14. Dez. 2010
von Helge Siems in Kategorie Wordpress
WordPress bringt die Funktionalität “Benutzer dürfen nur ihre eigenen Seiten bearbeiten” nicht von Haus aus mit. Nach einigem Suchen habe ich eine Lösung gefunden, die hier Schritt für Schritt beschrieben wird.
11. Dez. 2010
von Helge Siems in Kategorie Internet
“Heute allerdings könnte es schädlicher für Ihre Karriere sein, wenn ein Arbeitgeber nichts über Sie im Netz findet, als dass er etwas digitalen Schmutz auftut.” (Quelle)
Muss jemand erfolglos sein, nur weil unter seinem oder ihrem Namen nichts bei Suchmaschinen zu finden ist?
Das kommt sicherlich auf den Job an. Auch ein schlechter Manager kann ein guter Selbstdarsteller sein. Andererseits kann ein Mensch seine persönlichen Daten schützen und im Hintergrund gute Projekte steuern. Es kann sogar ein positives Zeichen sein, wenn jemand im Internet aktiv ist ohne persönliche Spuren zu hinterlassen!
Allerdings ist es auf den ersten Blick schon etwas befremdlich, wenn über einen “erfolgreichen Marketingmanager”, der in den letzten Jahren als selbständiger Berater tätig war nichts zu finden ist.
11. Dez. 2010
von Helge Siems in Kategorie Unabhängigkeit
Eine oft gehörte Forderung: Politik soll transparenter werden. Damit ist nicht unbedingt der Ruf nach Volksabstimmungen bei jeder Gelegenheit gemeint. Die politischen Entscheidungen der gewählten Vertreter sollen nur aus den Hinterzimmern und Stammtischen auf die öffentliche Bühne.
Den Gemeindeverwaltungen können dabei Ratsinformationssysteme helfen. Damit können Tagesordnungen, Einladungen, Protokolle verwaltet und die öffentlichen Teile der Bevölkerung zur Kenntnisnahme zur Verfügung gestellt werden. So ein Ratsinformationssystem gibt es als OpenRIS auch als offene Software kostenlos.
2. Dez. 2010
von Helge Siems in Kategorie sonstwas
Transparenz ist extrem notwendig und widerspricht nicht dem Datenschutz sondern erhöht diesen. Soweit meine Hypothese für diesen Text. Die Antithese lautet: mehr Transparenz widerspricht dem Datenschutz.
Eine aktuelle Diskussion geht um Wikileaks und die Veröffentlichung von Daten, die im allgemeinen Sprachgebrauch ohne Zweifel als vertraulich gelten. Es wird das “Verbot” von Wikileaks diskutiert. Das Wort “Verbot” halte ich in diesem Zusammenhang für weltfremd. Ein Staat kann Dinge verbieten, die er kontrollieren kann. Alle anderen Verbote können vielleicht normativ gelten sind aber praktisch wertlos. Vielleicht wird etwas Verbotenes für den einen oder anderen auch erst durch das Verbot interessant. Ein Verbot ist nichts anderes als die Einschränkung der persönlichen Freiheit und das gefällt nicht jedem. Insgesamt kann Macht als die Einschränkung der persönlichen Freiheit verstanden werden.
Das sehe ich nicht so eng, denn ich bin eher Demokrat als Anarchist. Auch ein Staat tut nicht nur Unsinniges. Deshalb gibt es auch Dinge, bei denen es richtig ist, dass sie verboten sind und verfolgt werden. Der Wert eines funktionierenden Staates kann nicht oft genug betont werden. Ich lebe gerne in Deutschland, weil ich hier relativ sicher vor (zumindest offener) staatlicher Willkür bin. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich meine Meinung relativ frei äußern kann. Ich finde es richtig, dass ich nichts behaupten darf, was ich nicht nachweisen kann. Ich finde es auch richtig, dass ich mich wehren kann, wenn jemand etwas über mich behauptet, was nicht richtig ist oder meine Persönlichkeitsrechte verletzt.
Ich finde es aber auch richtig, dass ich Dinge von öffentlichem Interesse veröffentlichen kann, wenn ich die notwendigen Belege dafür habe. Ich weiß aber auch, dass ich sicherlich juristische Probleme bekomme, wenn ich Informationen veröffentliche, die Macht bedrohen. Es gibt eben nicht nur Gutmenschen. Und wenn ich mich mit mächtigen Menschen anlege, muss ich damit rechnen, dass sich Richter und Zeugen finden, die mich für irgend etwas Dahergeholtes verurteilen. Wenn es wirklich um etwas geht, gewinnt vor Gericht immer der mit dem längeren Atem und den besseren Anwälten.
Auch Wikileaks hat positive und negative Aspekte. Positiv ist in jedem Fall zu werten, dass gezeigt wird, dass die Transparenz erhöht werden kann und es weniger leicht ist, die öffentliche Meinung über eine veröffentlichte Meinung zu beeinflussen. Wer glaubt schon was in der Zeitung steht?
