27. Dez. 2009
von Helge Siems in Kategorie sonstwas
Gesucht wird ein PC bzw. das passende Betriebssystem für Senioren ohne große PC-Erfahung. Vermutlich wird es um etwas surfen, email und Textverarbeitung gehen. Es reicht also im Vordergrund ein GUI mit drei Button: Text, Web, Email. Weniger ist mehr, denn bei der Bedienung der einzelnen Elemente warten noch genügend Schritte, die es zu lernen gibt. Da es bei den Senioren sicherlich nicht darum geht, ohne technischen Sachverstand immer die neuesten Applikationen oder Hardwarezeugs zu installieren, muss es bei dem Senioren-PC sicherlich kein Windows sein.
Eine Tastatur mit größerer Beschriftung und großen Tasten, eine gute Maus und ein entsprechend großer Monitor sollte bei der Hardware neben der Grundanforderung “gute Umweltbilanz” die Anforderung sein.
Was gibt es am Markt an PC für Senioren?
Komischerweise gibt es für die große Zielgruppe der Silver-Surfer nicht viele maßgeschneiderte Angebote. Fujitsu-Siemens hatte ab 2006 den Simplico mit einem angepassten Debian-Linux im Angebot. Das Produkt scheint es aber nicht mehr zu geben. In den USA gibt es den Go-Computer. Recht wenig Informationen gibt es über den Senioren-PC Simplicity der britischen Firma Wessexcomputers.
Tut sich hier gerade eine Marktlücke auf oder habe ich etwas übersehen?
In diversen Foren kommt recht schnell der Einwand der Diskriminierung der Alten und dass man den älteren Menschen ruhig etwas mehr zutrauen könnte. Man könne schließlich alles einstellen und konfigurieren. Also, wo ist “Man”, der oder die diese Aufgabe übernimmt und einen PC für Senioren oder ein Betriebssystem für Senioren vorkonfiguriert auf den Markt bringt?
Linux für Senioren: Installation und Konfiguration von XUbuntu mit Web, Email, Text und Fernwartung.
Ubuntu als günstige und einfache Alternative für Senioren: Warum Senioren mit Linux arbeiten sollten,
ColorTux: abgespecktes Linux-GUI mit Linux-Einsteiger.
Easy Peasy: Ubuntu-Ableger für Netbooks
22. Dez. 2009
von Helge Siems in Kategorie Wordpress
Nach dem Update auf WordPress 2.9 funzt die MyGallery nicht mehr. Die NextGenGallery schien vor einigen Jahren aus der MyGallery hervorgegangen zu sein. Die NGG wird sehr aktiv weiterentwickelt. Die Entwicklung an der MYGallery scheint zu ruhen. Insofern war dieser Zeitpunkt irgendwie abzusehen.
Für den Übergang gibt es hier ein Workaround …
Das ist natürlich keine dauerhafte Lösung. Also muss der Umzug wohl oder übel angegangen werden. Schade, dass ich ein Projekt habe, bei dem auf mehreren hundert Seiten Galerien aus der MyGallery eingebunden sind. Also dringendes Ziel: den Umzug von MyGallery zu NextGenGallery rational gestalten.
MyGallery: [ mygal=galeriename ]
NextGenGallery : [ nggallery id=galerienummer ]
Es ist also nicht ohne weiteres möglich, in Beiträgen, die Galerien verwenden, mygal durch ngggallery zu ersetzen. Selbst dann, wenn man es hinbekommt, in beiden Galerien die gleichen IDs zu verwenden.
[nggallery name=galeriename] geht leider im Moment nicht. Das wäre für den Umzug von MyGallery zu NGG natürlich äußerst angenehm. Vielleicht hört ja Alex Rabe den Hilferuf. (?)
NextGenGallery ermöglicht: [ nggtags gallery=tag1,tag2,... ]
Leider ist der Galeriename nicht im Standard als Tag hinterlegt. Aber hier gäbe es vielleicht eine sinnvolle Ansatz-Möglichkeit für ein Workaround. Leider habe ich die Tags in der Datenbank nicht gefunden.
Also doch ein Posting im Support-Forum …
13. Dez. 2009
von Helge Siems in Kategorie Internet Tourismus
Nachdem ich vorher vom Landesparteitag der Piratenpartei in Lübeck abreisen musste, habe ich noch ein paar Minuten der Veranstaltung mit dem Livestream verfolgt. Viel Hoffnung hatte ich nicht, denn meine DSL-Verbindung hier zu Hause auf dem Land außerhalb eines Ortes ist relativ langsam. In der Regel kann ich keine Filme ohne ruckeln sehen. Da war ich doch wirklich erstaunt, dass der Livestream von LPTSH 2009 schön flüssig ohne ruckeln bei mir ankam. Zumal es sich bei der ausgehenden Verbindung auch um Standard zu handeln scheint.
Wer also mal einen Livestream von einer Veranstaltung machen möchte: die Leute von xincast scheinen was davon zu verstehen.
