24. Nov. 2009
von Helge Siems in Kategorie Internet
Als Vorbereitung für ein Tagesseminar zum Thema “Gute Webseiten” hier eine kleine Stoffsammlung. Die folgenden “Kriterien für gute Webseiten” sind keinesfalls allumfassend oder die Wahrheit letzter Schluss. Es handelt sich aber um wichtige Bestandteile meiner Beratungstätigkeit in den letzten rund 10 Jahren.
Gute Webseiten: Ziel jeder Internetpräsenz
- Probleme beim Nutzer werden gelöst, Fragen des Nutzers werden beantwortet.
Oberbegriffe für gute Webseiten
- Gute Webseiten werden gut von Suchmaschinen gefunden
- Gute Webseiten sind auch Menschen nützlich
- Gute Webseiten machen den Betreiber unabhängig vom Dienstleister (offene Systeme, Hosting und Installation des System / Design trennen)
- Gute Webseiten machen sich bezahlt (Betrachtung von Rendite, ROI)
Kriterien für gute Webseiten
- Gute Webseiten sind weitgehend barrierefrei
- Gute Webseiten sehen gut aus
- Gute Webseiten sind nie fertig und ständig aktuell (wo kommen Inhalte her?)
- Gute Webseiten ermöglichen Kommunikation (user generated content, Trackback, content syndication)
- Gute Webseiten sind gut für Menschen und Maschinen
- Gute Webseiten binden den Nutzer (relevante interne Navigation, Texte fürs Web schreiben lernen)
- Gute Webseiten setzen keine Technik beim Nutzer voraus (javascript, flash, Browser, mobile Endgeräte)
- Gute Webseiten beachten relevante Gesetze (welches Recht ist international anwendbar?)
- Gute Webseiten werden schnell geladen (kleine Bilder, aufgeraeumter Quellcode)
Haben Sie Interesse an dem Seminar für Ihr Unternehmen oder als Vertreter einer Einrichtung für Eewachsenenbildung? Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit mir auf.
21. Sep. 2009
von Helge Siems in Kategorie Internet
Wer ein Freund von Open Source ist und dem freiheitlichen Gedanken des Internet anhängt, sollte am nächsten Sonntag wählen gehen. Eine Wahl ist immer ein Kompromiß.
Warum ich die Piratenpartei wähle? Weil es sein könnte, dass dadurch endlich etwas gebündelter freier Sachverstand und Open Source Gedanke in den Bundestag kommt. Außerdem gefällt mir die gegenüber allen anderen Parteien offene und zeitgemäße Struktur der Piratenpartei. Hier gibt es zur Zeit noch keinen Filz (wie vielleicht auch am Anfang bei den Grünen, die jetzt auch nur noch eine etablierte Partei sind).
Frank Schirrmacher begrüßt im Feuilleton bei faz.net den Sachverstand der Nerds (unabhängig von einer Parteizugehörigkeit), denn sie kennen die Systeme und müssen “in politische Sprache übersetzen, was technisch möglich ist, was es aus uns macht und wie wir uns dagegen wehren können.”
Zu vielen Themen nehme die Piratenpartei keine Stellung. Macht nichts, sie sollen ja nicht den Bundeskanzler stellen. Jetzt liest man hier und da, dass die Piratenpartei von Nazis unterwandert sei. Vielleicht ist aber auch die offene (Projekt)-Struktur der Piratenpartei daran “schuld”, dass die Nazis hier leicht an die Oberfläche kommen. Das ist mir erheblich lieber als ein System, in dem merkwürdige Ansichten im Hintergrund gären. Die Piratenpartei ist basisdemokratisch aufgestellt. Jedes Mitglied kann sich über das Internet am thematischen Programm der Partei beteiligen. Das ist Open Source, das ist Internet, das ist aktuell und das verhindert Filz. Filz ist in allen anderen anderen Parteien üblich. Das schlimme am Filz: Filz verhindert Marktwirtschaft und wo Marktwirtschaft verhindert wird, da wird Korruption (alias Lobbyismus) gefördert.
