Ein Erdkühlschrank hält Kühlgut frisch und braucht keinen Strom. In historischen Häusern gehörte der Erkühlschrank zur Grundausstattung. Technisch steckt wenig dahinter. Für einen funktionierenden Erdkühlschrank braucht es nur ein Loch von einem Meter Tiefe. Die Kühlung funktioniert über die verdunstende Feuchtigkeit. Der Rest ist der eigenen Kreativität überlassen. Fertig ist der stromsparende Erdkühlschrank.
Realisiert ist ein funktionaler Erdkühlschrank im Kaminzimmer auf dem Mühlenhof an der Ostsee.
Ein Gründach wird überlicherweise mit einer wurzeldichten, verschweissten Folie und einem Bodengemisch aus Erde / Kompost Lava, Bims, Blähton oder so etwas realisiert. Üblicherweise ist das auch eine teure Angelegenheit.
Was überall bei den Getreide-Bauern reichlich vorhanden ist, ist Stroh. Natürlich ist Stroh kein Abfallprodukt, denn untergepflügt entwickelt sich wertvoller Humus. Dennoch ist Stroh vergleichsweise günstig zu bekommen und nicht zuletzt deshalb ein zunehmend beliebter Baustoff.
Vielleicht sind Strohballen auch eine Alternative zum Gründach-Substrat …
Da ich gerne xperimentier, wird das Dach sorgfältig mit Schweissbahn abgedichtet und nach der Ernte kleinstmögliche Strohballen mit Fugen verlegt. In die Fugen wird Erde geschaufelt und etwas in eine gute Dachbegrünungsmischung investiert. So entsteht in den Fugen schon mal ein bisschen bunte und sinnvolle Dachfarbe. Das Stroh zersetzt sich mit den Jahren und ergibt eine kleine Überraschung auf die ich mich freue. :)
Unser reich gedeckter Kirschbaum ist voller Stare. Aus den letzten Jahren kenne ich die Großfamilie Star schon, weil sie in unseren beiden Pappeln gesessen haben. Die Pappeln sind leider wegen Überalterung der Säge zum Opfer gefallen.
Stare fressen gerne Kirschen. Und da sie, die Stare meist mit der ganzen Familie anrücken, bleibt für uns Menschen vom Ertrag des Kirschbaums nicht viel über.
Was können wir gegen Stare in den Kirschen tun?
Spontan sage ich als gastfreundlicher Mensch einmal: garnichts mache ich gegen die Stare in meinen Kirschen. Vogelscheuchen finde ich genauso grausig wie Netze in den Bäumen. Und den ganzen Tag da rumstehen und die Vögel verscheuchen, dafür fehlt mir leider die Zeit. Wenn man Stare wenigstens grillen könnte … Vielleicht kann sich mal einer von den 4 Millionen Arbeitslosen für den Job “Stare verscheuchen” melden oder vielleicht hat einer der Leser eine andere kreative Idee. (?)
Ich denke: wir Menschen können uns Kirschen kaufen, die Stare werden vermutlich von den freundlichen Verkäufern nur blöd angeguckt, wenn sie im Laden vorbeifliegen und um ein paar Kirschen bitten. Schade drum, aber so grausam ist unsere Welt nun mal zu den Tieren.
Als ich eben so durch den Ort radelte und mir die Gärten und öffentlichen Anlagen an den Strassen so ansah, kam mir das Wort “gepflegter Garten” in den Sinn. Was ist das eigentlich? Ich stelle mir vor, ich buche einen Urlaub und da steht etwas von “gepflegter Garten”.
Es gibt vielleicht zwei Möglichkeiten
ein sorgfältig und durchdacht angelegter Garten, in dem alles einen stimmigen Eindruck macht. Hoffentlich bunt und so konzipiert und umgesetzt, dass natürliche Kreisläufe gestärkt werden.
oder
regelmäßig gemähter Rasen und sauber abgesteckte Kanten in einer totgepflegten Anlage, mit überwiegendem grün. Insekten stören hier nicht, Vogelkot gibt es nicht, weil Vögel in der Regel keinen Bock auf Gartennazis haben.
Da nach allem Anschein und nach Sichtung der Gärten vieles einen gepflegten Eindruck macht, erscheint es durchaus ratsam, niemals einen Urlaub dort zu buchen wo mit einem “gepflegten Garten” geworben wird.
Eine Tasse Kaffee verbraucht 140 l Wasser. Die Rede ist von virtuellem Wasser, das insgesamt zur Herstellung verbraucht wird.
Wasser ist DAS Zukunftsthema. Ein bisschen weiter gedacht bringt es mehr weniger Rindfleisch zu essen (15 500 l Wasser pro kg) als eine Sparspülung in die Toilette einzubauen. Bei der Berechung des Wasserverbrauchs pro kg Rindfleisch fällt nicht nur das Trinkwasser ins Gewicht sondern auch die Bewässerung der Futterpflanzen. Insofern kann der Wasserverbrauch deutlich geringer sein, wenn die Tiere mit regionalem Futter versorgt werden. Wie ein zusätzlicher Punkt für regionale Produkte.
Unterschieden werden muss bei der Betrachtung irgendwie auch noch die notwendige Qualität des Wassers. Kann man das hochwertige Wasser, das wir in der Regel durch unsere Toilettenspülung schicken mit dem Regenwasser vergleichen, mit dem Felder bewässert werden?