12. Dez. 2009
von Helge Siems in Kategorie sonstwas
10. Dez. 2009
von Helge Siems in Kategorie Internet
Vorratsdatenspeicherung, schon vom Schreiben dieses Bürokratiebegriffs kann einem übel werden. Es geht darum, dass im Moment alle Provider dazu verpflichtet sind, Verbindungsdaten aus Telefon und Internetverkehr ein halbes Jahr auf Vorrat zu speichern.
Das Bundesverfassungsgericht prüft am 15.12.2009, ob das so rechtens ist.
Am 15.12.2009 wird unter der Adresse verfassungsbeschwerde.vorratsdatenspeicherung.de ab 8 Uhr eine Pressekonferenz der Beschwerdeführer zu sehen sein und wird ab 10 Uhr live aus der Mündlichen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts berichtet werden.
Die Verfassungsbeschwerde ist am 31.12.2007 zunächst im Namen von acht Erstbeschwerdeführern und am 29.02.2008 im Namen der weiteren ca. 34.000 Beschwerdeführer eingereicht worden.
10. Dez. 2009
von Helge Siems in Kategorie Internet
Millionen Menschen auf dieser Welt spielen Farmville. Farmville ist eine Bauernhof Simulation bei Facebook. Ich bin auch seit gut zwei Wochen dabei und pflanze und ernte regelmäßig vor allem Sojabohnen, Reis und Himbeeren.

Das bringt bei meinem aktuellen Spielstand die meisten Coins. Was ich anbaue, hängt vor allem davon ab, wann ich das nächste Mal wieder am Rechner bin. Soweit ich das im Moment beurteilen kann, besteht der Anspruch von Farmville vor allem darin, die Pflanzen mit der höchsten Rendite auszuwählen. Gemessen in Coins pro Zeiteinheit und bewertet mit dem XP-Wert, den man durch den Anbau erhält. Und es lohnt sich viele Freunde zu haben, die auch Farmville spielen.
Das war es dann aber schon mit dem Anspruch. Man lernt bei Farmville weder was über Landwirtschaft noch über Betriebswirtschaft. Farmville ist einfach die perfekte Zeitvertrödelungsmaschine. Aber Farmville kann schon Spass bringen. Rasenmähen, Staubsaugen, Fernsehen oder Bagger fahren kann auch Spass bringen. Alles Dinge, bei denen man nicht nachdenken muss.
Mit Farmville Geld verdienen
Wenn schon der pädagogische Wert von Farmville nicht besonders ist, kann man denn wenigstens mit Farmville Geld verdienen? Wir erinnern uns an die Leute, die in Second Life mit Immobilienhandel oder dem Verkauf von Ausstattung reich geworden sind. In Farmville ist das nach meinem derzeitigen Kenntnisstand nicht möglich. Ausstattung wird nur vom Farmville-Betreiber verkauft. Die Farm lässt sich auch nicht verkaufen. Mit Farmville Geld verdienen kann also nur der Hersteller. Wie das funktioniert, ist hier zu lesen: Wie funktioniert die Monitarisierung von Farmville.
Es ist also unter den Spielern in Farmville kein realer Markt gewünscht. Und wie es ist auf dieser Welt, entstehen Schwarzmärkte dort, wo reale Märkte unterdrückt oder zu stark reguliert werden. Folge: mit Farmville Geld verdienen kann man mit Farmville Cheating. Es ist mindestens eine Software im Umlauf, mit der man Farmville hacken können soll.
Wer einfach nur nach Farmville-Tricks sucht, um das Spiel zu optimieren, findet hier Farmville Tipps & Tricks.
5. Dez. 2009
von Helge Siems in Kategorie Tourismus
Wenn man bei Google nach Erlebnis sucht, werden fast 3 Millionen Suchergebnisse geliefert. Die Suche nach Erlebnisinflation bringt weniger als 200 Seiten. Dabei ist heute alles Erlebnis.
In der nächsten Nachbarschaft ist alles voller Erlebnis: in Kellenhusen gibt es eine Erlebnisseebrücke, im Grömitz am Hafen eine Erlebnispromenade, in der Sauna gibt es Erlebnisduschen, bei uns im Sommer jede Woche ein Hoffesterlebnisabenteuerevent und Naturerlebnis am Strand. Von Erlebnisgastronomie will ich garnicht erst anfangen.
Ohne Erlebnis langweilen wir uns. Also brauchen wir überall Erlebnis. Und was fehlt uns dann noch? Selbst rumgammeln wird als Chillen zum Erlebnis. Es gibt Erlebniskirchen und Sinnerlebnis. Wenn Werte als Erlebnis verkauft werden, haben wir endgültig Erlebnisinflation. “Das Geschäft mit der Langeweileverhinderung blüht.”
Bei Inflation wird der Wert des Einzelnen immer niedriger. Irgendwann interessiert sich demnach keiner mehr für Erlebnis.
Was kommt nach dem Erlebnis? Oder kommt vorher der Kollaps? Was ist der Unterschied zwischen Abenteuer und Erlebnis? Wann wird ein Erlebnis langweilig?