Die Piratenpartei ist bei der Zweitstimme die einzige Alternative zur FDP. Die anderen sind ohnehin nicht wählbar. Bleibt nur die Frage, was mit der Erststimme zu machen ist …
21. Aug. 2009
von Helge Siems in Kategorie Internet
Die Überschrift sagt eigentlich schon vieles. Eigentlich ist das auch seit Jahren bekannt. Und im Prinzip ist mit dem folgenden Satz alles gesagt.
Wer Links haben möchte, soll gute Inhalte produzieren.
Wer gute Texte schreibt, braucht sich keine Gedanken um Dinge wie Linktausch, Linkmiete oder Linkkauf machen. Langfristig geht das ohnehin in die Hose und gilt vielleicht als Werkzeug für sogenannte SEOs, die das schnelle Geld suchen. Das sind auch die üblichen Angebote, die man bei der Suche nach Linkaufau oder Linkbuilding bei Suchmaschinen findet.
Es gibt aber auch andere, die wirklich gute Inhalte zum Thema Linkaufbau prodozieren. Dazu gehört diese rein subjektive Auswahl einiger Artikel:
Die wichtigsten Aspekte für eine gute Platzierung bei Suchmaschinen sind aus meiner Sicht und der Erfahrung der letzten 10 Jahre.
- Anzahl der Unterseiten. Grosse Projekte wiegen schwerer.
- Häufige Aktualisierung. Aktuelle Seiten wiegen schwerer.
- Inhaltliche Prägnanz. Pro url nur ein Thema behandeln.
- Inhaltliche Prägnanz II. Sprache der Zielgruppe verwenden.
Grundvoraussetzung ist natürlich eine handwerklich saubere Internetpräsenz.
Eine besondere Bedeutung kommt hier eigentlich der Sprache der Zielgruppe zu. Bis vor einigen Jahren schien es als besonders professionell zu gelten, wenn Werbetreibende für Althergebrachtes neue Begriffe erschufen. Wer etwas verkauft, was nachgefragt wird, kann locker darauf verzichten. Es ist nur die Aufgabe zu bewältigen, die Sprache des Kunden zu lernen und zu verwenden. Leicht wird das denen fallen, die ohnehin schon erfolgreich sind.
1. Dez. 2008
von Helge Siems in Kategorie Internet
Da kann man doch mal wieder schwach werden:
Ihre Email “abc@xyz.de” wird wegen Missbrauch innerhalb der naechsten 24 Stunden gesperrt. Es sind 61 Beschwerden wegen Spamversand bei uns eingegangen.
Details und moegliche Schritte zur Entsperrung finden Sie im Anhang.
Der Anhang ist ein zip-Dokument, in dem sich laut Heise ein böser Trojaner befindet. Respekt, das ist echt kreativ. Da kann man fast Verständnis für Leute aufbringen, die den Anhang öffnen.
24. Nov. 2008
von Helge Siems in Kategorie Internet
Neulich sagte mir ein Kunde, dass man “bei den Suchmaschinen doch ohnehin nicht die Wahrheit” finde. Das ist leider die falsche Grundeinstellung und auch der Hauptgrund, warum ich mich nicht als Suchmaschinenoptimierer bezeichne.
Ich plädiere dafür das Angebot zu optimieren und dann alles – natürlich auch suchmaschinengerecht – wahrheitsgetreu auf den Webseiten zu veröffentlichen. Aber erstmal mit dem Angebot unverwechselbar werden, dann klappt es auch mit der Wahrheit. ;)
30. Sep. 2008
von Helge Siems in Kategorie Internet
Viele Dinge im Zusammenhang mit Suchmaschinen sind herrlich banal. Hier eine kleine Hilfe für alle Homepätschbauer, die sich gerne mit Banalitäten beschäftigen. Hingegen ernst gemeint ist der Dank an den Verfasser vom SEO-Tutorial.