Nach diesen Gedankenspielen komme ich zurück zur Überschrift: Datenschutz durch Transparenz. Uns sollte schon von Kindesbeinen klarer werden, dass keine elektronische Information vertraulich ist. Dann tendieren wir vielleicht eher dazu, uns mit elektronischen Spuren zurückzuhalten. Zu elektronischen Informationen gehört neben den unangenehmen Fotos von der eskalierenden Party bei Facebook auch die EC-Karte oder das Handy oder Cookies.
Wir haben die Datenaskese zumindest zum Teil selber in der Hand: Bargeld verwenden, das Surfverhalten etwas bewusster gestalten, das Handy ausschalten oder mehrere Handys benutzen, nicht nackt auf Tischen tanzen und in elektronischer Kommunikation grundsätzlich Klartext reden.
PS ;)
>> ich hätte wetten könne, daß er dafür einen link versucht…
>> mach bitte gern eine absage in richtung: “nicht unser firmankonzept”
>> oder “nur bezahlt” oder etwas deutlich filigraneres.
Hättest Du mir auch direkt sagen können, mein lieber F.
18. Nov. 2010
von Helge Siems in Kategorie Unabhängigkeit
Wir kennen keine optimale Art Strom zu produzieren. Atom, Kohle, Öl geht auf Dauer alles garnicht und die Alternativen Sonne, Wind, Wasser produzieren nicht auf Abruf und haben auch ihre Macken. Bei der Photovoltaik ist es die Frage nach der Ökobilanz der Solarzellen, Windkraftanlagen stehen im Ruf Vögel und Fledermäuse massenhaft zu killen und Wasserkraftwerke verwandeln riesige Flächen in Wasserlandschaften. Zu allem Übel kommt auch noch, dass Strom nicht so ohne weiteres, also ohne große Verluste z.B. von der windigen Nordsee ins stromhungrige Ruhrgebiet transportiert werden kann.
Es geht aber auch nicht darum, den Strom unbedingt von hier nach da transportieren zu müssen. Das Problem sind die wie immer auch gearteten Großkraftwerke, die mit einer unfassbar geringen Effizienz arbeiten und nicht flexibel auf variablen Strombedarf reagieren können. Deshalb bringt es auch nichts wie aktuell gefordert 3500 km neue Hochspannungsleitungen über Deutschland zu hängen. Der BUND kritisiert die Forderung mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit eines “dezentralen und intelligenten Stromverbundes”.
Kurz gesagt müssen Stromverbraucher und Erzeuger untereinander und miteinander kommunizieren und dann flexibel in Produktion und Verbrauch reagieren. Die Waschmaschinen des Landes schalten sich also dann an, wenn die Windkraftanlagen gerade viel produzieren. Man muss nicht sehr tief im Thema stecken um den grundsätzlichen Charme eines so genannten Smart Grids, also eines “intelligenten” Stromnetzes, besser eines kommunizierenden Stromnetztes zu verstehen. Jemand mit einem starren Großkraftwerk findet das natürlich doof, weil sein Koloss in dem Szenario nicht mehr die gleiche Rolle spielt wie aktuell. Das ist auch nicht schwer zu verstehen.
“Verwechsel Umsatz nicht mit Gewinn” oder “Verwechseln Sie Umsatz nicht mit Gewinn” ist eine Binsenweisheit für jeden Unternehmer. Eigentlich sollte das der Leitsatz für alle Existenzgründerseminare sein. Einprägsam, immer gültig und kann nicht oft genug gesagt werden. Wenn man diesen vermeintlich immer gültigen Leitsatz bei Suchmaschinen in den Suchschlitz wirft, kommt nichts zurück. Bis auf diesen Artikel in ein paar Tagen natürlich.
Wenn es nie jemand sagt, brauchen wir uns auch nicht wundern, dass es Menschen gibt, die meinen, ein Unternehmen müsse gut laufen, weil die Mitarbeiter immer viel zu tun haben, das Unternehmen in einem neuen Gebäude residiert und immer mit schicken Autos rumgefahren wird. Oder ein Hotel gut laufe, weil der Parkplatz immer voller Autos steht. Das tut es natürlich nicht, denn entscheidend ist, was nach Abzug der Kosten vom Umsatz übrig bleibt. Wieder eine Binsenweisheit, aber …
Was im Kleinen gilt, gilt auch im Großen. Es gibt schließlich auch Leute, die glauben, eine Abwrackprämie, Mindestlöhne, künstlich erhaltene Arbeitsplätze oder Transferzahlungen nützten der Wirtschaft, weil sie den Umsatz ankurbeln. Tut es natürlich nicht, weil das so gezahlte Geld nicht durch Wertschöpfung sondern durch Umverteilung bzw. ungedeckte Kreditaufnahme finanziert wird. Noch eine Binsenweisheit? Anscheinend nicht, denn …
Das eigentlich Erschreckende an der Sache ist, dass es auch Leute in den verschiedenen Regierungen unseres Landes gibt, die zu glauben scheinen, dass die augenscheinliche Fassade das Entscheidende ist. Oder tun die nur so, weil viel wichtiger ist, dass “die Bürger” glauben, “die Regierung” hätte es im Griff und sie wieder wählt? Wenn das so ist, brauchen wir zwangsläufig wieder eine Regierung, die nicht gewählt wird. Das kann wiederum gut oder schlecht sein. Also können wir es auch so lassen, uns auf Inflation einstellen und damit leben, dass immer mehr von unserem erwirtschafteten Geld in Umverteilungen versickert statt in Wertschöpfung investiert zu werden. Schönen Sonntag noch!
