möchte, sich selbst zu entlarven, ist auch nicht schlecht.

Das es sich um Spam handelt scheint aber sehr wahrscheinlich, denn das Blog der Webmaster-Zentrale sagt eindeutig, dass es diese Art der Mails von Google selbst nicht mehr gebe.

So, zurück zum Sinn dieses Posts: die Spam-Mail ist wirklich gelungen, wenn es so lange dauert bis man mit engagierter Recherche herausfindet, dass es sich tatsächlich um Spam handelt. Glückwunsch, Ihr alten Nervensägen. ;)

CNC Holzschild als Wegweiser

14. Mai. 2007  von Helge Siems  in Kategorie Internet

Warum gibt es eigentlich keine Tischlereien mit einer CNC-Fräse, die Holzschilder als einfache Wegweiser im Internet so anbieten, dass sie auch bei Google gefunden werden? Auf der erfolglosen Suche danach bin ich jedenfalls an diesem Wegweiser vorbeigekommen, der lustigerweise ganz bei mir in der Nähe steht. So klein ist die Welt mal wieder. ;) Wer einen unkomlizierten Tischler kennt, der mir ein Holzschild fräst, bitte einen Kommentar schreiben.

Artikelverzeichnisse

10. Mai. 2007  von Helge Siems  in Kategorie Internet

Artikelverzeichnisse werden auch kritisch betrachtet. Gebe es sie nicht würde sie auch keiner vermissen. Man könnte der Ansicht sein, dass Artikelverzeichnisse nur dazu dienen, die Popularität der verlinkten Seiten zu erhöhen. Man kann aber auch der Ansicht sein, dass dies davon abhängt, wie die Artikel geschrieben sind.

Wenn die veröffentlichten Artikel selbst nur darauf zielen, möglichst viele Keywords zu enthalten und darüberhinaus keinen Inhalt bieten, dann mag es richtig sein, dass Artikelverzeichnisse nichts als Datenmüll sind.

Wenn aber bei der Auswahl der veröffentlichten Artikel Wert darauf gelegt wird, dass es sich nicht um blödsinnige Werbetexte handelt sondern um Artikel, die auch einen positiven Informationsgehalt haben, dann bringt es sogar Spass in Artikelverzeichnissen zu stöbern, sich Anregungen zu holen und Seiten zu besuchen die in den Artikeln verlinkt sind. Artikelverzeichnisse sind die besseren Webverzeichnisse, weil es eben mehr Arbeit ist und auch mehr Kompetenz beweist, einen Artikel zu schreiben als eine Kurzbeschreibung in ein Webverzeichnis zu tackern. Und verkaufen ist schliesslich nichts anderes als dem potentiellen Kunden Kompetenz zu zeigen.

Als Berater für Internet Marketing finde ich gute Artikelverzeichnisse zur Promotion eines Webprojekts langfristig deutlich besser und auch angenehmer als reinen Linktausch von dem in ein paar Jahren auch der letzte gemerkt haben sollte, dass dieser in die Hose geht. Aber die Leute, die für wenig Arbeit hohe Suchmaschinenpositionen erreichen möchten, werden auch in 100 Jahren noch nicht ausgestorben sein. Fragt sich nur, wer langfristig mehr Erfolg hat.

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    Lebt als freier Mensch an der Ostsee in Schleswig-Holstein. Nutzt das Internet zum Recherchieren, Einkaufen, Verkaufen und Kommunizieren. Baut Webseiten, die gefunden werden und Arbeit sparen. Freut sich des zunehmenden Trends zum Ostseeurlaub und ist gerne Gastgeber.
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