12. Sep. 2008
von Helge Siems in Kategorie Internet
Ist eigentlich der Sinn von Social Bookmark Plattformen in erster Linie Spam oder freundlich ausgedrückt “Linkaufbau”? Wenn man sich die User der häufigsten Seiten mit dem Tag Ostsee bei mister-wong auf der ersten Seite so ansieht … Die “Benutzer” sehen schon mit blossem Auge teilweise sehr verwandt aus.
Freu mich trotzdem auf das Wiedersehen morgen nachmittag. ;)
25. Jun. 2008
von Helge Siems in Kategorie Internet
Gerade haben wir uns an die verlängerte Widerrufsfrist bei ebay gewöhnt, da kommt eine neue Information. Die Widerrufsfrist soll im Sommer 2009 als Gesetz verabschiedet werden. Da soll dann auch bei ebay wieder die Widerrufsfrist von zwei Wochen gelten. Oder vielleicht muß es dann doch 14 Tage heissen oder vielleicht besser heißen?
21. Feb. 2008
von Helge Siems in Kategorie Internet
Anscheinend werden jetzt Firmen von der Firma Geocontent GmbH abgemahnt, die Screenshots von Google Maps oder Google Earth auf ihrer Seite haben.
Meine kurze journalistische Recherche dazu hat ergeben, dass die AGB von Google Maps™ wohl schwierig zu verstehen seien. Das ganze sei vermutlich so auszulegen, dass jede Nutzung von Google Maps, die nicht über die API erfolgt, gegen das Urheberrecht verstosse. Dafür bedürfe es der ausdrücklichen Genehmigung durch Google.
Die Luftbilder, die über Google-Maps angezeigt werden, gehören der Firma Geocontent. Insofern braucht man für einen Screenshot von Google Earth vermutlich eine Lizenz von Google und / oder von Geocontent.
Fragen Sie im Zweifel unbedingt einen Rechtsanwalt. Es ist in nächster Zeit vermutlich mit verstärkten Abmahnungen zu rechnen.
20. Nov. 2007
von Helge Siems in Kategorie Internet
Als ich theoretische Grundlagen des Rechts gelernt habe, kam das Kuerzel GMV in nahezu jeder Vorlesung vor. Wer den Grundsatz GMV in einer Klausur erwaehnt hat, konnte sich der Gunst des Korrektors fast sicher sein. Leider haben nicht alle, die sich zudem leider professionell mit Internetrecht in der Rechtssprechung auseinander setzen, die gleichen Ansichten. Vielleicht ist der Haken auch in der Gesetzgebung zu suchen. Da koennte sich aber auch die Katze in den Schwanz beissen.
GMV steht fuer Gesunden Menschenverstand und an dem scheint es meiner Meinung nach zu fehlen, wenn es darum geht, dass ein Wertersatz beim Fernansatz nicht durchgesetzt werden kann, wenn die Belehrung ueber die Widerrufsfolgen erst nach Vertragsabschluss erfolgt. Das ist nach herrschender Meinung zum Beispiel bei ebay der Fall.
Wertersatz bedeutet, dass der Kunde, der etwas kauft und benutzt und die Sache dann innerhalb der Widerrufsfrist von vier Wochen zuerueckschickt, einen Wertersatz fuer die Benutzung zu leisten hat, wenn das mit dem Verkaeufer vorher vereinbart wurde. Nach Beachtung des GMV waere nicht einmal der letzte Teilsatz dafuer erforderlich, dass ein Wertersatz zu leisten ist. Das ist jedenfalls meine nicht massgebliche Meinung.
Lebt als freier Mensch an der Ostsee in Schleswig-Holstein. Nutzt das Internet zum Recherchieren, Einkaufen, Verkaufen und Kommunizieren. Baut Webseiten, die gefunden werden und Arbeit sparen. Freut sich des zunehmenden Trends zum Ostseeurlaub und ist gerne Gastgeber.