Zu Garten und Tourismus passt das Thema Gartenreisen. Viele Urlaubsbauernhöfe haben schöne Gärten, die eine Gartenreise lohnen. Die Themen der Gärten auf den Bauernhöfen sind so vielfältig wie ihre Eigentümer. Gemüsegärten zur Selbstversorgung, Küchenkräuter, Heilkräuter, Beeren für leckere Torten im Gartencafé. Der Begriff Bauerngarten hat sich nicht ohne Grund zu einem feststehenden Begriff herausgebildet.
Insbesondere in Schleswig-Holstein hat der Besuch von privaten Gärten Tradition. Die Aktion Offener Garten feiert in diesem Jahr das zehnte Jubiläum. Über 240 Gärten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sind dabei. Die Anmeldung für die Aktion Offener Garten 2009 ist noch bis Ende des Jahres möglich.
Passende Zielgruppen für Gartenreisen sind vor allem auch außerhalb der Schulferien zu finden. Das macht die Veranstaltung von Gartenreisen zusätzlich interessant.
Hier ein kleiner persönlicher Notizzettel zur Neuanlage eines Knicks. Knicks bestimmen die Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins. Knicks bieten diversen Tierarten Lebensraum, schützen vor Straßenlärm und Wind. In vielen Knicks wächst zudem leckeres Wildobst wie zum Beispiel Fliederbeeren. Das sind erstmal genug Gründe für mich einen neuen Knick anzulegen.
Als erstes wird für den Knick (auch Wallhecke genannt) ein Wall benötigt. Aushub bekommt man zum Beispiel auf Baustellen (Häuser oder Straßen) in der Regel gegen Übernahme des Transports (mindestens) kostenlos. Welche Knickpflanzen auf die Wallhecke gehören, hängt von der Umgebung ab. An Wildobst ist in Knicks neben Fliederbeeren häufig Haselnuß, Brombeere, Schlehe, Wildbirne oder Wildapfel zu finden.
“Vorerst kein Google Street View für Schleswig-Holstein” (Quelle). Ich warte schon lange mal auf einen Grund, dieses herrliche Video zu posten. Ich denke mal aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Google Street View wird auch in Schleswig-Holstein kommen. Jetzt ist Pflanzzeit. Eine schöne Hecke schützt nicht nur vor Googles Augen. Wer sich ein wenig Gedanken über die Pflanzenauswahl macht erweist der Umwelt einen Dienst. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Wildobsthecke.
Bienen werden immer seltener. Bienen sind immens wichtig für unser Leben, denn sie sind verantwortlich für die Bestäubung von Obst, Blumen und einigem Gemüse. Ohne Bienen gibt es keine Äpfel, Birnen, Gurken, Tomaten etc. In Schleswig-Holstein leben über 300 Wildbienenarten, von denen knapp die Hälfte vom Aussterben bedroht ist. Zu den Wildbienen gehören auch die Hummeln.
Ein alternatives Weihnachtsgeschenk für Gartenfreunde ist ein Wildbienenquarter wie zum Beispiel das unten abgebildete. In jedem Garten sollte Platz für ein Wildbienenqurtier sein.
Quartiere für Wildbienen lassen sich leicht selbst bauen. Zu kaufen gibt es Wildbienenquartiere, die in Dahme von der Fledermausschutzgruppe Ostholstein in diversen Ausführungen hergestellt werden bei Axel Kramer (Telefon 04364-725).
Aufgehängt werden sollte das Wildbienenquartier an einem sonnigen Ort, der weitestgehend vor Regen geschützt ist.
Bauwerke aus Weiden baue man am besten am Anfang der Vegetationsperiode. So weit sind wir noch nicht. Aber Auswahl geeigneter Weiden, Planung und Aufmaß kann schon jetzt im Dezember erfolgen. Denn wie die Erfahrung zeigt, ist es nicht einfach, am Anfang der Vegetationsperiode, also vielleicht Anfang März auf die Schnelle geeignete Bäume zu finden. Wenn man dann noch bedenkt, dass es laut Wikipedia ca. 450 Weidenarten gibt, ist die Auswahl erst recht schwierig. Am besten eigenen sich zum Bauen mit Weiden wohl Korbweiden, weil diese wenig Seitentriebe bilden. Denn zur regelmässigen Pflege eines Weidenbauwerks gehört das radikale Abschneider oder wo möglich das Einflechten der Seitentriebe.
Beim Bauen mit Weiden ist zu bedenken, dass nicht nur dünne Weidenzweige verwendet werden können, sondern für größere Bauwerke wie zum Beispiel den Weidendom in Rostock mit einer Kuppelhöhe von 15 m und einer Länge von 52 m oder einer Weidenschnecke auch dickere Äste verwendet werden können. Um richtige Säulen zu erheben werden diese aus etwa 5 bis 10 cm dicken Ästen zusammengeflochten.
Schöne Anregungen zum Bauen mit Weiden gibt es in dem Buch “Das Weidenbaubuch” von Marcel Kalberer. Der Winter eignet sich hervorragend dafür, Pläne für einen Weidenbau zu schmieden. Das Frühjahr kommt schneller als gedacht.
Update: Ganz bei mir in der Nähe auf dem Campingplatz Südtrand auf Fehmarn steht ein unter anderem Weidenpavillion von Marcel Kalberer. Der Pavillion heisst mit Recht Augenweide. Auf dem Camping Südstrand gibt es laut Webseiten noch weitere Bauwerke aus Weiden wie zum Beispiel eine lebende Bank.
Lebt als freier Mensch an der Ostsee in Schleswig-Holstein. Nutzt das Internet zum Recherchieren, Einkaufen, Verkaufen und Kommunizieren. Baut Webseiten, die gefunden werden und Arbeit sparen. Freut sich des zunehmenden Trends zum Ostseeurlaub und ist gerne Gastgeber.