2. Dez. 2009
von Helge Siems in Kategorie Unabhängigkeit
Ich bin selten bei IKEA. Aber jedes Mal, wenn ich da bin, höre ich Kunden eine der Mitarbeiterinnen an der Selbstbedienungskasse vollsülzen, dass das Arbeitsplätze vernichte. Die erste Frage wäre doch, warum die sülzenden Kunden sich dann nicht einfach in die Schlange stellen und Arbeitsplätze retten anstatt den Luxus der SB-Kasse zu nutzen. Was aber zweitens viel wichtiger ist: Selbstbedienungskasse vernichtet keine Arbeitsplätze. Vielmehr werden etliche Kapazitäten frei, die ihre Fähigkeiten zukünftig frei entfalten können. Wenn durch technischen Fortschritt überflüssige Arbeitsplätze wegfallen, ist das nicht schlecht sondern gut. Theoretisch, denn notwendig ist dafür, dass der Strukturwandel nicht blockiert und die mentale Mobilität der Menschen gefördert wird. Und natürlich ist es erstmal etwas unbequem für den Mitarbeiter, der sich etwas bewegen muss. Verhungern wird er oder sie hier bei uns jedenfalls nicht so schnell.
Gut ist der technische Fortschritt vielleicht nicht auf den ersten Blick, aber mindestens auf den zweiten. Ansonsten säßen wir jetzt immer noch mit dem Bärenfell in der Höhle. Zu dem Aspekt lohnt sich das entsprechende Kapital aus “Die unsichtbare Hand – Ökonomisches denken gestern und heute“. Eignet sich sehr gut als Weihnachtsgeschenk auch für Menschen ohne volkswirtschaftliche Vorkenntnisse. Voraussetzung: Blödzeitungs- und Gewerkschaftsdemagogie vorher ablegen.
2. Dez. 2009
von Helge Siems in Kategorie Internet
Also Droogs, runter mit den Fracks und auf zum Finanzamt und die Abfrackprämie kassieren. Aber lasst Euch nicht zwischendurch von den Wächtern der deutschen Rechtschreibung tollschocken. Dem Finanzminister wird die Abfrackprämie aber so oder so richtig Geld in die Kasse spülen.
Wer jetzt darauf kommt, dass es ein Top-Suchmaschinen-Optimierungs-Mittel sei, in die Meta-Keywords möglichst viele falsche Schreibweisen des Ziel-Suchbegriffs reinzutackern, liegt natürlich genau richtig. Also rein mit den falschen Schreibweisen in die Meta-Tags und am besten zusätzlich in Hintergrundfarbe in Schriftgöße 1 ganz unten auf jede Seite.

Leider kommt man genau wie bei der Abfrackprämie auf die tollsten Wortneuschöpfungen niemals selbst. Fielleicht liegt darin auch die Tatsache begründet, dass die tümmsten Pauern häufig die krößten Kartoffeln ernten. Stichwort Ernte: ich muß los, sonst vertrocknen meine vor vier Stunden gepflanzten Erdbeeren bei Farmville. Gut, dass in Afghanistan kein Krieg ist und die RAF Alfred Herrhausen ermordet hat.
28. Nov. 2009
von Helge Siems in Kategorie Unabhängigkeit
Wer sich gerne mal bei Prozessen am Amtsgerichten amüsiert, sollte die Termine in Ahrensburg im Auge behalten. Dort läuft aktuell ein Prozess gegen einen Containerer. Bei diesem Fall geht es wohl nicht um Lebensmittel. Aber mir geht es hier um das Wegwerfen von Lebensmitteln.
Beim Containern fällt mir ein, dass ich neulich im Radio gehört hab, dass in Wien über 10% der gekauften Lebensmittel original verpackt im Müll landen. Untersucht wird sowas von der Universität für Bodenkultur in Wien. Für Deutschland werden die Zahlen vermutlich nicht anders aussehen. Man muss nur mal Restaurantbesitzer fragen, was so alles auf Tellern bleibt. “Da können einem die Tränen kommen” sagte mir mal ein befreundeter Wirt.
Es ist einfach erschreckend, dass unverdorbene Lebensmittel weggeworfen werden. Ich schüttel auch regelmäßig mit dem Kopf, wenn bei uns Gäste abreisen und wie selbstverständlich völlig unversehrte Lebensmittel in den Müll wandern.
Lebensmittel können also eine Preiserhöhung von rund 10% verkraften, ohne dass es jemand merken würde, wenn dann nichts mehr weggeworfen würde. Schöne Theorie … Nur “knapp zwölf Prozent des Budgets gibt ein deutscher Haushalt im Durchschnitt für Nahrung aus.” (Quelle). Damit sind die Deutschen in der EU im Mittelfeld.
Wie entfremdet wir von der Nahrungsmittelproduktion sind, zeigt auch der Hype der Facebook-Applikation Farmville. Und vielleicht gehört in die Schublade auch der Trend zum Bauernhofurlaub, der auch in vielen Fällen eher einer künstlichen Erlebniswelt ähnelt als die harte Realität der Landwirtschaft abzubilden.