30. Aug. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
Es bringt Spaß Karten aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. So können Regionen, die eigentlich am Rande von etwas liegen, in den Mittelpunkt einer anderen Region rücken, die man zumindest nicht unbedingt im ersten Moment “auf dem Zettel” hat. Zum Beispiel ist im Umkreis von 400 km (Karte war für ein anderes Projekt, deshalb Umkreis um Fehmarn eingezeichnet) des Ostseeferienlandes nicht nur Hamburg, Hannover und Berlin sondern auch die Regionen um Kopenhagen und Göteborg.
In Großenbrode hängt am Strand neben den Flaggen der deutschen Bundesländer auch die dänische. In Heiligenhafen und auf Fehmarn sind bekanntlich diverse Geschäfte für skandinavische Zielgruppen. In Oldenburg begrüßen viele Schilder vor Restaurants auch Dänen und Schweden in ihrer Landessprache. Auf den Campingplätzen des Ostseeferienlandes landen auch zunehmend Gäste aus Skandinavien.
Wie schön wäre es, wenn die offene Stelle in Dahme mit einem Menschen besetzt würde, der Erfahrungen aus dem skandinavischen Sprachraum besitzt. Zum Beispiel, weil er oder sie ein Auslandssemester in Dänemark gemacht hat, wie es viele Absolventen der Hochschule Harz haben. Leider wiegen vermutlich Kenntnisse in der öffentlichen Verwaltung bei der Personalentscheidung schwerer.
19. Aug. 2010
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
Ich schrieb gerade ganz spontan den Ausdruck “Passive Aktivität“. Was für ein Quatsch könnte man vom Wortlaut her denken. Passive Aktivität ist ein Fachbegriff aus der Psychiatrie. Definitiv ein interessanter Ansatz, nicht nur bei der Unterstützung geistig behinderter Menschen. Das war aber hier nicht gemeint.
Was ich ausdrücken wollte ist der Trend zu Aktivität, die eigentlich keine ist, weil es um Berieselung geht und nicht um Aktivität. Viele Kinder brauchen Animation, weil sie sonst nichts mit sich anzufangen wissen. Vielleicht hängt das mit der Passiven Aktivität schlechthin zusammen: blinder TV-Konsum.
Zum Glück gibt es auch Eltern und Kinder, die noch mehr mit sich anzufangen wissen. Ihr seid hier richtig.
14. Aug. 2010
von Helge Siems in Kategorie sonstwas
Mit Catcar ist natürlich Kettcar gemeint. Auf Catcar komme ich nur, weil jemand mit dem ich beim 24 Stunden Catcar-Rennen in Geschendorf verabredet war, nach Catcar gesucht hat und sich entsprechend über keine relevanten Suchergebnisse wunderte.
Also noch einmal für alle, die wegen des Verständnisfehlers hier gelandet sind: ein Catcar ist ein Katzenauto, was es meines Wissens nach nicht gibt. Kettcar ist ein Markenname der Firma Kettler für ein muskelbetriebenes Fahrzeug mit vier Rädern. Kettcar wird auch als Synonym für muskelbetriebene Fahrzeuge anderer Hersteller verwendet. Was Fakt ist: ein Kettcar ist kein Catcar.
Wer ein bisschen Kettcar fahren möchte, kann gerne bei uns auf dem Ferienhof Urlaub machen. :) Genaugenommen haben wir keine Kettcars sondern Fahrzeuge der Firma Berg und Dinocar.
Aktuell zum Thema: es läuft zur Zeit das vierte 24-Stunden-Kettcar-Rennen in Geschendorf bei Lübeck. Hier treten 8 Teams mit je 20 Fahrern auf verschiedenen Fahrzeugen vom Standard-Kettcar über Umbauten bis zu komplett entwickelten Prototypen gegeneinander an. Neben der Muskelkraft geht es bei diesem Langstreckenrennen natürlich auch um die technische Zuverlässigkeit. Um die abwechslungsreiche Rennstrecke mit drei verschiedenen Bodenbelägen und interessantem Höhenprofil findet eine tolle Party mit Livemusik, Bratwurst und Bier statt.
Lebt als freier Mensch an der Ostsee in Schleswig-Holstein. Nutzt das Internet zum Recherchieren, Einkaufen, Verkaufen und Kommunizieren. Baut Webseiten, die gefunden werden und Arbeit sparen. Freut sich des zunehmenden Trends zum Ostseeurlaub und ist gerne Gastgeber.